Masterarbeit, 2015
98 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Der Umgang mit Heterogenität in Deutschland
2.1 Exklusion
2.2 Segregation
2.3 Integration
2.4 Inklusion
2.4.1 Definition von Inklusion
2.4.2 Die Entwicklung zur Inklusion und rechtliche Verankerungen
2.4.3 Inklusion in Abgrenzung zur Integration
2.5 Zwischenfazit zur Inklusion
3 Das deutsche Schulsystem
3.1 Die Schulstruktur
3.2 Aufgaben und Funktionen von Schule
3.3 Die aktuelle Bildungspolitik
3.4 Zwischenfazit zum deutschen Schulsystem
4 Inklusion im deutschen Schulsystem
4.1 Auswirkungen der Bildungspolitik auf die Umsetzung von Inklusion
4.1.1 Die Behindertenrechtskonvention als Motor der Inklusion
4.1.2 Bildungsqualität vs. Sparpolitik?
4.2 Die Umsetzung von Inklusion auf der Ebene des Bildungssystems
4.2.1 Die Diskussion um die Schulstruktur
4.2.1.1 Mehrgliedrigkeit und Zugang des deutschen Bildungswesens
4.2.1.2 Der Umgang mit der Förderschule
4.2.2 Aufgaben und Funktionen von Schule
4.2.3 Die Ressourcenverteilung
4.3 Die Umsetzung von Inklusion auf der Ebene des Unterrichts
4.3.1 Die Frage nach einem inklusiven Curriculum
4.3.2 Die Bedeutung des Leistungsprinzips
4.4 Die Umsetzung von Inklusion auf der Ebene der Person
4.4.1 Die Rolle der Lehrer und Sonderpädagogen
4.4.2 Veränderungen für die Schüler
4.5 Der Index für Inklusion als Umsetzungshilfe für Schulen
5 Fazit
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung, ob die Umsetzung von Inklusion an deutschen Schulen realisierbar ist, welche Barrieren dabei bestehen und unter welchen Voraussetzungen eine inklusive Schulentwicklung gelingen kann. Die Arbeit analysiert dazu das Konzept der Inklusion im Kontext des traditionell segregierenden deutschen Schulsystems.
2.4 Inklusion
Der Leitgedanke der Inklusion bildet den Schwerpunkt dieser Arbeit und muss daher ausführlich erläutert werden. Damit die Fragestellung, ob Inklusion und das deutsche Schulsystem in ihren Grundzügen kompatibel sind, beantwortet werden kann, sind folgende Aspekte wichtig zu klären: Zunächst muss der Begriff konkretisiert werden, damit das Konzept der Inklusion in seinen grundlegenden Merkmalen verstanden wird. Anschließend folgt eine Darstellung der rechtlichen Verankerung von Inklusion, um zu verdeutlichen, wie sie entstand und auf welcher Basis die Umsetzung dieses Leitgedankens beruht. Zum Schluss ist eine Gegenüberstellung der beiden Termini „Integration“ und „Inklusion“ nötig, da sie häufig synonym und damit nicht korrekt verwendet werden.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung der Inklusion durch die Behindertenrechtskonvention, definiert das Forschungsziel und skizziert den methodischen Aufbau der Arbeit.
2 Der Umgang mit Heterogenität in Deutschland: Dieses Kapitel arbeitet die historischen Etappen des Umgangs mit Heterogenität auf und grenzt die Begriffe Exklusion, Segregation, Integration und Inklusion voneinander ab.
3 Das deutsche Schulsystem: Hier werden die Struktur, die Aufgaben und Funktionen des deutschen Schulwesens sowie aktuelle bildungspolitische Einflüsse dargelegt.
4 Inklusion im deutschen Schulsystem: Dieser Hauptteil analysiert die Möglichkeiten und Barrieren einer inklusiven Umsetzung auf den Ebenen Bildungssystem, Unterricht und Person sowie die Rolle des Index für Inklusion.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und wertet aus, ob Inklusion im deutschen Schulsystem derzeit eher als Vision oder als Utopie zu betrachten ist.
Inklusion, deutsche Schule, Behindertenrechtskonvention, Heterogenität, Segregation, Integration, Schulentwicklung, Bildungspolitik, Bildungsstandards, Ressourcenverteilung, Sonderpädagogik, Leistungsprinzip, Index für Inklusion, Chancengerechtigkeit, Bildungssystem.
Die Arbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit das Konzept der Inklusion mit den Strukturen und Funktionen des deutschen Schulsystems vereinbar ist.
Zu den Schwerpunkten zählen der Umgang mit Heterogenität, die Analyse des deutschen Schulwesens, rechtliche Rahmenbedingungen wie die Behindertenrechtskonvention sowie die praktische Umsetzung von Inklusion.
Das Ziel ist es, Chancen und Barrieren für die Umsetzung eines inklusiven Schulsystems zu identifizieren und zu beurteilen, ob Inklusion in Deutschland aktuell als realistische Vision oder als Utopie einzustufen ist.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Analyse fachwissenschaftlicher Literatur und nutzt das Drei-Ebenen-Modell (Organisation/System, Unterricht, Person) zur Untersuchung der Schulentwicklung.
Im Hauptteil wird untersucht, wie sich die Bildungspolitik, die Schulstruktur, die Ressourcenverteilung sowie die Gestaltung des Unterrichts und die Rolle der Lehrkräfte auf inklusive Bestrebungen auswirken.
Wichtige Begriffe sind Inklusion, Selektion, Bildungsstandards, Förderschulsystem und der Index für Inklusion.
Der Index wird als zentrales Instrument für Schulen vorgestellt, um den Inklusionsprozess praxisnah zu reflektieren und zu gestalten.
Es wird das „Etikettierungs-Ressourcen-Dilemma“ thematisiert, bei dem die notwendige Zuweisung von Förderressourcen oft mit einer problematischen Kategorisierung oder Stigmatisierung der Schüler einhergeht.
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