Diplomarbeit, 2017
47 Seiten, Note: ohne Note
1. Einleitung
1.1 Begründung der Themenwahl
2. Ausgangslage und Anliegen der Mutter
3. Situationsanalyse nach dem Calgary Familien-Assessment-Modell
3.1 Strukturelles Assessment
3.1.1 Interne Struktur
3.1.2 Externe Struktur
3.1.3 Kontext der Familie
3.2 Assessment der Entwicklung
3.2.1 Stadien
3.2.2 Aufgaben
3.2.3 Beziehung
3.3 Funktionales Assessment
3.3.1 Instrumentell
3.3.2 Expressiv
3.4 Stärken und Ressourcen der Familie
3.5 Hauptanliegen von Frau Reist
3.6 Hypothesenbildung
3.7 Interventionen
3.7.1 Anerkennung und Wertschätzung
3.7.2 Familienmitglieder ermutigen ihre Geschichte zu erzählen
3.7.3 Anerkennen der Stärken der Familie
3.7.4 Akzeptanz und Anerkennung von emotionalen Reaktionen
3.7.5 Fachinformationen anbieten
3.8 Ergebnis der Interventionen
4. Fragestellung und Zielsetzung
4.1 Fragestellung
4.2 Zielsetzung
4.3 Literaturrecherche
4.4 Ausschlusskriterien
5. Erster Theorieteil: Emotionen - Entstehung, Entwicklung und Regulation
5.1 Entstehung
5.1.1 Emotionen
5.1.2 Soziale Kompetenz
5.1.3 Emotionale Kompetenz
5.2 Psychosoziale Entwicklung
5.2.1 Entwicklung des Emotionsausdrucks und des Emotionsverständnisses
5.2.2 Entwicklung des Konfliktverhaltens
5.3 Regulation
5.3.1 Emotionsregulation
5.3.2 Bedeutung von Wut und Tränen von Kindern für die Erwachsenen
5.3.3 Geschichte der Wut
5.3.4 Aggressives Verhalten
5.3.5 Die häufigsten Stressquellen für Säuglinge und Kinder
5.3.6 Auswirkungen der Unterdrückung von Wut
6. Zweiter Theorieteil: Umgang mit negativen Emotionen
6.1.1 Die Rolle der Familie für die Entwicklung der Emotionsregulation
6.1.2 Ausweiten der Frustrationstoleranz – das Herzstück emotionaler Kompetenz
6.2 Strategien, um mit Emotionen umzugehen
6.2.1 Neueinschätzung, Problemlösungsstrategien und Achtsamkeit
6.2.2 Mitgefühl und Ausleben der Gefühle
6.2.3 Festhaltetherapie
6.2.4 Gewaltfreie Kommunikation mit dem Kind
6.2.5 Gewalttätiges Verhalten umleiten
6.2.7 Gewalt verbannen
6.2.8 Disziplinierungsmassnahmen und Sanktionen bei negativen Emotionen
6.2.9 Bilderbücher
6.3 Umgang mit Aggressionen
6.3.1 Aggressionen gegen Eltern
6.3.2 Aggressionen gegen Geschwister
7. Schlussfolgerungen und Konsequenzen
7.1 Theorie – Praxistransfer in Bezug auf die Zielsetzung
7.2 Theorie – Praxistransfer in Bezug auf die Einschätzung der Situation und der Hypothesen
7.3 Theorie Praxistransfer in Bezug auf die Interventionen und Ergebnisprüfung
7.4 Schlussfolgerungen und Konsequenzen für das eigene Arbeitsfeld
7.5 Fazit als Mütter- und Väterberaterin
Die Arbeit untersucht, wie Eltern mit den negativen Emotionen ihrer Kinder, wie Wut und Aggression, konstruktiv umgehen können, um deren emotionale Entwicklung zu unterstützen und eine gesunde Emotionsregulation zu fördern.
5.1.1 Emotionen
Die grundlegende Funktion von Gefühlen ist es, unseren Bedürfnissen zu dienen (Rosenberg, 2013, p.18). Das Wort Emotion stammt vom lateinischen «movere» (bewegen). Damit wird verdeutlicht, dass unsere ursprüngliche Reaktion auf starke Gefühle darin besteht, körperlich aktiv zu werden. Weinen und Wüten sind bei Kindern in der Tat sehr aktive Prozesse, die den ganzen Körper einbeziehen. Sie treten mit den Füssen, schlagen mit den Armen um sich und wenden dabei sehr viel Körperkraft auf (Solter, 2015, p.33).
Der renommierte Gehirnforscher Richard J. Davidson hat erforscht, dass die positiven Emotionen im linken präfrontalen Kortex gemessen werden können und Emotionen wie Angst, Wut, oder Ekel mit erhöhter Aktivität im rechten Kortex einhergehen. Bei der Geburt ist der präfrontale Kortex noch sehr unreif, weise jedoch bereits von Anfang an die für die positiven und negativen Emotionen typischen funktionalen Unterschiede auf. Weiter hat er herausgefunden, dass Menschen, sobald sie mit negativen Emotionen überschwemmt werden, im Gehirn und im Körper sofort bestimmte Mechanismen auf den Plan treten, welche die Gefühle dämpfen und den Mensch in den Ruhezustand zurückkehren lassen. Er hat herausgefunden, dass die Erbanlage ein Kind für einen bestimmten emotionalen Stil prädestinieren kann.
Erfahrungen und Umwelteinflüsse können es aber von diesem Weg abbringen und seine Entwicklung in ganz andere Bahnen lenken. Vererbbare Merkmale können also verändert werden (Davidson, 2012, p.66 – 165).
Sindy Bargel zitiert Frank Gaschler, welcher als Ursache der Gefühle ein unerfülltes oder erfülltes Bedürfnis und nicht das Verhalten des Anderen versteht. Durch diese Erkenntnis übernehme jeder selbst die Verantwortung für seine Gefühle (Gaschler, 2011, p. 38 zitiert in Bargel, 2012, p. 6).
1. Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Bedeutung von Gefühlen im Alltag und stellt die Herausforderungen dar, die negative Emotionen wie Wut und Aggression bei Kindern an Eltern stellen.
2. Ausgangslage und Anliegen der Mutter: Das Kapitel beschreibt ein Fallbeispiel einer Familie in einer Stresssituation, die Unterstützung bei der Bewältigung des aggressiven Verhaltens ihres Sohnes sucht.
3. Situationsanalyse nach dem Calgary Familien-Assessment-Modell: Hier wird die Familiensituation strukturiert analysiert, Hypothesen gebildet und konkrete Interventionen zur Stärkung der Familie abgeleitet.
4. Fragestellung und Zielsetzung: Dieses Kapitel definiert die zentralen Forschungsfragen zur emotionalen Entwicklung und Regulation bei Kindern im Alter von 1 bis 5 Jahren.
5. Erster Theorieteil: Emotionen - Entstehung, Entwicklung und Regulation: Es werden die wissenschaftlichen Grundlagen zur Entstehung von Gefühlen, der psychosozialen Entwicklung und der Emotionsregulation beleuchtet.
6. Zweiter Theorieteil: Umgang mit negativen Emotionen: Dieses Kapitel liefert praktische Strategien und Ansätze, wie Eltern ihre Kinder beim Umgang mit Wut und Aggression unterstützen können.
7. Schlussfolgerungen und Konsequenzen: Das Fazit fasst die Erkenntnisse aus Theorie und Praxis zusammen und reflektiert die Rolle der Mütter- und Väterberaterin in diesem Kontext.
Emotionen, Emotionsregulation, Wut, Aggression, Kleinkinder, Erziehung, Bindung, Elternberatung, emotionale Kompetenz, Bedürfnis, Stress, Konfliktverhalten, Gewaltfreie Kommunikation, Bilderbücher, Familienassessment.
Die Arbeit befasst sich mit der emotionalen Entwicklung von Kindern und dem professionellen Umgang mit Wutausbrüchen sowie aggressivem Verhalten in der Mütter- und Väterberatung.
Zentrale Themen sind die frühkindliche emotionale Entwicklung, die Funktionen von Emotionen, Methoden der Emotionsregulation sowie die Rolle der Eltern und das familiäre Umfeld.
Das Ziel ist es, Wissen zur Emotionsregulation zu vertiefen, um Eltern im Umgang mit den negativen Gefühlen ihrer Kinder professionell beraten zu können.
Die Arbeit nutzt eine fundierte Literaturrecherche sowie eine Fallanalyse nach dem Calgary-Familien-Assessment-Modell (CFAM) und dem Calgary-Familien-Interventions-Modell (CFIM).
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zur Emotionsentstehung und -regulation sowie in konkrete Strategien zur Begleitung von Kindern bei Wut und Aggression.
Wichtige Begriffe sind Emotionsregulation, Wut, Aggression, elterliche Begleitung (Coaching) und Förderung emotionaler Kompetenz.
Anstatt Bestrafung wird ein liebevoller, aber klarer Rahmen empfohlen, in dem das Kind seine Gefühle zeigen darf, während gleichzeitig Grenzen zum Schutz aller Beteiligten gesetzt werden.
Die Beraterin dient als Fachperson, die Eltern durch fundierte Informationen und Bestätigung in ihrer oft überforderten Situation entlastet und ihnen neue Perspektiven eröffnet.
Bilderbücher dienen als Hilfsmittel, um den Kindern ein Vokabular für ihre Gefühle zu geben, Identifikationsmöglichkeiten zu bieten und das Gespräch über schwierige Emotionen zu erleichtern.
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