Akademische Arbeit, 2020
58 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Illustration
2.1. Begriffsklärung und Funktion
2.2. Formen der Illustration
2.2.1. Bildarten
2.2.2. Bildausschnitte und Perspektiven
2.2.3. Techniken
2.3. Darstellungsweisen und Stile
2.3.1. ‚Kindgemäße‘ Darstellungsweisen
2.4. Illustration von fantastischen Erzählungen
2.5. Eine Kunst zweiter Klasse?
2.6. Das Bilderbuch
2.6.1. Zur Bedeutung des Bilderbuchs
2.6.2. Das Bilderbuch in Abgrenzung zum illustrierten Buch
2.7. Interpendenz von Bild und Text
3. Vergleichende Bildanalyse zum Werk ‚Alice im Wunderland‘
3.1. Zur Erstausgabe
3.1.1. Illustrator
3.1.2. Bildanalyse: Das Caucus-Rennen
3.1.3. Bildanalyse: Eine verrückte Teegesellschaft
3.1.4. Bildanalyse: Der Tränensee
3.2. Zur Ausgabe von Robert Ingpen
3.2.1. Illustrator
3.2.2. Bildanalyse: Das Caucus-Rennen
3.2.3. Bildanalyse: Eine verrückte Teegesellschaft
3.2.4. Bildanalyse: Der Tränensee
3.3. Zur Disney-Ausgabe
3.3.1. IllustratorIn
3.3.2. Bildanalyse: Das Caucus-Rennen
3.3.3. Bildanalyse: Eine verrückte Teegesellschaft
3.3.4. Bildanalyse: Der Tränensee
3.4. Fazit zu den Bildanalysen
4. Ziele der Kunstpädagogik
4.1. Allgemeine Ziele der Kunstpädagogik
4.2. Ziele der Kunstpädagogik in der Grundschule
5. Relevanz der Auseinandersetzung mit Buchillustrationen für den Kunstunterricht in der Primarstufe
5.1. Warum Bildbetrachtung in Buchform?
5.2. Bild-Lese-Kompetenz
5.3. Kreativitätsförderung
6. Umsetzungsformen für den Unterricht und ihre didaktische Begründung
6.1. Lehrplanbezug
6.2. Inszenierte Begegnung mit der Illustration
6.3. Hinführung und Durchführung der ästhetisch-bildnerischen Praxis
6.4. Betrachtung und Reflexion der produzierten Werke
6.5. Bewertung der ästhetisch-bildnerischen Praxis
7. Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Eignung von Buchillustrationen als Medium für den Kunstunterricht in der Primarstufe zu untersuchen und aufzuzeigen, welche Kompetenzen durch deren gezielte Auseinandersetzung gefördert werden können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Integration des Mediums in den schulischen Kontext, um Medienbildung und künstlerische Kreativität zu stärken.
3.1.2. Bildanalyse: Das Caucus-Rennen
Die vorliegende Illustration (Abb.1) stammt von John Tenniel und wurde in der Erstausgabe von ‚Alice in Wonderland‘ 1865 erstmals veröffentlicht. Dieses Bild ist Bestandteil des dritten Kapitels ‚A Caucus-Race and a Long Tale‘ (deutsche Übersetzung: ‚Caucus-Rennen und was daraus wird‘). Zum Kontext: Alice und die Maus, welche sie kurz zuvor kennengelernt hat, erreichen das Ufer des Sees, an welchem eine Gesellschaft aus wunderlichen Tieren versammelt ist. Alle Teilnehmer sind durchnässt und fühlen sich unbehaglich.
So wird eine Beratung darüber gehalten, wie sie sich trocknen könnten. Dodo, eine vogelähnliche, humanisierte Gestalt, schlägt schließlich vor ein Caucus-Rennen durchzuführen. Bei diesem starten alle Teilnehmer zu einem anderen Zeitpunkt und laufen im Kreis. Dodo beendet das Rennen nach einer Zeit und verkündet, dass alle gleichermaßen gewonnen haben. Jeder bekommt einen Preis, die Tiere je ein Zuckerplätzchen und Alice wird feierlich ein Fingerhut überreicht, welchen sie ihm zuvor aushändigen sollte. Es war der letzte Gegenstand, den das Mädchen bei sich hatte. Diese Übergabe wird hier dargestellt.
Alice und Dodo stehen in ihrer unmittelbaren Umgebung, demnach spricht man von einem totalen Bildausschnitt, es wird die Zentralperspektive angewendet (vgl. Punkt 2.2.2. Bildausschnitte und Perspektiven).
Im Vordergrund sind die beiden Protagonisten der Illustrationen in einer Seitenansicht zu erkennen. Deren Blicke sind einander zugewandt und Alice streckt ihre Hand aus, um den Preis, welcher nur schemenhaft zwischen Dodos Fingerspitzen zu erkennen ist, anzunehmen. Der Mittelgrund wird durch eine leere Bodenfläche eingenommen, deren Grundstruktur grob schraffiert ist. Die Schatten der beiden Hauptakteure sind darauf zu erkennen. Der Hintergrund wird von allerhand realistisch dargestellten Tieren eingenommen, zum Großteil verschiedene Vogelarten, welche frontal gezeichnet sind. Die drei verschiedenen Ebenen werden durch waagrechte, physisch nicht sichtbare Linien eingeteilt.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Buchillustration als Medium für den Kunstunterricht ein und formuliert die zentrale Zielsetzung der Arbeit.
2. Illustration: Dieses Kapitel erörtert theoretische Grundlagen der Illustration, inklusive Begriffsdefinitionen, Formen und dem Stellenwert als "angewandte Kunst".
3. Vergleichende Bildanalyse zum Werk ‚Alice im Wunderland‘: Hier werden Illustrationen aus drei verschiedenen Ausgaben von "Alice im Wunderland" analysiert, um die Vielfalt künstlerischer Umsetzungen aufzuzeigen.
4. Ziele der Kunstpädagogik: Dieses Kapitel definiert allgemeine Ziele der Kunstpädagogik und spezifische Anforderungen für den Kunstunterricht in der Grundschule.
5. Relevanz der Auseinandersetzung mit Buchillustrationen für den Kunstunterricht in der Primarstufe: Es wird begründet, warum die Arbeit mit Buchillustrationen zur Medienbildung, Bild-Lese-Kompetenz und Kreativitätsförderung beiträgt.
6. Umsetzungsformen für den Unterricht und ihre didaktische Begründung: Dieses Kapitel liefert praxisnahe Konzepte für den Kunstunterricht, basierend auf den vorangegangenen Analysen und dem LehrplanPLUS.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt den Mehrwert von Buchillustrationen für den Primarstufenunterricht.
Buchillustration, Kunstpädagogik, Primarstufe, Alice im Wunderland, Bildkompetenz, Bild-Lese-Kompetenz, Medienbildung, Kreativitätsförderung, Bildanalyse, Kunstunterricht, Illustrationstechniken, Grundschule, ästhetische Praxis, John Tenniel, Robert Ingpen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Potenzial von Buchillustrationen als Medium für den Kunstunterricht in der Grundschule und untersucht, wie diese zur künstlerischen Bildung beitragen können.
Die Arbeit umfasst die Theorie der Illustration, eine vergleichende Analyse von "Alice im Wunderland"-Illustrationen verschiedener Künstler, Ziele der Kunstpädagogik sowie didaktische Umsetzungsformen für den Unterricht.
Das Ziel ist es zu erörtern, inwieweit sich Buchillustrationen als Medium für den Kunstunterricht eignen und welche spezifischen Kompetenzen bei Grundschulkindern dadurch gefördert werden.
Die Arbeit basiert primär auf einer Literaturanalyse sowie einer eigenen vergleichenden Bildanalyse von neun spezifischen Buchillustrationen aus drei verschiedenen Werkausgaben.
Der Hauptteil entwickelt didaktische Konzepte, die von einer ersten "inszenierten Begegnung" mit Illustrationen bis hin zu einer ästhetisch-bildnerischen Praxis, Reflexion und Bewertung der Schülerergebnisse reichen.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bild-Lese-Kompetenz, ästhetische Praxis, Kreativitätsförderung und die spezifische Auseinandersetzung mit dem Werk "Alice im Wunderland" charakterisiert.
Das Werk bietet aufgrund seiner hohen Popularität eine enorme Vielfalt an künstlerischen Interpretationen aus verschiedenen Epochen, was einen besonders spannenden und fundierten Vergleich ermöglicht.
Die Autorin plädiert dafür, Illustrationen nicht als zweitklassige Kunstform zu betrachten, sondern als autonomes und wertvolles Medium, das weit über eine rein dienende Funktion zum Text hinausgeht.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

