Bachelorarbeit, 2016
53 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Problemstellung
1.2. Zielsetzung und Vorgehensweise
2. Historische Entwicklung des Islamic Banking in Gesellschaft und Kultur
3. Basis des Islamic Banking
3.1. Ausgangspunkt
3.1.1. Der Islam
3.1.2. Der Koran
3.1.3. Die Sunna
3.2. Gesetze und Normen
3.2.1. Scharia
3.2.2. Fiqh
3.3. Verbote
3.3.1. Riba
3.3.2. Maysir
3.3.3. Gharar
4. Produktportfolio im islamischen Bankensystem
4.1. Aktivgeschäft
4.1.1. Murabaha
4.1.1. Sukuk
4.1.2. Quard Al-Hassan
4.1.3. Projektfinanzierung
4.1.3.1. Istisna
4.1.3.2. Mudaraba
4.2. Passivgeschäft
4.2.1. Sichteinlagen
4.2.2. Termineinlagen
4.2.3. Anlagefonds
4.2.4. Derivate
4.3. Sonstige Tätigkeitsbereiche
4.3.1. Takaful
4.3.2. Umzugsmanagement
4.3.3. Sponsoring
4.3.4. Türkeitransaktionen
5. KT Bank in Deutschland
5.1. Unternehmensportrait
5.2. Nachhaltige Geldanlage – Marktsituation Deutschland
5.2.1. Socially Responsible Investments
5.2.2. Muslimische Privatanleger
5.2.2.1. Einkommensniveau
5.2.2.2. Spar- und Anlageverhalten
5.3. Ausblick
6. Fazit
Die Arbeit analysiert das Produktportfolio islamischer Banken, speziell der KT Bank in Deutschland, und beleuchtet die Unterschiede sowie ethischen Grundlagen gegenüber konventionellen westlichen Banksystemen, um Entwicklungschancen im deutschen Markt zu identifizieren.
3.3.1. Riba
Der vermutlich entscheidenste Unterschied zwischen dem Islamic Banking und dem uns bekannten westlichen Banken- und Finanzsystem ist das sogenannte Riba (Zinsverbot). Der arabische Begriff Riba lässt sich zunächst mit dem deutschen Wort Zins oder Wucher übersetzen – gleichwohl die Reichweite und Bedeutung deutlich breiter ist, als zunächst angenommen werden könnte, da hier gegen jegliche Form der Verzinsung ein Verbot ausgesprochen wird und nicht ausschließlich auf überhöhte oder unangemessene Zinsen (Vgl. Lohlker 1999, 2). Diesbezüglich herrscht unter islamischen Gelehrten und Juristen sowie den wichtigen islamischen Rechtsschulen Einigkeit: Sie berufen sich einstimmig auf den Koran, die Sunna und die Scharia (Vgl. Gassner & Wackerbeck 2010, 36). Das allgemeine Ribaverbot ist primärsubstanziell für das Verständnis der islamkonformen Finanzwirtschaft, da klar zwischen Gewinnen aus Unternehmertätigkeit und Gewinnen aus dem reinen Verleih von Geld unterschieden wird (Vgl. Gassner & Wackerbeck 2010, 25).
Nach islamischem Recht wird grundsätzlich zwischen zwei Hauptarten von Zinsen unterschieden. Zum einen gibt es das Riba al-Nasi‘ah und zum anderen das sogenannte Riba al-Fadhl. Riba al Nasi’ah beschreibt den Zins, der bei Verleih eines bestimmten Geldbetrages fällig wird. Dies ist mit einem klassischen und uns bekannten Darlehensgeschäft zu vergleichen. Eine weitere Möglichkeit, analog zu dem Darlehensgeschäft, ist ein Leihgeschäft auf Basis von Rohstoffen oder Gütern. Hier könnte die vertragliche Vereinbarung ebenfalls sein, dass die gleiche Menge des geliehenen Rohstoffs, zuzüglich eines Aufschlages, zu einem gewissen Zeitpunkt zurückgegeben werden muss. Diese Zusatzkosten oder „Mehrleistungen“ sind im Islamic Banking dagegen nicht gestattet, da sie nicht halal, (arabisch: zugelassen; erlaubt) sondern haram (arabisch: verboten) sind.
1. Einleitung: Diese Arbeit beschreibt das Produktportfolio islamischer Banken am Beispiel der KT Bank und untersucht die Unterschiede zum westlichen Bankwesen.
2. Historische Entwicklung des Islamic Banking in Gesellschaft und Kultur: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge und das Wachstum islamischer Banken seit der Entkolonialisierung im 20. Jahrhundert.
3. Basis des Islamic Banking: Hier werden die theologischen und rechtlichen Fundamente (Koran, Sunna, Scharia) sowie die zentralen Verbote wie Riba, Maysir und Gharar dargelegt.
4. Produktportfolio im islamischen Bankensystem: Dieses Kapitel detailliert die verschiedenen Finanzprodukte im Aktiv- und Passivgeschäft sowie in sonstigen Tätigkeitsbereichen wie Takaful.
5. KT Bank in Deutschland: Es erfolgt eine Unternehmensvorstellung der KT Bank sowie eine Analyse der Marktbedingungen für nachhaltige Geldanlagen und muslimische Privatanleger in Deutschland.
6. Fazit: Abschließend wird das Potenzial des Islamic Banking als Nischenmarkt und Alternative zu konventionellen Banken in Deutschland zusammengefasst.
Islamic Banking, KT Bank, Scharia, Riba, Zinsverbot, Murabaha, Sukuk, Takaful, Nachhaltige Geldanlage, Finanzprodukte, Islam, Projektfinanzierung, Muslimische Privatanleger, ethische Bank, Bankenlizenz
Die Arbeit untersucht das islamische Bankwesen, insbesondere dessen Produktportfolio, am Beispiel der KT Bank und analysiert dessen Potenzial als alternative, ethische Bankenform in Deutschland.
Die zentralen Themen umfassen die religiösen Grundlagen (Scharia), die zentralen Verbote (Riba, Maysir, Gharar), verschiedene Finanzprodukte und die Marktsituation in Deutschland.
Das Ziel ist es, das Produktportfolio islamischer Banken zu beschreiben und die Etablierungschancen einer islamkonformen Bank in Deutschland vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach nachhaltigen Geldanlagen zu bewerten.
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie die Auswertung von Studien und Statistiken zum Bankenmarkt und zum muslimischen Leben in Deutschland.
Im Hauptteil werden die Basisprinzipien des Islamic Banking, das detaillierte Produktportfolio (Aktiv- und Passivgeschäft), Takaful-Versicherungen sowie die spezifische Situation der KT Bank und muslimischer Anleger in Deutschland analysiert.
Die zentralen Begriffe sind Islamic Banking, Scharia, Riba, Murabaha, Sukuk, Takaful, nachhaltige Geldanlage und KT Bank.
Die Scharia bildet das ethische und rechtliche Grundgerüst, das festlegt, was erlaubt (halal) oder verboten (haram) ist, und damit die Basis für alle Finanztransaktionen im islamischen Bankwesen schafft.
Sie dienen als Alleinstellungsmerkmal, das durch die Muttergesellschaft in der Türkei schnelle und kostengünstige Überweisungen ermöglicht, was für die türkischstämmige Bevölkerung in Deutschland von hoher Attraktivität ist.
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