Magisterarbeit, 1995
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Nichtentfremdung
a) Allgemeines zur Nichtentfremdung
b) Mensch und Natur
c) Nichtentfremdeter Arbeit
d) Gattungstätigkeit und Gattungsgegenständlichkeit
e) Zur Dialektik von Bedürfnis und Genuß
f) Bewußtsein
g) Zur Einheit von Natur, Gesellschaft und Individuum
3. Entfremdung
a) Allgemeines und Besonderes zur Entfremdung
b) Zum Ursprung von Lohnarbeit und Kapital
c) Zum Verhältnis von Lohnarbeit und Kapital
d) Bedürfnis und Geld
e) Zur Entfremdung von Natur, Gesellschaft und Individuum
4. Ergebnisse
Die vorliegende Arbeit untersucht Marx’ Analyse der entfremdeten und nichtentfremdeten gesellschaftlichen Verhältnisse, basierend auf den „Ökonomisch-philosophischen Manuskripten“ von 1844, um das Verständnis für Marx’ Entfremdungskonzept im Kontext menschlicher Potentiale und Arbeit zu vertiefen.
b) Mensch und Natur
Arbeit in ihrer nichtentfremdeten Form wird von Marx als „Wesenstätigkeit“ qualifiziert, die ihren gesellschaftlichen Ausdruck in der Gattungs-, ihren individuellen Ausdruck in der Lebenstätigkeit erhält. Diese Tätigkeit vermittelt die Beziehung von Mensch und Natur, die zwar eine Einheit bilden, jedoch nicht identisch sind, und deshalb diese Vermittlung erforderlich machen.
Charakteristisch für die Teile dieser Totalität ist ihr wirkliches, sinnliches, natürliches, gegenständliches Wesen. Menschen, „Produkte“ der Natur, sind menschliche Naturwesen. Die Natur ist ihr „unorganischer Körper“. Um diese Einheit zu erhalten, ist eine aktive Beziehung notwendig. Dabei befinden sich die Individuen in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Natur. Und zwar nicht nur, weil diese die Grundlage ihrer physischen Existenz ist, sondern weil deren sinnlich erfahrbare, gegenständliche Universalität bestimmend auf die Vielfalt der Menschen wirkt.
1. Einleitung: Beschreibt den biographischen und historischen Hintergrund von Karl Marx in den Jahren 1841 bis 1844 sowie die Entstehung der „Ökonomisch-philosophischen Manuskripte“.
2. Nichtentfremdung: Analysiert den Zustand der Nichtentfremdung als dialektische Einheit von Individuum, Gesellschaft und Natur, in der Arbeit als selbstbestimmte „Wesenstätigkeit“ fungiert.
3. Entfremdung: Untersucht die verschiedenen Erscheinungsformen der Entfremdung, insbesondere durch Lohnarbeit, Eigentumsverhältnisse und die Degradierung des Menschen zur Ware.
4. Ergebnisse: Fasst zusammen, dass die Revolution als Mittel zur Aufhebung der Entfremdung dient, um das Potential menschlicher Wesen in einer nicht-antagonistischen Gesellschaft freizusetzen.
Marx, Ökonomisch-philosophische Manuskripte, Entfremdung, Nichtentfremdung, Lohnarbeit, Kapital, Privateigentum, Gattungswesen, Wesenstätigkeit, Emanzipation, menschliches Potential, Arbeitsteilung, Bedürfnis, Genuß, gesellschaftliche Existenz.
Die Arbeit analysiert Marx’ frühe ökonomisch-philosophische Überlegungen zur Entfremdung des Menschen, eingebettet in die gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse des 19. Jahrhunderts.
Im Zentrum stehen die Kategorien Arbeit, Entfremdung, Nichtentfremdung, die Beziehung zwischen Mensch und Natur sowie die Rolle von Privateigentum und Geld.
Ziel ist es, die marxsche Entfremdungstheorie und deren emanzipatorisches Potential durch eine Untersuchung der „Manuskripte“ von 1844 präzise herauszuarbeiten.
Die Arbeit folgt einer theoretischen Analyse des Marxschen Textes unter Einbeziehung und kritischer Auseinandersetzung mit historischer und soziologischer Sekundärliteratur.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung nichtentfremdeter Verhältnisse als Idealzustand und die detaillierte Analyse entfremdeter Strukturen durch Lohnarbeit und Kapital.
Begriffe wie Entfremdung, Wesenstätigkeit, Lohnarbeit, Kapital, Privateigentum und Emanzipation sind zentral.
Während die Wesenstätigkeit eine freie, bewusste Verwirklichung menschlicher Potentiale darstellt, ist die Lohnarbeit eine durch ökonomische Notwendigkeit erzwungene Tätigkeit, die zur Selbstentfremdung führt.
Geld fungiert als „universelle Macht“, die zwar die Beziehung zwischen Individuum und Bedürfnis vermittelt, jedoch in der bürgerlichen Gesellschaft nur den Anschein menschlicher Universalität erweckt und zur „Verkehrung“ menschlicher Qualitäten führt.
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