Forschungsarbeit, 2006
40 Seiten, Note: keine, Schein erhalten
1 Einleitung
2 Theoretischer Bezugsrahmen & Forschungsstand
2.1 Theoretischer Bezugsrahmen
2.2 Forschungsstand
3 Zielsetzung, Fragestellung und Hypothesen
3.1 Begründung und Zielsetzung
3.2 Fragestellung
3.3 Hypothesen
4 Methodisches Vorgehen
4.1 Forschungsdesign
4.2 Datenrecherche
4.3 Fragebogentwicklung
4.4 Stichprobenbildung
4.5 Datenerfassung
4.6 Datenanalyse
5 Ergebnisse
5.1 Kopfbogen
5.2 Fragenteil
5.2.1 Frage 1
5.2.2 Frage 2
5.2.3 Frage 3
5.2.4 Frage 4
5.2.5 Frage 5
6 Diskussion
7 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die subjektiven Erfahrungen des Personals im Umgang mit psychisch auffälligen Patienten in nichtpsychiatrischen Fachbereichen zu untersuchen, die Problematik empirisch zu hinterfragen und den Bedarf an unterstützenden Maßnahmen zu erheben.
1 Einleitung
„Die ‚Frau Hallo’ aus Zimmer 8 hat wieder die ganze Nacht gerufen und ist im Zimmer rumgegeistert.“, „Der Patient M… jammert immer nur, wenn ich ins Zimmer komme. Dabei kann der gar keine Schmerzen mehr haben.“ Solche oder ähnliche Beschreibungen von psychisch auffälligen Patienten konnte ich des Öfteren während der Dienstübergabe des Pflegepersonals in Bereichen außerhalb des psychiatrischen Fachbereiches mit anhören, wenn ich als Praxisanleiter dort tätig wurde. Meistens konnte dabei gleichzeitig eine offensichtliche Überforderung und Unsicherheit des Personals im Umgang mit diesen Patienten festgestellt werden.
Man kann nun sagen: Das Pflegepersonal braucht sich doch bloß in Fachliteratur zu belesen oder entsprechende Weiterbildungen besuchen. Natürlich gibt es umfangreiche Fachliteratur und auch Weiterbildungen, wenn man sich über psychische Störungen informieren will. Fast ausschließlich sind diese aber auf konkrete Pflege- und Problemsituationen in der Psychiatrie zugeschnitten und helfen z.B. einer Gesundheits- und Krankenpflegerin auf einer chirurgischen Station nur eingeschränkt weiter, weil sie in ihrem Arbeitsumfeld ganz andere Organisations- und Fachstrukturen vorfindet. Des Weiteren ist für das Pflegepersonal auf einer somatisch ausgerichteten Station weniger die Behandlung einer eventuellen psychischen Störung Kern der Problematik, sondern eher die Schwierigkeiten im Umgang mit auftretenden Symptomen. Auch an dieser Stelle ist die Beratung durch Fachliteratur oder Weiterbildungen dünn gesät.
1 Einleitung: Die Einleitung schildert die persönliche Beobachtung der Autorin hinsichtlich der Überforderung von Personal bei psychisch auffälligen Patienten auf somatischen Stationen und definiert das Ziel der Arbeit.
2 Theoretischer Bezugsrahmen & Forschungsstand: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie „psychische Störung“ und „psychisch auffällig“ und beleuchtet die epidemiologische Lage sowie den Forschungsstand.
3 Zielsetzung, Fragestellung und Hypothesen: Hier werden die wissenschaftliche Begründung, die zentralen Fragestellungen der Studie sowie die zu prüfenden Hypothesen dargelegt.
4 Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt das quantitative Forschungsdesign, die Datenrecherche, die Entwicklung des Fragebogens sowie die Stichprobenbildung und Datenauswertung.
5 Ergebnisse: Die Ergebnisse der Mitarbeiterbefragung werden hier anhand der fünf Hauptfragen des Fragebogens detailliert dargestellt und grafisch veranschaulicht.
6 Diskussion: In der Diskussion werden die Ergebnisse interpretiert, kritisch reflektiert und in den Kontext möglicher Verzerrungseffekte wie der sozialen Erwünschtheit gesetzt.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen, beantwortet die Fragestellungen und gibt Empfehlungen für weiterführende pflegewissenschaftliche Arbeiten und Konsequenzen für die Klinikpraxis.
Allgemeinkrankenhaus, Psychisch auffälliger Patient, Nichtpsychiatrischer Fachbereich, Pflegepersonal, Problempatient, Bedarfserhebung, Ist-Analyse, Psychische Störung, Fachübergreifende Zusammenarbeit, Weiterbildung, Soziale Erwünschtheit, Psychiatrisches Konsil, Überforderung, Symptomerkennung, Pflegepraxis.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Problematik und den Herausforderungen, denen sich Personal auf nichtpsychiatrischen Stationen im Allgemeinkrankenhaus gegenüber sieht, wenn sie psychisch auffällige Patienten betreuen.
Zentrale Themen sind die wahrgenommene Problematik im Umgang, das subjektive Sicherheitsempfinden des Personals sowie der konkrete Bedarf an Unterstützung, wie etwa durch Weiterbildungen oder Konsile.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob das Personal den Umgang mit psychisch auffälligen Patienten in somatischen Fachbereichen als problematisch erlebt und welche Konsequenzen sich das Personal zur Unterstützung wünscht.
Es wurde eine quantitative Ist-Analyse in Form einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung durchgeführt, bei der 240 Fragebögen in vier verschiedenen somatischen Fachbereichen ausgegeben wurden.
Im Hauptteil werden neben dem theoretischen Rahmen und dem Forschungsstand das methodische Vorgehen, die detaillierte Ergebnisdarstellung der Umfrage sowie eine kritische Diskussion der Befunde präsentiert.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Allgemeinkrankenhaus, psychisch auffälliger Patient, Problempatient, Pflegepersonal, Bedarfserhebung und interdisziplinäre Zusammenarbeit charakterisieren.
Intensivstationen wurden ausgeschlossen, da das Patientenklientel und der Personalschlüssel dort so stark von den Normalstationen abweichen, dass eine direkte Vergleichbarkeit nur schwer realisierbar gewesen wäre.
Damit ist die „soziale Erwünschtheit“ gemeint, bei der Befragte ihre Antworten so anpassen, dass sie den erwarteten professionellen Standards entsprechen, was zu einer Verzerrung der tatsächlichen Einschätzung führen kann.
Die häufigsten Wünsche für eine bessere Bewältigung der Situation waren eine spezifische Weiterbildung zum Thema, die Inanspruchnahme ärztlicher Konsile sowie die Überweisung der Patienten in die Psychiatrie.
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