Bachelorarbeit, 2019
64 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Arten der Betriebsaufspaltung
2.1 Echte Betriebsaufspaltung
2.2 Unechte Betriebsaufspaltung
2.3 Sonderformen
2.3.1 Klassische Betriebsaufspaltung
2.3.2 Umgekehrte Betriebsaufspaltung
2.3.3 Kapitalistische Betriebsaufspaltung
2.3.4 Mitunternehmerische Betriebsaufspaltung
3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung
3.1 Sachliche Verflechtung
3.1.1 Wesentliche Betriebsgrundlage
3.1.1.1 Grundstücke und Gebäude
3.1.1.2 Bewegliche Wirtschaftsgüter
3.1.1.3 Immaterielle Wirtschaftsgüter
3.1.2 Nutzungsüberlassung
3.1.3 Entwicklung der Rechtsprechung
3.2 Personelle Verflechtung
3.2.1 Beteiligungsidentität
3.2.1 Beherrschungsidentität
3.3 Wegfall der sachlichen oder personellen Voraussetzungen
4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung
4.1 Allgemeines
4.2 Besteuerung des Besitzunternehmens
4.2.1 Umfang des Betriebsvermögens
4.2.2 Umqualifizierung des Besitzunternehmens
4.3 Besteuerung des Betriebsunternehmens
5 Vor- und Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung
5.1 Vorteile der klassischen Betriebsaufspaltung
5.1.1 Haftungsbeschränkung
5.1.2 Steuerliche Vorteile
5.1.3 Weitere Vorteile der Betriebsaufspaltung
5.2 Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung
5.2.1 Gewerblichkeit der Besitzgesellschaft
5.2.2 Betriebs- und Privatvermögen
5.2.3 Beendigung der Betriebsaufspaltung
5.2.4 Verdeckte Gewinnausschüttungen
5.2.5 Erhöhter Verwaltungsaufwand
5.2.6 Weitere Nachteile der Betriebsaufspaltung
6 Gestaltungsansätze
6.1 Wiesbadener Modell
6.2 Zwischenschaltung einer Vermietungsgesellschaft
6.3 Änderung der Stimmrechtsverhältnisse
6.4 Beendigung der klassischen Betriebsaufspaltung
6.4.1 Schaffung der Voraussetzungen des § 15 Abs. 3 Nr. 1 EStG
6.4.2 Ruhenlassen des Betriebs
6.4.3 Betriebsverpachtung im Ganzen
6.4.4 Einbringung in eine andere Gesellschaft
7 Zusammenfassende Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht das steuerliche Rechtsinstitut der Betriebsaufspaltung, bei dem ein bisher einheitliches Unternehmen in ein Besitzunternehmen und ein Betriebsunternehmen aufgeteilt wird. Ziel ist es, die Voraussetzungen dieser Aufspaltung darzulegen, die Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung zu beleuchten sowie Vor- und Nachteile gegenüberzustellen. Zudem werden verschiedene Gestaltungsansätze analysiert, um steuerliche Risiken wie eine ungewollte Aufdeckung stiller Reserven bei einer Betriebsaufgabe zu vermeiden.
2.1 Echte Betriebsaufspaltung
Die echte Betriebsaufspaltung wird auch als typische oder eigentliche Betriebsaufspaltung bezeichnet.16 Dabei wird ein bisher einheitliches Unternehmen, kraft Willensentscheidung seiner Unternehmer, in zwei rechtlich selbstständige Unternehmen aufgespalten.17 „Das bisherige Unternehmen (Besitzunternehmen) überträgt die Produktion oder den Vertrieb, meist beide zusammen, auf ein neu gegründetes Unternehmen (Betriebsunternehmen).“18
Der typische Fall einer echten Betriebsaufspaltung besteht darin, dass einer bestehenden Personengesellschaft, die in der Folge die Rolle der Besitzpersonengesellschaft einnimmt, eine von deren Gesellschaftern gegründete Kapitalgesellschaft vorgeschaltet wird. Hier wird meist die Form der GmbH gewählt, wobei die Gesellschafter an dieser in der Regel in dem Verhältnis der Personengesellschaft beteiligt sind.19
Das bisherige Unternehmen behält sein Anlagevermögen ganz oder teilweise zurück und vermietet bzw. verpachtet dieses an das neue Betriebsunternehmen. Dabei müssen die zurückbehaltenen Anlagegüter für die Betriebs-GmbH mindestens eine funktional wesentliche Betriebsgrundlage bilden.20
Dem BFH zufolge beschreibt der Begriff der echten Betriebsaufspaltung den klassischen Fall, „bei dem der bisher von dem Besitzunternehmen geführte Betrieb als solcher auf das neugegründete Betriebsunternehmen übergeht, Wirtschaftsgüter, insbesondere Grundbesitz, die zu den wesentlichen Grundlagen des übergangenen Betriebs gehören, aber bei dem Besitzunternehmen verbleiben“21.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, warum Unternehmen durch eine Betriebsaufspaltung in Besitz- und Betriebsunternehmen aufgeteilt werden, um Haftungsreduzierung mit steuerlichen Vorteilen zu kombinieren.
2 Arten der Betriebsaufspaltung: Hier werden die verschiedenen Erscheinungsformen der Betriebsaufspaltung erläutert, unterteilt nach ihrer Entstehungsweise sowie ihrer Rechtsformstruktur.
3 Voraussetzungen der Betriebsaufspaltung: Dieses Kapitel erläutert detailliert die notwendigen Kriterien, nämlich die sachliche und die personelle Verflechtung, welche für die steuerliche Anerkennung erforderlich sind.
4 Rechtsfolgen der klassischen Betriebsaufspaltung: Es werden die steuerlichen Konsequenzen für die beiden nun selbstständigen Rechtsträger, Besitz- und Betriebsunternehmen, bei der laufenden Ertragsbesteuerung analysiert.
5 Vor- und Nachteile der klassischen Betriebsaufspaltung: Die Gegenüberstellung beleuchtet sowohl die Motive wie Haftungsbeschränkung und steuerliche Optimierung als auch die Risiken wie Verwaltungsaufwand und die Gefahr einer ungewollten Betriebsaufgabe.
6 Gestaltungsansätze: Verschiedene Modelle und Ansätze zur Vermeidung einer Betriebsaufspaltung oder zur gewinnneutralen Beendigung werden kritisch diskutiert.
7 Zusammenfassende Ergebnisse: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit vorausschauender Planung angesichts der steuerlichen Risiken bei der Betriebsaufspaltung.
Betriebsaufspaltung, Besitzunternehmen, Betriebsunternehmen, sachliche Verflechtung, personelle Verflechtung, wesentliche Betriebsgrundlage, Betriebsaufgabe, Haftungsbeschränkung, Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, verdeckte Gewinnausschüttung, stille Reserven, Unternehmensnachfolge, Umwandlungssteuergesetz, Wiesbadener Modell.
Die Arbeit befasst sich mit der Betriebsaufspaltung, einem steuerlichen Rechtsinstitut, bei dem ein vormals einheitliches Unternehmen in ein Besitz- und ein Betriebsunternehmen aufgeteilt wird.
Die Arbeit behandelt die Arten der Betriebsaufspaltung, deren Voraussetzungen (sachliche und personelle Verflechtung), die steuerlichen Rechtsfolgen, die Vor- und Nachteile sowie verschiedene Gestaltungs- und Vermeidungsansätze.
Das Ziel ist es, die komplexen steuerlichen Rahmenbedingungen der Betriebsaufspaltung aufzuzeigen und dem Leser ein Verständnis für die Vorteile sowie die erheblichen Risiken dieses Rechtsinstituts zu vermitteln.
Es handelt sich um eine rechtswissenschaftliche und steuerrechtliche Untersuchung, die stark auf der stetigen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Arten und Voraussetzungen, die Analyse der Rechtsfolgen, eine kritische Gegenüberstellung von Vor- und Nachteilen sowie die Erörterung praktischer Gestaltungsmodelle.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Betriebsaufspaltung, Verflechtungskriterien, steuerliche Umqualifizierung und die Vermeidung einer ungewollten Betriebsaufgabe.
Bei der echten Betriebsaufspaltung entsteht das Doppelunternehmen durch eine tatsächliche Aufteilung des Betriebs, während bei der unechten Form Besitz- und Betriebsunternehmen voneinander unabhängig errichtet werden oder ein Besitzunternehmen zu einer bereits bestehenden Betriebsgesellschaft hinzukommt.
Die Überlassung einer wesentlichen Betriebsgrundlage ist zwingende Voraussetzung für die sachliche Verflechtung und damit für das steuerliche Vorliegen einer Betriebsaufspaltung. Fällt diese weg, droht eine steuerpflichtige Betriebsaufgabe.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

