Bachelorarbeit, 2019
43 Seiten, Note: Gut
1 Einleitung
1.1 Begriffe
1.2 Methode
1.3 Forschungsstand
2 Kontroversen der weiblichen Herrschaft im 16. Jahrhundert
2.1 Vorurteile der weiblichen Herrschaft im 16. Jahrhundert
2.2 Legitimation der Herrschaft von Elisabeth I. von England
3 Kontroversen vor und während der königlichen Machtentfaltung von Elisabeth I.
3.1 Der schwieriger Weg von Elisabeth I. bis zur Thronübernahme
3.2 Die Kontroverse um Elisabeths Ehelosigkeit
3.3 Der Konflikt zwischen Elisabeth I. und Maria Stuart
4 Resümee
5 Bibliografie
5.1 Quellen
5.2 Sekundärliteratur
Die Arbeit untersucht die komplexen gesellschaftlichen und politischen Kontroversen, die mit der weiblichen Herrschaft von Elisabeth I. im 16. Jahrhundert verbunden waren, und analysiert, wie die Königin diesen Herausforderungen und dem patriarchalischen Rollenverständnis ihrer Zeit begegnete.
Die Kontroverse um Elisabeths Ehelosigkeit
Sowohl der Adel und das Parlament, als auch die städtische Bevölkerung erwarteten von Elisabeth, dass sie sich mit einer Eheschließung und der Nachfolgeregelung auseinandersetzen würde, damit sie ihre Herrscherpflichten erfüllen konnte. Anfangs jedoch war es weniger eine Mahnung als eine Selbstverständlichkeit, die alle von ihr erwarteten. Elisabeth konnte ihre Rollenerwartung als Frau und als Königin nur erfüllen indem sie heiraten würde.
Zu Beginn ihrer Regierungszeit standen Elisabeth viele Schwierigkeiten im Weg, die sie lösen musste, um als englische Königin akzeptiert zu werden. Darunter auch die Frage nach einem geeigneten Ehemann. Aus welchen Gründen Elisabeth auf die Ehe verzichtete wird wohl niemand mehr klären können, aber es gibt verschiedene Thesen.
Setzt man sich mit Elisabeths Leben auseinander verwundert es nicht, dass sie sich entschlossen hat nie zu heiraten. Das traurige Ende ihrer Mutter, die Heinrich VIII., ihr eigener Ehemann, hinrichten ließ und auch das Beispiel seiner anderen Ehefrauen machte die Ehe nicht lukrativer für sie. Natürlich hatte Elisabeth sicher auch mitbekommen welchen Unmut ihre Halbschwester Maria sich zuzog, weil sie den spanischen Monarchen Philipp II. ehelichte. Elisabeth wollte wahrscheinlich keine ausländische Macht in England auf den Thron bringen, keinen katholischen Fremdherrscher wie Philipp oder einen anderen und noch weniger wollte sie sich einem Ehemann unterordnen. Auch die Möglichkeit im Kindbett zu sterben könnte ein abschreckendes Beispiel gewesen sein. Entschied sie sich aus einem dieser Gründe nur mit England verheiratet zu sein?
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die patriarchalen Machtstrukturen der Renaissance und die Gynäokratiedebatte, welche die Regierungsfähigkeit von Frauen in einer von Männern dominierten Welt in Frage stellte.
2 Kontroversen der weiblichen Herrschaft im 16. Jahrhundert: Dieses Kapitel untersucht die tief verwurzelten Vorurteile gegenüber weiblicher Machtausübung und erläutert die verschiedenen Ansätze zur Legitimation der Herrschaft von Elisabeth I.
3 Kontroversen vor und während der königlichen Machtentfaltung von Elisabeth I.: Der Hauptteil analysiert den Aufstieg Elisabeths, die Spannungen hinsichtlich ihrer Ehelosigkeit sowie den langwierigen und gefährlichen Konflikt mit ihrer Cousine Maria Stuart.
4 Resümee: Das Resümee bilanziert die fast 45-jährige Regierungszeit von Elisabeth I. und würdigt ihre Fähigkeit, die Rolle der Frau in der Weltpolitik des 16. Jahrhunderts neu zu definieren.
5 Bibliografie: Dieses Kapitel listet die für die Arbeit herangezogenen Quellen und die verwendete Sekundärliteratur auf.
Elisabeth I., Frauenherrschaft, Gynäokratiedebatte, 16. Jahrhundert, England, Maria Stuart, Herrschaftslegitimation, Geschlechterrollen, Ehelosigkeit, Querelle des femmes, Tudor, Monarchen, Politik, Reformation, Souveränität.
Die Arbeit befasst sich mit der historischen Auseinandersetzung über die weibliche Herrschaft im 16. Jahrhundert am Beispiel von Elisabeth I. von England.
Im Zentrum stehen die Gynäokratiedebatte, die Rolle der Frau in der Renaissance, die Legitimation königlicher Herrschaft und der Einfluss gesellschaftlicher Vorurteile auf die Politik.
Die Arbeit fragt danach, welchen Kontroversen sich Elisabeth I. aufgrund ihres Geschlechts gegenüber sah und wie sie diese Herausforderungen durch ihre Herrschaftsinszenierung und Politik aktiv bewältigte.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Methode unter Einbeziehung von Literaturstudien sowie der kritischen Analyse historischer Quellen.
Der Hauptteil behandelt den schwierigen Weg Elisabeths bis zur Thronbesteigung, ihre bewusste Entscheidung gegen eine Heirat und den komplexen, oft feindseligen Konflikt mit Maria Stuart.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie "Frauenherrschaft", "Elisabeth I.", "Gynäokratiedebatte" und "Herrschaftslegitimation" geprägt.
Die Arbeit deutet darauf hin, dass Elisabeth durch das negative Beispiel ihrer Mutter und ihrer Halbschwester Maria erkannte, dass eine Heirat ihre Autonomie und ihre politische Macht zugunsten eines Ehemannes eingeschränkt hätte.
Der Konflikt war von religiösen Spannungen zwischen Protestantismus und Katholizismus geprägt und stellte durch den andauernden Thronanspruch Marias eine existenzielle Bedrohung für Elisabeths Herrschaft dar.
Sie nutzte die Inszenierung ihrer Herrschaft und stilisierte sich zur "jungfräulichen Königin", um den Widerspruch zwischen ihrem weiblichen Körper und der männlichen Rolle als Monarch zu überbrücken.
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