Bachelorarbeit, 2019
56 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretische und konzeptionelle Grundlagen
2.1 Das Start-up
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Der Entrepreneur des zu finanzierenden Unternehmen
2.1.3 Relevante Phasen im Verlauf der Entwicklung eines Start-up
2.1.4 Finanzierungsmöglichkeiten
2.2 Grundlagen Venture Capital Finanzierung
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Venture Capital Finanzierungsprozess
2.3 Syndizierung
2.3.1 Begriffsdefinition
2.3.2 Begriffsdefinition in Verbindung mit Venture Capital Finanzierungen
2.3.3 Phasen der Syndizierung von Venture Capital
3 Methodik
4 Ergebnisse der Literaturrecherche
4.1 Gründe der syndizierten Venture Capital Finanzierung der VCG
4.1.1 Portfoliodiversifikation
4.1.2 Status der Venture Capital Gesellschaft
4.1.3 Reziprozität
4.1.4 Renditeaussichten
4.1.5 Management der Beteiligung
4.1.6 Ausstieg aus der Finanzierung
4.2 Gründe der syndizierten Venture Capital Finanzierung des Start-up
4.2.1 Kapitalakquisition
4.2.2 Managementunterstützung
4.2.3 Rufentwicklung
5 Diskussion
5.1 Auswertung der Analyse
5.2 Implikation
5.3 Limitation
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Dynamiken und Effekte der Finanzierung von Start-ups durch syndiziertes Venture Capital. Ziel ist es, aus einer Literaturanalyse positive und negative Effekte dieser Finanzierungsform sowohl für die beteiligten Venture Capital Gesellschaften als auch für die finanzierten Start-ups zu identifizieren und für die Praxis sowie zukünftige Forschung aufzuarbeiten.
4.1.1 Portfoliodiversifikation
Zur Syndizierung von VCF von jungen Unternehmen aus der Perspektive der Beteiligungsgesellschaft ist die Diversifikation des Portfolios ein wichtiger Grund. Daraus resultiert die Minderung des Portfoliorisikos der VCG. Im Mittelpunkt des Sachverhalts steht der Diversifikationseffekt. Dieser beinhaltet die Minderung des Risikos der VCG durch die Bildung von Portfolios. Auf Basis der Annahme nicht exakt korrelierender Renditen der Unternehmen, welche das Portfolio bilden, ergibt sich die Reduktion des Risikos (Gerke & Bank, 1998, S. 279). Die Übertragung des Diversifikationsprinzips kann ebenfalls im Bereich der VCF erfolgen und ausgenutzt werden. Durch das Aufteilen einer festen Investitionssumme auf ein Portfolio von Unternehmen kann die VCG erreichen, dass eine Reduktion des Risikos des Investitionskapitals erfolgt (Wang, Wang, Lu, 2002, S. 71). Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einer Syndizierten VCF kommt, steht im positiven Verhältnis zur Größe der Investitionssumme (Deli & Santhanakrishnan, 2010, S. 572).
Hopp und Rieder konnten anhand ihrer empirischen Analyse von 1485 PU nachweisen, dass Syndizierungen intensiver bei jüngeren Unternehmen durchgeführt werden. Zudem wurde herausgefunden, dass mit Anzahl der Syndizierungen im Netzwerk eine Konzentration dieser auf bestimmte Branchen festzustellen ist. Die Ergebnisse der Analyse deuten ebenfalls darauf hin, dass VCG dazu neigen, neue Co-Investoren aufzunehmen, wenn Branchengrenzen überschritten werden (Hopp & Rieder, 2011, S. 3099 ff.).
Wie bereits in Kapitel 2.2.2 erwähnt hat der VCG jedoch nicht nur die Aufgabe, die finanziellen Mittel einzubringen. Dem folgen ebenfalls das Erbringen von nicht finanziellen Leistungen in Form von diversen Managementunterstützungen. Je intensiver sich die VCG den Diversifikationseffekt versucht zu Nutze zu machen, desto größer ist auch deren Aufgabe der Unterstützung. Jedoch stehen beide Formen von Mitteln lediglich begrenzt zur Verfügung, wodurch ein Abwägen der optionalen Anzahl an Portfoliounternehmen zur Risikodiversifikation und die Intensität der Unterstützung, welche ein PU erhalten sollte, erfolgen muss.
1 Einleitung: Stellt die Relevanz der Venture Capital Finanzierung für Start-ups dar, definiert die Forschungsfragen zu den Effekten von Syndizierungen und erläutert den Aufbau der Arbeit.
2 Theoretische und konzeptionelle Grundlagen: Vermittelt das notwendige Basiswissen über Start-ups, den Venture Capital Prozess und definiert den Begriff der Syndizierung im Finanzkontext.
3 Methodik: Beschreibt das methodische Vorgehen der unsystematischen Literaturanalyse mittels Fachdatenbanken zur Beantwortung der Forschungsfragen.
4 Ergebnisse der Literaturrecherche: Analysiert die Gründe für eine Syndizierung aus Sicht der Investoren (z.B. Risikostreuung, Reputation) und der Start-ups (z.B. Kapitalzugang, Expertise).
5 Diskussion: Bewertet die Ergebnisse kritisch, leitet Implikationen für die Praxis ab und benennt die Limitationen der wissenschaftlichen Untersuchung.
Venture Capital, Syndizierung, Start-up, Lead-Investor, Portfoliodiversifikation, Reziprozität, Unternehmensfinanzierung, Beteiligungsmanagement, Investitionsrisiko, Due Diligence, Exit, Reputation, Kapitalakquisition, Netzwerkstrukturen, Gründungsfinanzierung
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Finanzierung von Start-ups durch syndiziertes Venture Capital, also der gemeinsamen Beteiligung mehrerer Investoren an einem Unternehmen.
Die zentralen Themen sind der Venture Capital Finanzierungsprozess, die strategische Motivation von Investoren (Syndikaten) und die konkreten Auswirkungen dieser Finanzierungsform auf junge Unternehmen.
Ziel ist die Identifikation der positiven und negativen Effekte, die aus der Zusammenarbeit mehrerer Venture Capital Geber in einem Syndikat für alle beteiligten Parteien resultieren.
Der Autor verwendet eine unsystematische Literaturanalyse, bei der Fachartikel aus einschlägigen wirtschaftswissenschaftlichen Datenbanken systematisch ausgewertet und verknüpft werden.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen (Start-ups, VCF, Syndizierung) geklärt, gefolgt von einer detaillierten Analyse der Beweggründe für Syndizierungen sowohl aus Investorensicht als auch aus Sicht der Start-ups.
Kernbegriffe sind insbesondere Venture Capital, Syndizierung, Portfoliodiversifikation, Reziprozität und Beteiligungsmanagement.
Der Lead-Investor übernimmt die Führungsrolle, hält meist den größten Anteil und ist für das Beteiligungsmanagement sowie die laufende Betreuung und Kontrolle des Start-ups verantwortlich.
Der Spill-over Effekt beschreibt die Übertragung des guten Rufs oder der Reputation von einem renommierten Partner auf andere Syndikatspartner oder das Start-up selbst, was dessen Wahrnehmung am Markt positiv beeinflusst.
Reziprozität bezieht sich auf den gegenseitigen Austausch von Ressourcen. VCGs, die in der Vergangenheit anderen Partnern Einladungen zu Finanzierungen ausgesprochen haben, erhalten mit höherer Wahrscheinlichkeit selbst Einladungen für zukünftige Projekte.
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