Bachelorarbeit, 2006
42 Seiten, Note: 1,3
1 EINFÜHRUNG
2 DIE DOLLARBINDUNG DES RENMINBI ALS BEISPIEL EINES EINSEITIG FIXIERTEN WECHSELKURSES
2.1 Grundlagen der Theorie fester Wechselkurse
2.1.1 Die stabilisierende Wirkung des Festkurses auf die Wettbewerbsfähigkeit auf dem Gütermarkt
2.1.2 Zahlungsbilanzausgleich
2.1.3 Zahlungsbilanzfinanzierung
2.1.4 Geldmengensterilisation
2.2 Die Wechselkursanbindung Chinas in der Praxis
2.2.1 Aspekte des Renminbi-„Peg“
2.2.2 Kapitalverkehrskontrollen
2.2.3 Internationale Kritik
3 DER EFFEKT EINER RENMINBI-AUFWERTUNG AUF DIE US LEISTUNGSBILANZ
3.1 Einführung
3.2 Die Rolle Chinas als Exportplattform
3.2.1 Außenhandel und Direktinvestitionen in China – Empirische Befunde
3.2.2 Interpretation der Ergebnisse – Chinas Rolle im ostasiatischen Produktions- und Handelsnetzwerk
3.3 Die zu erwartende Reaktion der amerikanischen Leistungsbilanz auf eine Renminbi-Aufwertung
4 DER EINFLUSS DES FESTKURSES AUF DIE CHINESISCHE BINNENWIRTSCHAFT
4.1 Einführung
4.2 Grenzen der Geldmengensterilisation
4.2.1 Inflationsgefahr
4.2.2 Ineffiziente Ressourcenallokation und der marode Bankensektor
4.2.3 Das Problem der „Conflicted Virtue“
5 FAZIT
Die Arbeit analysiert die Problematik des festen Wechselkurssystems Chinas unter Berücksichtigung der Dollaranbindung des Renminbi. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie sich eine Flexibilisierung des Wechselkurses auf die US-Leistungsbilanz auswirken würde und welche binnenwirtschaftlichen Risiken für China mit der Aufrechterhaltung des Festkurssystems verbunden sind.
3.2.2 Interpretation der Ergebnisse – Chinas Rolle im ostasiatischen Produktions- und Handelsnetzwerk
Gaulier/Lemoine/Ünal-Kesenci interpretieren die Ergebnisse aus Kapitel 3.2.1 als Ausprägung eines sich seit den 1980er Jahren erhöhenden Integrationsgrades des ostasiatischen Wirtschaftsraums, der sich in intensiver zwischenstaatlicher Arbeitsteilung und der Herausbildung eines dichten Produktions- und Handelsnetzwerks äußert. Im Sinne eines „erweiterten“ Heckscher-Ohlin-Modells komparativer Faktorvorteile übernimmt China in diesem Netzwerk zunehmend die zentralen Funktionen der arbeitsintensiven „low-tech“-Endmontage und der Exportplattform in den Westen, vor allem in die USA.
Allgemeiner Ausgangspunkt der Argumentation von Gaulier/Lemoine/Ünal-Kesenci ist die zunehmende technische Differenzierung von Industriegütern und die damit einhergehende ansteigende Komplexität der Güterproduktion. Die Erhöhung der Anzahl der Produktionsstufen und die steigenden technologischen Anforderungen vergrößern die Produktivitätsunterschiede zwischen den einzelnen Stufen des Wertschöpfungsprozesses innerhalb eines Landes erheblich. Da es zudem immer einfacher wird, den Produktionsgang in abgeschlossene, voneinander unabhängige Teilprozesse zu zerlegen, wird es für die einzelnen Länder unter der Annahme eines Spezialisierungsstrebens zunehmend ineffizient, eine „horizontale“ Spezialisierung zu realisieren. Vielmehr ist eine Tendenz zur Konzentration auf einzelne Stufen des Wertschöpfungsprozesses zu beobachten. Durch eine nunmehr „vertikale“ Spezialisierung ist eine intensivere Realisierung der individuellen komparativen Faktor- und Produktivitätsvorteile im Sinne des Heckscher-Ohnlin-Modells möglich.
1 EINFÜHRUNG: Die Einleitung beleuchtet die wirtschaftliche Transformation Chinas seit 1978 und die Bedeutung des Wechselkurssystems für den Außenhandel und ausländische Direktinvestitionen.
2 DIE DOLLARBINDUNG DES RENMINBI ALS BEISPIEL EINES EINSEITIG FIXIERTEN WECHSELKURSES: Dieses Kapitel erläutert theoretische Grundlagen fester Wechselkurse und überträgt diese auf die chinesische Praxis, inklusive der Rolle von Kapitalverkehrskontrollen.
3 DER EFFEKT EINER RENMINBI-AUFWERTUNG AUF DIE US LEISTUNGSBILANZ: Hier wird untersucht, ob eine Aufwertung des Renminbi tatsächlich das US-Leistungsbilanzdefizit reduzieren könnte, wobei insbesondere die Rolle Chinas in ostasiatischen Handelsnetzwerken analysiert wird.
4 DER EINFLUSS DES FESTKURSES AUF DIE CHINESISCHE BINNENWIRTSCHAFT: Dieses Kapitel analysiert die internen Kosten des Festkurssystems, insbesondere die Schwierigkeiten der Geldmengensterilisation, Inflationsgefahren und Probleme im maroden Bankensektor.
5 FAZIT: Das Fazit fasst zusammen, dass das Festkurssystem zwar stabilisierend wirkte, aber durch die zunehmende wirtschaftliche Öffnung und globale Integration zunehmend unter Druck gerät.
Renminbi, Dollarbindung, Festkurs, Leistungsbilanz, Geldmengensterilisation, Kapitalverkehrskontrollen, Außenhandel, Direktinvestitionen, Produktionsnetzwerke, Industrielle Aufholprozesse, Inflation, Bankensektor, China, USA, Wechselkurspolitik.
Die Arbeit untersucht die ökonomische Problematik des festen Wechselkursregimes in China, bei dem der Renminbi an den US-Dollar gekoppelt ist, und die daraus resultierenden externen und internen Auswirkungen.
Zentral sind die Stabilitätseffekte von Festkursen, die Rolle Chinas als Exportplattform in Asien, die Herausforderungen der Geldmengensteuerung sowie die Auswirkungen auf den Bankensektor und das Leistungsbilanzdefizit der USA.
Es wird untersucht, ob eine Aufwertung des Renminbi zu einer signifikanten Verbesserung der US-Leistungsbilanz führen würde und welche binnenwirtschaftlichen Probleme Chinas durch die starre Kopplung an den Dollar entstehen.
Es handelt sich um eine theoretische und empirische Analyse, die auf ökonomischen Modellen (wie dem Heckscher-Ohlin-Modell und dem Trilemma der Währungspolitik) sowie auf der Auswertung aktueller Wirtschaftsdaten und Literatur basiert.
Der Hauptteil analysiert den theoretischen Rahmen der Geldmengensterilisation, die Einbettung Chinas in ostasiatische Handelsnetzwerke und die Gefahren einer konjunkturellen Überhitzung durch das Festhalten am Wechselkurs.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Renminbi-Aufwertung, Kapitalverkehrskontrollen, Leistungsbilanz und Geldmengensterilisation geprägt.
Es beschreibt das Dilemma, dass China als Land mit hohen Ersparnissen durch die Kopplung an den Dollar einen substantiellen Wohlstandsverlust bei einer notwendigen Aufwertung riskiert.
NPLs stehen für „Non-Performing Loans“ (faule Kredite). Sie belasten den chinesischen Bankensektor massiv, da Investitionen oft durch Kredite an unrentable Projekte finanziert wurden.
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