Fachbuch, 2021
88 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
2 Allgemeine Definitionen und Situation
2.1 Digitalisierung
2.2 Urbanisierung
2.3 Ländliche Regionen
3 Allgemeines
3.1 Die Messmethodik der Attraktivität einer Region
3.2 IST-Zustand der Attra0ktivität deutscher Regionen und Städte
3.3 Problematik ländlicher Regionen
4 Voraussetzungen der Digitalisierung
5 Digitale Konzepte für ländliche Regionen
5.1 Telearzt und ENurse
5.2 Coworking Space
5.3 Distance School
5.4 Regionaler Onlinemarktplatz
5.5 Mobilität
5.6 Digitales Dorf und Nachbarschaftshilfe
6 Chancen und Grenzen der Digitalisierung
7 Praxisbeispiel der Attraktivitätsgewinnung der Altmark
7.1 Konzepte der Attraktivitätssteigerung
7.2 Umfrage zur Attraktivität der Konzepte
7.3 Aufbau und Hintergrund des Umfragebogens
7.4 Deskriptive Auswertung der Umfrageergebnisse
7.5 Konzeptbeurteilung und Fazit
8 Fazit
Die Arbeit untersucht, wie ländliche, strukturschwache Regionen durch digitale Konzepte an Attraktivität gewinnen können, um dem Trend der Abwanderung entgegenzuwirken und die Lebensqualität zu verbessern.
3.1 Die Messmethodik der Attraktivität einer Region
Um analysieren zu können wie eine strukturschwache Region durch die Digitalisierung an Attraktivität gewinnen kann, muss zunächst die Messmethodik der Attraktivität definiert werden. Wie kann die Attraktivität gemessen und somit auch verglichen werden mit anderen Regionen? Um diese Frage zu beantworten sollten die Stakeholder einer Stadt oder auch Region näher betrachtet werden. Die untere Abbildung 3 zeigt die Stakeholder, die eine Stadt umfassen. So besteht diese sowohl aus Bewohnern unterschiedlichster Altersstrukturen, Einzelhandel, Museen und Theater, also auch aus Touristen. Demnach kommen vielerlei Stakeholder mit unterschiedlichsten Interessen zusammen. Beispielsweise ist ein Interesse des jugendlichen Bürgers eine Schule in der Nähe zu besuchen, die Interessen der Familien betreffen eher die Arbeitsplätze und Mietpreise, der Einzelhandel interessiert sich für Arbeitskräfte und die Touristen für kulturelle Angebote und die Gastronomie.
So kann eine Region, unabhängig davon ob sie als Großstadt oder als ländliche Region gewertet wird, in 3 große Säulen untergliedert werden. Demnach fügt sich ein Standort in Bewohner, Touristen und Unternehmen die als Hauptinteressenten einen Standort indirekt selbst attraktiv machen und sich gegenseitig bedingen.
Als Messmethodik eignet sich der Blick auf die Binnenwanderungssalden. „Binnenwanderung umfasst die Wanderungsbewegungen, also Zu- und Fortzüge, die sich innerhalb eines bestimmten Territoriums vollziehen.“ Die überwiegenden Gründe der Migrationen beziehen sich auf die regionalen Arbeits-, Bildungs- und Wohnungsmärkte. Daher geben diese eine anteilige Messmethodik wieder, die die Attraktivitätsveränderung aus Bewohnerperspektive abbildet, als auch die unternehmerische Grundsituation annehmen lässt. Als zweite Messmethodik wird die Arbeitslosenquote in Anspruch genommen, welche die Arbeitssituation vor Ort veranschaulicht und Annahmen über die Hauptinteressenten Bewohner und die Ansässigkeit von Unternehmen erahnen lässt. Die dritte Variable bilden die Hebesätze für Gewerbesteuern der jeweiligen Gemeinden, um eine Situation für die Attraktivität für Unternehmen zu bekommen. Letzteres bilden die jährlichen Gästeübernachtungen, als prozentualen Anteil an der Bewohnerzahl die statistische Basis für die Attraktivitätsperspektive der Touristen.
1 Einleitung: Definiert die Problemstellung der Landflucht und den strukturellen Aufbau der Bachelorarbeit.
2 Allgemeine Definitionen und Situation: Setzt sich theoretisch mit den Grundbegriffen Digitalisierung, Urbanisierung und dem Status ländlicher Regionen auseinander.
3 Allgemeines: Erläutert die methodischen Ansätze zur Messung regionaler Attraktivität und vergleicht beispielhaft Berlin mit dem Landkreis Stendal.
4 Voraussetzungen der Digitalisierung: Beschreibt die notwendigen technologischen Rahmenbedingungen, insbesondere Breitbandausbau und Mobilfunkstandorte, für den digitalen Fortschritt.
5 Digitale Konzepte für ländliche Regionen: Stellt konkrete digitale Lösungsansätze in den Bereichen Telemedizin, Coworking, Bildung, Handel, Mobilität und soziale Vernetzung vor.
6 Chancen und Grenzen der Digitalisierung: Reflektiert die Potenziale zur Steigerung der Attraktivität gegenüber den realen infrastrukturellen Grenzen.
7 Praxisbeispiel der Attraktivitätsgewinnung der Altmark: Analysiert die spezifische Situation der Altmark und evaluiert durch Umfragen die Akzeptanz vorgeschlagener digitaler Konzepte.
8 Fazit: Fasst die Kernergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Bedeutung der Digitalisierung für die zukünftige Attraktivität ländlicher Räume.
Digitalisierung, ländliche Regionen, Altmark, Attraktivitätssteigerung, Urbanisierung, Coworking Space, Telemedizin, Breitbandausbau, Mobilität, Demografie, Landflucht, Binnenwanderung, Standortfaktor, regionale Wirtschaft, Online-Marktplatz
Die Bachelorarbeit untersucht, wie der Ausbau der digitalen Infrastruktur und der Einsatz digitaler Konzepte dazu beitragen können, die Attraktivität ländlicher Räume zu erhöhen und der Landflucht entgegenzuwirken.
Die zentralen Felder umfassen die Infrastruktur-Digitalisierung, die medizinische Versorgung (Telemedizin), neue Arbeitsformen (Coworking), digitale Bildungsangebote und regionale Mobilitätslösungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche digitalen Konzepte die Attraktivität auf dem Land verbessern können, basierend auf einer Analyse der Problemlage und einer empirischen Prüfung mittels Umfragen.
Es wird eine Kombination aus Literaturanalyse zur theoretischen Fundierung und eine empirische quantitative Analyse (Umfragen unter verschiedenen Stakeholdern) für das Praxisbeispiel Altmark angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition der Grundlagen, die Darstellung der technischen Voraussetzungen und die Vorstellung spezifischer digitaler Konzepte sowie deren praktische Erprobung in einer Fallstudie.
Wesentliche Begriffe sind Digitalisierung, Ländliche Entwicklung, Infrastruktur, Standortattraktivität, Telearzt, Coworking, Altmark und Binnenwanderung.
Die Arbeit identifiziert vor allem die Distanzüberwindung, berufliche Einschränkungen sowie eine unzureichende Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel und Breitbandnetze als Kernprobleme.
Die Altmark wird als eine der gefährdetsten Regionen Deutschlands eingestuft, was durch starke Bevölkerungsrückgänge und wirtschaftliche Herausforderungen belegt wird.
Die Ergebnisse zeigen eine überraschend hohe Akzeptanz und einen großen Bedarf für diese Technologie, um touristische Sehenswürdigkeiten attraktiver zu gestalten.
Coworking wird als positiv bewertet, da es Arbeitnehmern ermöglicht, ortsunabhängig für auswärtige Firmen zu arbeiten und somit als Anreiz dient, den Wohnsitz im ländlichen Raum zu behalten.
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