Examensarbeit, 2005
76 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Situationsanalyse
2.1 Der gesundheitliche Zustand von Kindern und Jugendlichen
2.2 Motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen – Eine positive Entwicklung?
2.3 Motorische Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen – Eine negative Entwicklung?
2.4 Entwicklung der motorischen Leistungsfähigkeit bei Kindern und Jugendlichen aus der Sicht des ersten Deutschen Kinder- und Jugendsportberichts
2.5 Ursachen für die Verschlechterung der körperlichen Leistungsfähigkeit
2.6 Fazit
3. Grundlagen der Gesundheitsförderung
3.1 Definition von Gesundheit
3.1.1 Naturwissenschaftlich-medizinischer Gesundheitsbegriff
3.1.2 Psychologischer Gesundheitsbegriff
3.1.3 Soziologischer Gesundheitsbegriff
3.1.4 Ein Gesundheitsbegriff
3.2 Gesundheitsförderung
3.3 Das Salutogenese-Modell von Aaron Antonovsky
3.3.1 Gesundheits-Krankheits-Kontinuum
3.3.2 Generalisierte Widerstandsquellen (Schutzfaktoren)
3.3.3 Stressoren (Risikofaktoren)
3.3.4 Das Kohärenzgefühl
3.3.4.1 Verstehbarkeit
3.3.4.2 Handhabbarkeit
3.3.4.3 Bedeutsamkeit
3.3.5 Zusammenfassung
3.4 Zwischenfazit
4. Didaktische und pädagogische Aspekte der Gesundheitsförderung
4.1 Vorwort
4.2 Zusammenhang von Sport und Gesundheit nach Balz
4.2.1 Chancen für die Gesundheit durch Sport
4.2.2 Risiken für die Gesundheit durch Sport
4.2.3 Aspekte gesundheitsorientiertem Sporttreiben
4.3 Gesundheitsförderung im Schulsport
4.4 Salutogenetische Gesundheitsförderung im Sportunterricht
4.4.1 Sportliche Aktivität innerhalb des Salutogenese-Modells
4.4.2 Aufgaben salutogenetischer Gesundheitsförderung im Sportunterricht
4.4.3 Inhalte und Methoden einer salutogenetischen Gesundheitsförderung im Sportunterricht
4.5 Pädagogische Perspektiven
4.5.1 Gesundheit fördern, Gesundheitsbewusstsein entwickeln
4.5.2 Mehrperspektivität
4.6 Merkmale des Schulsports in der Sekundarstufe I
4.7 Zusammenfassung
5. Umsetzung des Salutogenese-Modells im Sportunterricht - Ein Praxisbeispiel
5.1 Hinführung
5.2 Bewegungsform Laufen – Laufdisziplinen und Technik
5.3 Gesundheitliche Aspekte des Laufens
5.4 Vorbemerkung
5.4.1 Erste Doppelstunde
5.4.2 Zweite Doppelstunde
5.4.3 Dritte Doppelstunde
6. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den gesundheitlichen Zustand von Kindern und Jugendlichen sowie die Möglichkeiten einer salutogenetischen Gesundheitsförderung im Sportunterricht der Sekundarstufe I, konkretisiert am Beispiel der Bewegungsform Laufen, um dem Bewegungsmangel entgegenzuwirken.
1. Einleitung
„Es gibt nur eine Gesundheit und eine Menge von Krankheiten“.
(Wilhelm von Humboldt)
Gesundheit sollte als ein wichtiger Bestandteil im Leben eines jeden Menschen verankert sein. Ohne sie ist der Mensch in seiner Lebensweise eingeschränkt.
Betrachtet man vor diesem Hintergrund das gesundheitliche Bild von Kindern und Jugendlichen in der heutigen Zeit, so wird man schnell auf negative Schlagzeilen aufmerksam. Die „Generation XXL“, wie sie von der Mediengesellschaft tituliert wird, weist immer mehr gesundheitliche Probleme und Defizite auf. Sowohl Kinder als auch Jugendliche haben sich den veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Durch die Verstädterung werden die Heranwachsenden in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt, da ihnen die Nutzung von möglichen Spielflächen verwehrt wird. Sie werden dazu verleitet immer mehr Indoor-Aktivitäten zu treiben, welche allerdings nicht unbedingt durch Bewegungen gekennzeichnet sind. Dieser Aspekt wird vor allem aufgrund des zunehmenden Medien-Interesses verstärkt. Kinder und Jugendliche verbringen ihre Freizeit zunehmend mit Kommunikations- und Interaktionsmedien und finden z.B. in der Auseinandersetzung mit Computerspielen einen angemessenen Ausgleich zu ihren Alltagsproblemen.
Diese Lebensweise bleibt nicht ohne Folgen: Ca. 16% aller Kinder und Jugendlichen sind übergewichtig und ungefähr ein Drittel von ihnen ist sogar adipös. Als Hauptursache wird in vielen Studien Bewegungsmangel angegeben. Die Heranwachsenden treiben zwar viel Sport im Verein und bewegen sich dort wahrscheinlich auch regelmäßig, aber die Dropout-Quote ist relativ hoch: Ungefähr 40% der Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren verlassen ihren Verein und viele von ihnen finden auch danach keinen Zugang mehr zu sportlicher Betätigung. Da bereits im Alter von 12 Jahren ein regelrechter Einbruch der sportlichen Aktivität stattfindet, steigt die Gefahr, dass bereits in jungen Jahren die Gesundheit aufgrund von mangelnder Bewegung gefährdet ist.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesundheitliche Problematik der heutigen Kinder- und Jugendgeneration, insbesondere den Bewegungsmangel, und leitet die zentrale Fragestellung der Arbeit ab.
2. Situationsanalyse: Dieses Kapitel vergleicht verschiedene Studien zur motorischen Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen, um den aktuellen Gesundheitsstatus und dessen negative Trends zu identifizieren.
3. Grundlagen der Gesundheitsförderung: Hier werden Definitionen von Gesundheit sowie das Salutogenese-Modell nach Aaron Antonovsky als theoretisches Fundament für die Gesundheitsförderung eingeführt.
4. Didaktische und pädagogische Aspekte der Gesundheitsförderung: Das Kapitel überträgt die theoretischen Erkenntnisse auf den Schulsport, diskutiert Chancen und Risiken sportlicher Betätigung und beleuchtet pädagogische Perspektiven.
5. Umsetzung des Salutogenese-Modells im Sportunterricht - Ein Praxisbeispiel: Dieses Kapitel konkretisiert die theoretischen Ansätze durch die Konzeption einer dreiteiligen Unterrichtsreihe zum Dauerlaufen für die 9. Klasse.
6. Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die wesentlichen Ergebnisse zusammen und reflektiert die Möglichkeiten und Grenzen salutogenetischer Gesundheitsförderung im schulischen Sportunterricht.
Gesundheitsförderung, Salutogenese, Sportunterricht, motorische Leistungsfähigkeit, Dauerlaufen, Kohärenzgefühl, Schutzfaktoren, Bewegungsmangel, Schulsport, Gesundheitsbewusstsein, Sekundarstufe I, pädagogische Perspektiven, Stressoren.
Die Arbeit befasst sich mit der salutogenetischen Gesundheitsförderung im Sportunterricht der Sekundarstufe I, um den gesundheitlichen Defiziten durch Bewegungsmangel entgegenzuwirken.
Zentrale Themen sind der gesundheitliche Status von Jugendlichen, das Salutogenese-Modell nach Antonovsky und deren praktische Anwendung im Schulsport.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie Schüler durch Sport ein Gesundheitsbewusstsein entwickeln und ihre Gesundheit langfristig durch gestärkte Schutzfaktoren verbessern können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und Analyse aktueller Studien zur motorischen Leistungsfähigkeit, die theoretisch durch das salutogenetische Konzept untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Situationsanalyse, die Darstellung der theoretischen Grundlagen der Gesundheitsförderung, die pädagogische Einordnung in den Schulsport sowie die Entwicklung eines Praxisbeispiels zum Dauerlaufen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Salutogenese, Kohärenzgefühl, Gesundheitsförderung, motorische Defizite und die pädagogischen Perspektiven des Schulsports.
Während die Pathogenese nach den Ursachen von Krankheit fragt, konzentriert sich die Salutogenese auf die Faktoren, die Gesundheit entstehen lassen und trotz widriger Umstände erhalten.
Dauerlaufen dient als adäquates Mittel, um aerobe Ausdauer zu fördern und durch entsprechende Gestaltung auch psychosoziale und psychische Schutzfaktoren der Schüler zu stärken.
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