Diplomarbeit, 2005
98 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Aufbau und Struktur der Arbeit
3 Definitionen und Abgrenzung der zentralen Begriffe
3.1 Der Vermögensbegriff
3.1.1 Vermögensgegenstandsorientierter Vermögensbegriff
3.1.2 Einkommensorientierter Vermögensbegriff
3.2 Formale Gesichtspunkte des Begriffs Humanvermögen
3.3 Inhaltliche Ausgestaltung des Begriffs Humanvermögen
3.4 Humanvermögen im Rahmen der immateriellen Vermögenswerte
4 Die Bedeutung von immateriellem Vermögen und Humanvermögen
4.1 Die Bedeutung des immateriellen Vermögens für Unternehmen
4.2 Die Bedeutung des Humanvermögens für Unternehmen
5 Bilanztheoretische Grundlagen und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
5.1 Die klassischen Bilanztheorien als Grundlage der Bilanzierungspraxis
5.1.1 Die statische Bilanztheorie
5.1.2 Die dynamische Bilanztheorie
5.1.3 Die organische Bilanztheorie
5.1.4 Humanvermögen vor dem Hintergrund der klassischen Bilanztheorien
5.2 Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB)
5.2.1 Die GoB der Bilanzierung
5.2.2 Die Relevanz der GoB für das Humanvermögen
6 Die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des Humanvermögens
6.1 Die historische Entwicklung der Bewertungsverfahren
6.2 Die Kriterien zur Beurteilung der Bewertungsverfahren
6.3 Kategorisierung der Bewertungsverfahren
6.4 Die monetären Bewertungsverfahren
6.4.1 Das historische Anschaffungskosten-Verfahren
6.4.2 Das Wiederbeschaffungskosten-Verfahren
6.4.3 Das Modell der zukünftigen Entgeltzahlungen
6.4.4 Das Modell der zukünftigen effizienzgewichteten Personalkosten
6.4.5 Die marktwertorientierten Bewertungsverfahren
6.4.6 Die Firmenwertmethode
6.4.7 Die zukunftserfolgsorientierte Werterfassung
6.4.8 Die Humanvermögensbewertung im Rahmen des Skandia Navigators
6.5 Überblick über die Kriterienerfüllung durch die Bewertungsverfahren
7 Die Aktivierungsmöglichkeiten von immateriellen Vermögensgegenständen und Humanvermögen
7.1 Die Aktivierungspraxis von immateriellen Vermögensgegenständen
7.2 Die Aktivierungspraxis von Humanvermögen im Rahmen des derivativen Firmenwertes
7.3 Die Aktivierungspraxis von Humanvermögen im Profisport
7.4 Aktivierungskonzeption für die Ergebnisgrößen der Bewertungsverfahren
8 Die Praxis der Berichterstattung über Humanvermögen als Ausweismöglichkeit für Humanvermögen
8.1 Die Berichterstattung über Humanvermögen aufgrund gesetzlicher Vorschriften
8.2 Freiwillige Berichterstattungen über Humanvermögen
8.2.1 Der Personalbericht
8.2.2 Der Personalwertbericht
8.2.3 Das Human Resource Accounting System der R. G. Barry Corporation
9 Empirische Aspekte zu dem Thema Humanvermögen
9.1 Die aktuelle Praxis der verbalen Beschreibung und Bewertung des Humanvermögens in Unternehmen
9.2 Die Verfügbarkeit von ausgewählten Kennzahlen und Informationen zur Bewertung des Humanvermögens
9.3 Die Verfügbarkeit von ausgewählten Kennzahlen zur Erstellung eines Personalwertberichts
9.4 Anpassung der Bilanzierungs- und Rechnungslegungsvorschriften an die Erfordernisses des Humanvermögens
9.5 Die zentralen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung
10 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, Humanvermögen im Rahmen der externen Rechnungslegung zu bewerten und auszuweisen. Angesichts der wachsenden Marktwert-Buchwert-Differenzen bei Unternehmen wird analysiert, ob und wie das Humankapital, das bisher kaum in Bilanzen abgebildet wird, messbar gemacht und bilanziell bzw. in der Berichterstattung berücksichtigt werden kann, um ein zutreffenderes Bild der Vermögenslage zu vermitteln.
1 Einleitung
„Die finanziellen Angaben eines Unternehmens sind der Spitze eines Eisberges vergleichbar, die aus dem Meer herausragt: sie sind eng verbunden mit einer sehr viel größeren, den Blicken entzogenen Masse von Tätigkeiten, die unterhalb der sichtbaren Oberfläche liegt.“ 1
Was die zitierte Masse unterhalb der sichtbaren Oberfläche für den Eisberg darstellt, stellen häufig die immateriellen Vermögenswerte im Allgemeinen und das Humanvermögen im Besonderen für Unternehmen dar.2
„Dies offenbart ein interessantes Dilemma: Der wichtigste Vermögenswert ist zugleich der am wenigsten verstandene, der am wenigsten für Messungen geeignete und daher auch der am wenigsten empfängliche für Management.“ 3
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung immaterieller Werte für Unternehmen und die resultierende Diskrepanz zwischen Markt- und Buchwert.
2 Aufbau und Struktur der Arbeit: Dieses Kapitel erläutert den logischen Aufbau der Untersuchung und den methodischen Rahmen.
3 Definitionen und Abgrenzung der zentralen Begriffe: Hier werden zentrale Begriffe wie Vermögen und Humanvermögen definiert und in den Kontext immaterieller Vermögenswerte gestellt.
4 Die Bedeutung von immateriellem Vermögen und Humanvermögen: Das Kapitel analysiert die Relevanz dieser Werte für Unternehmen mittels Indikatoren wie der Marktwert-Buchwert-Differenz.
5 Bilanztheoretische Grundlagen und die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB): Es werden klassische Bilanztheorien vorgestellt und deren Relevanz für eine bilanzielle Behandlung von Humanvermögen geprüft.
6 Die Bewertungsverfahren zur Ermittlung des Humanvermögens: Ein Überblick über verschiedene Ansätze zur monetären Bewertung von Personal, kritisch gewürdigt anhand spezifischer Beurteilungskriterien.
7 Die Aktivierungsmöglichkeiten von immateriellen Vermögensgegenständen und Humanvermögen: Untersuchung der handelsrechtlichen Möglichkeiten und Grenzen einer Aktivierung, inklusive einer Konzeption für Ergebnisgrößen.
8 Die Praxis der Berichterstattung über Humanvermögen als Ausweismöglichkeit für Humanvermögen: Eine Analyse von bestehenden Berichtsformen wie Personalberichten oder der Sozialbilanz.
9 Empirische Aspekte zu dem Thema Humanvermögen: Vorstellung der Ergebnisse einer schriftlichen Befragung von Unternehmen zur Praxis der Bewertung und Berichterstattung.
10 Fazit und Ausblick: Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Humanvermögensbilanzierung.
Humanvermögen, Humankapital, Bilanzierung, Rechnungslegung, Bewertungsverfahren, immaterielle Vermögenswerte, Marktwert, Buchwert, GoB, Personalbericht, Wissensbilanz, Jahresabschluss, Erfolgsfaktor, Aktivierung, empirische Untersuchung.
Die Diplomarbeit untersucht, ob und wie Humanvermögen von Unternehmen gemessen, bewertet und im Jahresabschluss oder in der Berichterstattung ausgewiesen werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Humanvermögen, den klassischen Bilanztheorien, verschiedenen monetären Bewertungsverfahren sowie der aktuellen Praxis der Unternehmensberichterstattung.
Ziel ist es zu klären, ob Humanvermögen trotz seiner Schwierigkeiten bei der Erfassung in die externe Rechnungslegung integriert werden kann, um die Aussagekraft der Bilanz zu verbessern.
Der Autor führt eine fundierte theoretische Analyse durch, ergänzt durch eine empirische Untersuchung in Form einer schriftlichen Befragung von Unternehmen.
Der Hauptteil analysiert bilanztheoretische Grundlagen, stellt verschiedene Bewertungsmodelle (z. B. historische Anschaffungskosten, zukunftserfolgsorientierte Ansätze) gegenüber und prüft diese auf ihre Anwendbarkeit.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Humankapital, Bilanzierung, Rechnungslegung, Bewertungsverfahren und immaterielle Vermögenswerte beschreiben.
Der Autor stellt fest, dass Bilanzen aufgrund der Nicht-Aktivierung von Humanvermögen bei wissensintensiven Unternehmen immer weniger den tatsächlichen Wert abbilden.
Die Befragung zeigt, dass Unternehmen in der Praxis kaum formelle Bewertungsverfahren anwenden, aber ein zunehmendes Interesse an einer Berichterstattung im Lagebericht besteht.
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