Bachelorarbeit, 2018
43 Seiten, Note: Sehr gut
Geschichte Deutschlands - Nationalsozialismus, Zweiter Weltkrieg
1 Einleitung
1.1 Begriffe
1.2 Methode
2 Bedeutung des Films im Nationalsozialismus
2.1 Propagandaverständnis im Nationalsozialismus
2.2 Medium Film im Nationalsozialismus
2.3 Propagandafilm und Unterhaltungsfilm
2.4 Universum-Film Aktiengesellschaft
2.5 Frauen in nationalsozialistischen Filmen
3 Propagandafilm Jud Süß
4 Resümee
5 Literaturliste
5.1 Internetseiten
Die vorliegende Arbeit untersucht die zentrale Bedeutung des Mediums Film als Instrument der nationalsozialistischen Propaganda. Die Forschungsfrage widmet sich dabei der Rolle des Films im Propagandasystem und analysiert, wie politische Ideologie, Unterhaltung und Kontrolle miteinander verwoben wurden, um die Massen zu beeinflussen.
2.1 Propagandaverständnis im Nationalsozialismus
1923 in „Mein Kampf“ schrieb Hitler, dass man durch kluge und dauernde Anwendung von Propaganda, einem Volke selbst den Himmel als Hölle vormachen kann.
„Der durchschlagendste Erfolg einer weltanschaulichen Revolution wird immer dann erfochten werden, wenn die neue Weltanschauung möglichst allen Menschen gelehrt und, wenn notwendig, später aufgezwungen wird…“. Diese Anschauung vertrat Adolf Hitler bereits im Jahr 1925.
Allen Menschen etwas aufzwingen bedeutet, bestimmte Ideen, eine bestimmte Weltanschauung verbreiten oder ausdehnen. Das lateinische Wort dafür heißt „propagare“. Im Duden kann man unter „propagieren“ nachlesen: sich einsetzen, Propaganda machen. Das Wort gibt es seit 1915 im Rechtschreibduden. Unter Propaganda versteht man die gezielte und systematische Verbreitung von politischen Ideen, Weltanschauungen oder Meinungen und es geht dabei auch um die Manipulation von Meinungen und Einstellungen. Der Begriff ist deutlich negativ konnotiert, vor allem wegen der Propagandamaßnahmen im Nationalsozialismus.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung des Films als Massenmedium der NS-Propaganda heraus und definiert die methodische Herangehensweise der Arbeit.
2 Bedeutung des Films im Nationalsozialismus: Hier wird der theoretische Rahmen der NS-Filmpolitik abgesteckt, inklusive der institutionellen Lenkung durch Goebbels und der Unterscheidung zwischen Unterhaltungs- und Propagandafilmen.
3 Propagandafilm Jud Süß: Dieses Kapitel analysiert anhand des Films "Jud Süß" die konkrete Anwendung antisemitischer Propaganda sowie die filmischen Mittel zur Manipulation und Feindbildkonstruktion.
4 Resümee: Das Fazit fasst zusammen, dass der Film als zentrales Erziehungsmittel fungierte, um Massen zu indoktrinieren, wobei Unterhaltungsfilme als Ablenkungsmechanismus eine entscheidende Rolle spielten.
Nationalsozialismus, Propaganda, Film, Ufa, Jud Süß, Joseph Goebbels, Filmpolitik, Antisemitismus, Unterhaltungsfilm, Massenmanipulation, Ideologie, Propagandaverständnis, Heimatfront, Frauenbild, NS-Propaganda
Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung des Films als zentrales Propagandawerkzeug im nationalsozialistischen Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf der Filmpolitik des NS-Regimes, der Rolle der Ufa, der Differenzierung zwischen Unterhaltungs- und Propagandafilmen sowie der Darstellung von Frauenbildern im NS-Kino.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das nationalsozialistische Regime das Medium Film nutzte, um seine Ideologien zu verbreiten, das Volk zu erziehen und eine totale Beeinflussung der Massen zu erreichen.
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Methode durch Literaturstudien mit einem empirischen Teil, der eine hermeneutische Filmanalyse des Werkes "Jud Süß" beinhaltet.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des NS-Propagandaverständnisses, die Rolle des Mediums Film, die Bedeutung der Ufa, die spezifische Darstellung von Frauen und eine Fallstudie zum Film "Jud Süß".
Zentrale Begriffe sind Propaganda, Nationalsozialismus, Ufa, Filmpolitik, Ideologie, Jud Süß und Massenbeeinflussung.
Goebbels war als Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda maßgeblich an der ideologischen Lenkung des Filmwesens beteiligt und kontrollierte Drehbücher, Personal und Ausrichtung.
Der Film gilt als einer der wirkungsvollsten antisemitischen Hetzfilme, der durch seine pseudo-historische Inszenierung massiv zur Diskreditierung des Judentums und zur Vorbereitung auf Verfolgungsmaßnahmen beitrug.
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