Masterarbeit, 2020
160 Seiten, Note: 1,7
1. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung als Managementinstrument für die steuerliche Öffentlichkeitsarbeit
2. Normativer Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland
2.1. (Konzern-)Lageberichterstattung
2.2. Deutscher Rechnungslegungsstandard Nr. 20
2.3. Rahmenwerke für die Erstellung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.3.1. Deutscher Nachhaltigkeitskodex
2.3.2. Leitlinien der Global Reporting Initiative
2.3.2.1. Standardangaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.3.2.2. Standardangaben im Bereich Steuern
2.3.3. OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen
3. Börsennotierte Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen
3.1. Charakteristika
3.2. Definition von Familienunternehmen
3.2.1. Founding-Family-Definition
3.2.2. Substantial-Family-Influence-Definition
4. Konzeption des Untersuchungsdesigns
4.1. Auswahl der Grundgesamtheit
4.2. Datenerhebung für den Vergleich
4.3. Scoringmodell zur Auswertung der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung
5. Auswertung der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.1. Vorhandensein von Steuerinformationen in der Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.2. Einteilung der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung in Qualitätsgruppen
5.3. Analyse der Ergebnisse
5.3.1. Gründe für die Unterschiede in der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung von Familien- und Nicht-Familienunternehmen
5.3.2. Gründe gegen eine steuerliche Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.2.1. Kosten
5.3.2.2. Wettbewerbsnachteile
5.3.3. Gründe für eine steuerliche Nachhaltigkeitsberichterstattung
5.3.3.1. Vorbereitung auf künftige gesetzliche Anforderungen
5.3.3.2. Reputation schützen und zurückgewinnen
5.3.3.2.1. Verbraucher
5.3.3.2.2. Mitarbeitende
5.3.3.2.3. Investoren
5.3.3.3. Steuern sind Bestandteil der Corporate Social Responsibility
6. Die Qualität der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung unterscheidet sich erheblich zwischen börsennotierten Familienunternehmen und börsennotierten Nicht-Familienunternehmen
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Qualität der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung bei börsennotierten Familien- im Vergleich zu Nicht-Familienunternehmen unterscheidet. Hierbei wird analysiert, ob und in welchem Umfang steuerliche Informationen veröffentlicht werden und welche Faktoren – wie beispielsweise die Eigentümerstruktur – diese Transparenz beeinflussen.
Die Nachhaltigkeitsberichterstattung als Managementinstrument für die steuerliche Öffentlichkeitsarbeit
Die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen ist heutzutage ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Diskussion. Die Bedeutung von Steuern nimmt in dieser Debatte eine zentrale Rolle ein. In diesem Rahmen sehen sich Unternehmen sowohl der medialen Berichterstattung als auch jener steuerlicher Initiativen ausgesetzt, wie z.B. dem Tax Justice Network. Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht die Forderung, dass Unternehmen eine Steuerstrategie verfolgen sollen, die mit einem gesellschaftlich verantwortungsvollen Handeln vereinbar ist. Die Reporte folgen dabei dem Prinzip des sogenannten naming und shaming. Diese Form der Berichterstattung zeichnet sich dadurch aus, dass das vermeintliche steuerliche Fehlverhalten der Unternehmen öffentlich gemacht und diskutiert wird. Durch diese negative steuerliche Berichterstattung können die betroffenen Unternehmen Reputationsverluste erleiden, die sich auf die Verbraucher, potenzielle Mitarbeitende, aber auch auf Investoren auswirken. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung könnte für Unternehmen ein geeignetes Instrument darstellen, um auf die negative steuerliche Berichterstattung zu reagieren oder dieser vorzubeugen, und damit reputative Risiken zu reduzieren.
1. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung als Managementinstrument für die steuerliche Öffentlichkeitsarbeit: Dieses Kapitel erläutert die zunehmende Bedeutung von Steuern in der gesellschaftlichen Debatte und das Potenzial der Nachhaltigkeitsberichterstattung als Reputationsmanagement-Tool.
2. Normativer Rahmen der Nachhaltigkeitsberichterstattung in Deutschland: Hier werden die gesetzlichen Anforderungen sowie relevante internationale Rahmenwerke wie der Deutsche Nachhaltigkeitskodex und GRI-Standards analysiert.
3. Börsennotierte Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen: Dieses Kapitel arbeitet die spezifischen Charakteristika von Familienunternehmen heraus und definiert diese mittels Founding-Family- sowie Substantial-Family-Influence-Kriterien.
4. Konzeption des Untersuchungsdesigns: Es wird die Auswahl der 60 untersuchten Unternehmen sowie die Methodik des entwickelten Scoringmodells zur Evaluierung der steuerlichen Berichterstattung detailliert vorgestellt.
5. Auswertung der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptiven Ergebnisse der Auswertung, unterteilt in das Vorhandensein von Informationen, die Qualitätsgruppen und eine Analyse der Beweggründe der Unternehmen.
6. Die Qualität der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung unterscheidet sich erheblich zwischen börsennotierten Familienunternehmen und börsennotierten Nicht-Familienunternehmen: Das Schlusskapitel fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und würdigt die Bedeutung der steuerlichen Nachhaltigkeitsberichterstattung für die Zukunft.
Nachhaltigkeitsberichterstattung, Steuern, Familienunternehmen, Nicht-Familienunternehmen, Steuertransparenz, Tax Transparency, Scoringmodell, CSR, Steuerstrategie, Corporate Social Responsibility, Country-by-Country Reporting, Reputationsmanagement, Steuervermeidung, Nachhaltigkeitskodex, GRI-Standard.
Die Arbeit befasst sich mit der steuerlichen Transparenz in der Nachhaltigkeitsberichterstattung von deutschen börsennotierten Unternehmen und vergleicht dabei Familienunternehmen mit Nicht-Familienunternehmen.
Zentrale Themen sind der normative Rahmen der Berichterstattung, die Identifizierung von Familienunternehmen, die Entwicklung eines Bewertungsschemas für steuerliche Informationen sowie die Analyse von Gründen für oder gegen eine solche Berichterstattung.
Das Ziel ist es, aufzuklären, ob sich die Qualität der steuerlichen Informationen in Nachhaltigkeitsberichten zwischen Familien- und Nicht-Familienunternehmen systematisch unterscheidet, und bestehende Forschungslücken zu schließen.
Die Arbeit nutzt eine strukturierende Inhaltsanalyse nach Mayring, um die Berichte anhand eines selbst entwickelten Scoringmodells mit 22 Kriterien zu bewerten und die Daten anschließend deskriptiv auszuwerten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der rechtlichen Rahmenbedingungen, die Definition der Vergleichsgruppen, die detaillierte Beschreibung des Scoringmodells und die Auswertung der erhobenen Daten.
Wichtige Begriffe sind steuerliche Nachhaltigkeitsberichterstattung, Familienunternehmen, Country-by-Country Reporting und Corporate Social Responsibility.
Da Familienunternehmen oft andere Eigentümerstrukturen und langfristigere Strategien verfolgen als Nicht-Familienunternehmen, wird untersucht, ob sich dies in einer unterschiedlichen Offenlegungsqualität steuerlicher Aspekte widerspiegelt.
Das Fazit zeigt, dass Steuerthemen aktuell nur einen untergeordneten Stellenwert einnehmen, Unternehmen jedoch durch eine verbesserte Berichterstattung ihre Reputation als verantwortungsvolle Steuerzahler aktiv stärken können.
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