Bachelorarbeit, 2017
50 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Vorgehensweise
2 Lernen mit allen Sinnen
2.1 Allgemeine Aspekte des Lernens
2.1.1 Neurologische Aspekte des Lernens
2.1.2 Limbisches System – Emotion, Motivation und Gedächtnis
2.1.3 Lerntypen und Lernstile
2.2 Multisensuales Lernen
2.2.1 Multisensuales Lernen – Unterscheidungen
2.2.2 Forschung zu multisensualem Lernen – Beispiele und Analyse
3 Experiment „Nürnberger Trichter“ vs. „Bauplan“
3.1 Versuchspersonen
3.2 Materialien
3.3 Versuchsplan
3.4 Durchführung und Instruktion
4 Präsentation und Analyse der Ergebnisse
4.1 These 1
4.2 These 2
4.3 These 3
4.4 These 4
4.5 These 5
5 Ergebnisse im wissenschaftlichen Gesamtkontext und Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob multisensuale Lernmethoden die Effizienz von Produkttrainings für Erwachsene durch eine verbesserte Verankerung von Faktenwissen im Gedächtnis steigern können. Im Zentrum steht die Überprüfung der Wirksamkeit einer selbst entwickelten multisensualen Methode im Vergleich zu klassischen, rein auditiv-visuellen Ansätzen.
3.1 Versuchspersonen
Bei der Auswahl der Versuchspersonen handelt es sich um eine ungeschichtete eingeschränkte Zufallsstichprobe mit leichter Beimischung einer ungeschichteten Gelegenheitsstichprobe.
Die Gelegenheit bezieht sich im vorliegenden Falle darauf, dass insgesamt acht Freunde an der Studie mitgewirkt haben, die zwar unterschiedlichen Alters sind, jedoch zumindest einen ähnlichen Bildungshintergrund und teils ähnliche Interessen aufweisen. Andererseits gilt tatsächlich der Zufallsaspekt, da die Anwerbung der Probanden in einer großen thematisch nicht beschränkten Facebook Gruppe mit derzeit 3.672 Mitgliedern stattfand und sich daraufhin weitere elf Freiwillige unterschiedlichen Alters, Geschlechts sowie Bildungshintergrunds meldeten. Weitere drei Teilnehmer sind als Erzieherinnen respektive eine als Praktikantin in einer Kindertagesstätte tätig, die freundlicherweise die Räumlichkeiten für das Experiment an Tag eins zur Verfügung stellten.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung des effizienten Produkttrainings ein und formuliert die zentralen Thesen sowie das methodische Vorgehen der Arbeit.
2 Lernen mit allen Sinnen: Hier werden der theoretische Bezugsrahmen des Lernens, neurologische Grundlagen, das limbische System sowie verschiedene Ansätze des multisensualen Lernens und Lerntypentheorien erörtert.
3 Experiment „Nürnberger Trichter“ vs. „Bauplan“: Dieses Kapitel beschreibt das Design des feldähnlichen Experiments, die Auswahl der Probanden, die verwendeten Materialien und den standardisierten Ablauf der zwei Versuchsdurchgänge.
4 Präsentation und Analyse der Ergebnisse: Die erhobenen Daten werden grafisch aufbereitet und im Hinblick auf die fünf zu Beginn formulierten Thesen statistisch analysiert und diskutiert.
5 Ergebnisse im wissenschaftlichen Gesamtkontext und Ausblick: Die Erkenntnisse aus dem Experiment werden reflektiert, in den wissenschaftlichen Kontext eingeordnet und Anregungen für weiterführende Forschung sowie Folgethesen formuliert.
Multisensuales Lernen, Produkttraining, Motivation, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Experiment, Lernmethoden, Weiterbildung, Effizienzsteigerung, Neurowissenschaft, Konstruktivismus, Lernstile, Lerntypen, Gedächtnisleistung, Wissenserwerb.
Die Arbeit untersucht, ob die Anwendung multisensualer Lernmethoden (Lernen mit mehreren Sinnen) die Effizienz von Produkttrainings bei Erwachsenen steigern kann, um Faktenwissen nachhaltiger zu vermitteln.
Die zentralen Felder umfassen die neurobiologischen Grundlagen des Lernens, die Bedeutung von Emotion und Motivation für den Lernerfolg sowie die praktische Überprüfung von Lernmethoden im betrieblichen Umfeld.
Das primäre Ziel ist es festzustellen, ob eine multisensuale Lehrmethode („Bauplan“) im Vergleich zur klassischen Unterrichtsmethode („Nürnberger Trichter“) den Lernerfolg und die Motivation von Teilnehmenden in Produkttrainings verbessert.
Es wurde ein quasi-feldähnliches Vorabexperiment durchgeführt, bei dem elf Teilnehmende an zwei verschiedenen Tagen zwei unterschiedliche Lernmethoden durchliefen, um deren Effekt auf das Kurz- und Langzeitgedächtnis sowie die Motivation zu testen.
Im Hauptteil werden neben den theoretischen Grundlagen zum Lernen die genaue Versuchsplanung, die Durchführung des Experiments sowie die detaillierte statistische Analyse der Ergebnisse und deren wissenschaftliche Interpretation dargelegt.
Die Arbeit ist charakterisiert durch die Begriffe: Multisensuales Lernen, Produkttraining, Motivation, Lernerfolg, Experiment, Gedächtnisleistung und betriebliche Weiterbildung.
Das limbische System gilt als Zentrum für Emotionen und Motivation, welche laut herrschender Lehrmeinung einen signifikanten Einfluss auf die Verarbeitungstiefe von Lerninhalten und damit auf deren Speicherung im Langzeitgedächtnis haben.
Die Ergebnisse liefern lediglich marginale Hinweise auf unterschiedliche Lerntypen und die These, dass das Experiment die Lerntypen-Theorie verifiziert, gilt im Rahmen dieser Arbeit als widerlegt.
Es konnte keine Korrelation zwischen der subjektiv empfundenen Motivation der Teilnehmenden und der Anzahl der korrekt erinnerten Merkmale festgestellt werden; in beiden Lernmethoden war die Motivation ähnlich hoch, obwohl die Lernergebnisse variierten.
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