Diplomarbeit, 2006
52 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
2. Die Grundidee von Issue Linkage
3. Das Modell von Carraro und Siniscalco (1997)
3.1 Die Modellannahmen
3.2 Einordnug des Modells innerhalb der Koalitionstheorie
3.3 Die Entscheidungsfolge des Modells
3.3.1 Die Höhe der Produktion und der R&D-Ausgaben
3.3.2 Die optimal Emissionsreduktion
3.3.3 Stabile Koalitionen
4. Beurteilung von Issue Linkage
4.1 Auswirkungen auf die globale Wohlfahrt
4.2 Die Welt ohne Issue Linkage
4.3 Die Welt mit Issue Linkage
5. Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage
5.1 Positive und negative Externalitäten bei der Koalitionsbildung
5.2 Die positive Externalität im reinen Umweltabkommen
5.3 Die Externalitäten im reinen R&D-Abkommen
5.4 Externalitäten und Issue Linkage
6. Bewertung des Modells
7. Schlussbemerkungen
Diese Arbeit untersucht den Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage bei der Bildung internationaler Umweltabkommen. Ziel ist es zu analysieren, ob und unter welchen Bedingungen die Verknüpfung eines internationalen Umweltabkommens mit einem R&D-Abkommen die Stabilität und Wohlfahrt internationaler Kooperation verbessern kann, anstatt lediglich die reine Beteiligungsquote zu betrachten.
3.1 Die Modellannahmen
Dieses Modell betrachtet Interaktionen zwischen der Regierung eines Landes und den in diesem Land ansässigen Firmen, sowie zwischen den Regierungen n symmetrischer Länder. Regierungen und Firmen können als Spieler aufgefasst werden, die in Anlehnung an die Spieltheorie jeweils ihre Payoffs zu maximieren suchen, d. h. die Firmen maximieren ihren Gewinn, die Regierungen maximieren die Wohlfahrt ihres eigenen Landes. Die Instrumentvariablen einer Firma zur Gewinnmaximierung sind der Umfang der eigenen R&D-Bemühungen und die Höhe der eigenen Produktion, die Instrumentvariablen einer Regierung zur Wohlfahrtsmaximierung sind die Festlegung einer Emissionsreduktion, die die dort ansässigen Firmen erfüllen müssen, und die Entscheidung über die Beteiligung an einem internationalen, verbundenen Umwelt- und R&D-Abkommen, welches den ansässigen Firmen die Beteiligung an internationaler R&D-Zusammenarbeit überhaupt nur ermöglicht. In jedem Land ist nur eine Firma ansässig, die ihren Firmensitz nicht in das Ausland verlegen kann. Jede Firma i produziert nur ein homogenes Gut mit der Menge yi und dabei grenzüberschreitende Umweltverschmutzung. Alle Firmen beliefern einen einheitlichen globalen Markt, wobei Transportkosten vernachlässigt werden, zu einem einheitlichen Preis p, welcher durch die hier als linear angenommene Umkehrfunktion der Nachfragefunktion angegeben wird.
1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen internationaler Umweltabkommen, insbesondere das Problem des Freifahrerverhaltens bei öffentlichen Gütern und das daraus resultierende Bedürfnis nach selbstdurchsetzenden Verträgen.
2. Die Grundidee von Issue Linkage: Es wird erläutert, wie durch die Verknüpfung verschiedener Politikbereiche, wie Umwelt- und R&D-Zusammenarbeit, Anreize zur Kooperation geschaffen werden können, um das Profitabilitäts- und Stabilitätsproblem zu lösen.
3. Das Modell von Carraro und Siniscalco (1997): Dieses Kapitel stellt ein mathematisches Oligopolmodell vor, das Interaktionen zwischen Regierungen und Firmen sowie die Bedingungen für stabile Koalitionen unter Berücksichtigung von R&D-Spillovers und Emissionsreduktionen rekursiv analysiert.
4. Beurteilung von Issue Linkage: Anhand dreier Parameterkombinationen wird geprüft, wie Issue Linkage die globale Wohlfahrt beeinflusst und ob eine rein auf Beteiligungsquoten fokussierte Beurteilung ausreicht.
5. Der Einfluss von Externalitäten auf den Erfolg von Issue Linkage: Hier wird der Einfluss von positiven und negativen Externalitäten auf die Koalitionsbildung untersucht und aufgezeigt, dass der Erfolg von Issue Linkage stark vom Typ des Externalitätenspiels abhängt.
6. Bewertung des Modells: Das Modell wird einer kritischen Betrachtung unterzogen, wobei insbesondere Annahmen zur Auflagenpolitik und die Modellierung technologischer Zusammenarbeit hinterfragt werden.
7. Schlussbemerkungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass eine Bewertung von Issue Linkage primär über die globale Wohlfahrt stattfinden sollte und identifiziert die Art des Externalitätenspiels als entscheidenden Erfolgsfaktor.
Issue Linkage, Internationale Umweltabkommen, Koalitionstheorie, R&D-Abkommen, Spillover, Spieltheorie, Externe Effekte, Wohlfahrtsökonomie, Freifahreranreiz, Klimaschutz, Emissionsreduktion, Oligopolmodell, Stabilität.
Die Arbeit analysiert, wie durch das Instrument "Issue Linkage" – also die Verknüpfung von umweltpolitischen Zielen mit anderen Politikfeldern wie der Forschungs- und Entwicklungszusammenarbeit – die Stabilität und Effektivität internationaler Umweltabkommen gesteigert werden kann.
Die zentralen Themen sind internationale Umweltökonomie, Koalitionstheorie, Spieltheorie sowie die Analyse von technologischen Spillovers in Oligopolstrukturen.
Die Forschungsfrage ist, ob Issue Linkage tatsächlich zu einer Erhöhung der globalen Wohlfahrt führt und unter welchen Bedingungen die Kopplung an ein R&D-Abkommen den Erfolg internationaler Umweltkooperationen sichern kann.
Es wird ein theoretisches Oligopolmodell von Carraro und Siniscalco (1997) verwendet, das durch mathematische Herleitungen und numerische Simulationen analysiert wird.
Der Hauptteil umfasst die Modellierung der Interaktionen zwischen Regierungen und Firmen, die Herleitung von Stabilitätsbedingungen für Koalitionen sowie die empirische Simulation und Bewertung der Auswirkungen auf die globale Wohlfahrt.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Issue Linkage, Stabilität internationaler Umweltabkommen, R&D-Spillovers sowie die Differenzierung zwischen positiven und negativen Externalitätenspielen.
Die Arbeit zeigt, dass eine Ausweitung der Teilnehmerzahl nicht zwangsläufig zu einem Wohlfahrtsgewinn führt, da negative Externalitäten in anderen Bereichen (wie dem R&D-Sektor) die globalen Vorteile neutralisieren können.
Der Parameter g ist entscheidend für den Verlauf der Stabilitätsfunktionen; je teurer Forschung ist, desto eher kann der Emissions- und Technologieeffekt von Beginn an stabilitätsmindernd wirken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

