Bachelorarbeit, 2017
35 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Struktur der Untersuchung
2. Aktienbasierte Vergütung
2.1. Principal-Agenten-Theorie
2.2. Gestaltung der Vorstandsvergütung
2.3. Definition und Funktionsweise der aktienbasierten Vergütungskomponenten
2.4. Studienhintergrund und Ableitung der Hypothesen
3. Datenbasis und deskriptive Analyse
3.1. Datenbasis
3.2. Variableninvestitionen
3.2.1. Variablen zur Abbildung des Investitionsverhaltens
3.2.2. Variablen zur Abbildung der Performance
3.2.3. Kontrollvariablen
3.3.Deskriptive Auswertungen
4.Empirische Analyse
4.1.Analyse aktienbasierter Incentives auf das Investitionsverhalten
4.1.1.Methodik
4.1.2. Analyse des Gesamtinvestitonsverhaltens
4.1.3.Analyse des relativen Investitionsverhaltens in F&E
4.1.4.Robustheit
4.2. Analyse aktienbasierter Incentives und Performance
4.2.1.Methodik
4.2.2. Analyse der Performance
4.2.3.Robustheit
5.Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse
Die Arbeit untersucht den Einfluss aktienbasierter Vergütungskomponenten (Incentives) auf das Investitionsverhalten sowie die Performance börsennotierter deutscher Unternehmen des Prime Standards. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert sich darauf, ob durch diese Vergütungsmodelle die Interessen zwischen Aktionären und Vorstand besser angeglichen werden können, um langfristige Unternehmensentscheidungen und eine gesteigerte Performance zu fördern.
2.1.Principal–Agenten-Theorie
Den Motiven der Ausgestaltung der Vorstandsvergütung liegt die bekannte Problematik der Trennung von Eigentum und Verfügungsgewalt zugrunde. Jensen/Meckling entwickelten die Principal-Agent-Theorie zur Lösung dieses Problems. Dabei versuchen die Eigentümer (=Agents) - heute sind das meist Shareholder - über das Vergütungssystem sicherzustellen, dass das Management (=Principal) in ihrem Interesse handelt. Jedoch verfolgt das Management neben den Interessen der Aktionäre auch eigene Interessen und Ziele. Zur Problematik der divergierenden Ziele kommen im Regelfall noch Informationsasymmetrien zwischen Aktionären und Management hinzu. Es ist anzunehmen, dass das Management bspw. besser über die Profitabilität und das Risiko von Investitionsmöglichkeiten des Unternehmens informiert ist. Die unterschiedlichen Zielvorstellungen, sowie die Informationsasymmetrie zwischen Aktionären und Managern führen schließlich zu den Kosten der Delegation der Verfügungsgewalt, die auch als Agency-Kosten bezeichnet werden.
Die Aktionäre haben im Wesentlichen zwei Möglichkeiten, um dieser Problematik zu begegnen und den größtmöglichen Wertgewinn für sich zu generieren. Zum einen können sie versuchen, durch Überwachungs- und Informationssysteme („Monitoring“) die Informationsasymmetrie zu verringern. Die Aufgabe wird daher delegiert und bspw. in institutionalisierter Form durch den Aufsichtsrat oder von institutionellen Investoren übernommen. Allerdings wird die Informationsasymmetrie nicht vollständig aufzulösen sein, zumal die Personen, die das Monitoring durchführen, zu einem bestimmten Grad selbst eigene Interessen verfolgen könnten. Der zweite Ansatzpunkt für die Aktionäre besteht folglich darin, den Managern Anreize zu geben, soweit wie möglich im Sinne der Aktionäre zu handeln. Die Ziele der Manager sollen also denen der Eigentümer angeglichen werden („Alignment“). Dies geschieht im Wesentlichen über die Implementierung einer festen und einer variablen Vergütungskomponente. Die variable Vergütungskomponente ist erfolgsabhängig und soll die Leistung des Managements steigern.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Vorstandsvergütung ein, beleuchtet den historischen Hintergrund durch die Finanzkrise und formuliert die Ziele der Untersuchung.
2. Aktienbasierte Vergütung: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Principal-Agenten-Theorie und beschreibt die verschiedenen Gestaltungsformen und Definitionen aktienbasierter Vergütungskomponenten.
3. Datenbasis und deskriptive Analyse: Hier wird der Prozess der Stichprobenauswahl beschrieben und die Variablen zur Messung von Investitionen, Performance und Kontrollfaktoren definiert sowie deskriptiv ausgewertet.
4. Empirische Analyse: Dieses Kapitel enthält die multivariaten Regressionsanalysen zur Untersuchung des Einflusses aktienbasierter Anreize auf das Investitionsverhalten und die Unternehmensperformance inklusive verschiedener Robustheitstests.
5. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse: Hier werden die Ergebnisse der Analysen kritisch diskutiert und die aufgestellten Hypothesen im Lichte der empirischen Befunde bewertet.
Vorstandsvergütung, Aktienbasierte Vergütung, Principal-Agent-Theorie, Investitionsverhalten, Prime Standard, Unternehmensperformance, Langfristanreize, Agency-Kosten, Unternehmensführung, F&E-Investitionen, Regressionsanalyse, Corporate Governance, Incentives, Eigenkapitalrentabilität, VorstAG.
Die Arbeit untersucht, ob die Vergütung von Vorständen durch aktienbasierte Instrumente einen positiven Einfluss auf die langfristigen Investitionsentscheidungen und die gesamte Unternehmensperformance hat.
Die zentralen Themen sind die Principal-Agent-Theorie, die Gestaltung von Vorstandsvergütungssystemen (insbesondere aktienbasierte Komponenten) und deren Wirkung auf Unternehmensmerkmale.
Ziel ist es zu klären, ob aktienbasierte Vergütungsbestandteile tatsächlich zu einer Linderung von Agenturproblemen beitragen und somit langfristig orientierte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie eine höhere Performance fördern.
Es werden multivariable OLS-Regressionsanalysen genutzt, um den Einfluss der variablen Vergütung auf das Investitionsverhalten und die Performance zu schätzen, ergänzt durch diverse Robustheitstests zur Validierung.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, die Datenbasis (Unternehmen des Prime Standards) strukturiert, Variablen definiert und die Ergebnisse der Regressionsmodelle detailliert analysiert.
Schlüsselwörter sind u.a. Vorstandsvergütung, Aktienbasierte Incentives, Corporate Governance, Investitionsverhalten, Prime Standard und Unternehmensperformance.
Die Analyse liefert ein gemischtes Bild; es wurde kein einheitlicher, robuster positiver Zusammenhang gefunden, wobei einige Modelle sogar einen negativen Einfluss auf den relativen Anteil der F&E-Investitionen aufzeigten.
Die Arbeit kann die Hypothese eines positiven Effekts auf die Performance nicht bestätigen; die Ergebnisse zeigen keinen signifikanten positiven Effekt und in einigen Modellen sogar negative Zusammenhänge.
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