Bachelorarbeit, 2016
81 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Der Begriff Risiko und Risikoverhalten
2.1.1 Subjektive Erwartungsnutzentheorie
2.1.2 Prospect Theorie
2.1.3 Instrumente zur Erfassung von Risikoverhalten
2.2 Der Begriff Persönlichkeit
2.2.1 Eigenschaftstheorie
2.2.2 Kennzeichen von Eigenschaften
2.2.3 Fünf-Faktoren-Modelle der Persönlichkeit
2.2.4 Fünf-Faktoren-Modell von Costa und McCrae
2.2.5 Instrumente zur Erfassung der Big Five
2.3 Big Five und Risikoverhalten
2.4 Forschungsfragen und Hypothesen
3 Methode
3.1 Auswahlkriterien für Primärstudien
3.2 Vorgehen
3.3 Einbezogene Primärstudien
4 Ergebnisse
4.1 Wie wird Risikoverhalten von den Persönlichkeitsvariablen beeinflusst?
4.2 Gibt es mediierende Effekte zwischen Persönlichkeitsvariablen und Risikoverhalten?
5 Diskussion
5.1 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse
5.2 Grenzen der Arbeit
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Bachelorarbeit ist die systematische Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Persönlichkeitsmerkmalen (insbesondere der Big Five) und individuellem Risikoverhalten in verschiedenen Lebensbereichen durch eine Analyse von 30 Primärstudien. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, wie Persönlichkeitsvariablen das Risikoverhalten beeinflussen und ob Faktoren wie Kosten und Nutzen als Mediatoren fungieren.
2.1.2 Prospect Theorie
Die Prospect Theorie geht wie die SEU davon aus, dass die Wahrscheinlichkeiten und die Nutzenwerte eine Entscheidung determinieren. Im Gegensatz zur SEU wird die Funktion des Nutzenwertes durch eine Wertefunktion ersetzt. Gemäß der Prospect Theorie (Fox & Poldrack, 2008) gibt es in einem Entscheidungsprozess eine Editierungsphase und eine sich anschließende Evaluationsphase. In der vor der eigentlichen Entscheidung vorgelagerten Editierungsphase bestimmt der Entscheidungsträger einen Status quo, einen sogenannten Referenzpunkt, von dem aus sich dann entweder negative (Verluste) oder positive (Gewinne) Veränderungspotenziale ergeben. In der Evaluationsphase werden die Optionen anhand der Wertefunktion bewertet und den Konsequenzen wird dabei ein subjektiver Nutzen zugeordnet. Außerdem werden durch eine Wahrscheinlichkeitsgewichtungsfunktion die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Konsequenzen subjektiv gewichtet. Die Wertefunktion bildet das Risikoverhalten ab wie in Abbildung 1 dargestellt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik des Risikoverhaltens ein, verdeutlicht dessen Relevanz anhand gesellschaftlicher Schadensdaten und stellt die Zielsetzung des Literaturreviews vor.
2 Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begriffe Risiko, Risikoverhalten und Persönlichkeit definiert sowie die relevanten psychologischen Theorien und Modelle (u.a. Prospect Theorie, Big Five) erläutert.
3 Methode: Dieses Kapitel beschreibt das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche, die Ein- und Ausschlusskriterien für die Primärstudien sowie die Kriterien für die Stichprobenauswahl.
4 Ergebnisse: Hier werden die 30 ausgewählten Primärstudien systematisch im Hinblick auf die Forschungsfragen und Hypothesen ausgewertet und die gefundenen Effekte dargestellt.
5 Diskussion: Dieses Kapitel interpretiert die Ergebnisse vor dem theoretischen Hintergrund, diskutiert die Grenzen der Arbeit, leitet Implikationen für die Praxis ab und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsmöglichkeiten.
Persönlichkeit, Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Risikoverhalten, Risikobereitschaft, Big Five, Kosten-Nutzen-Analysen, Prospect Theorie, Entscheidungsprozesse, Psychologie, Literaturreview, Risikowahrnehmung, empirische Forschung.
Die Arbeit untersucht in Form eines systematischen Literaturreviews den wissenschaftlichen Zusammenhang zwischen menschlichen Persönlichkeitseigenschaften und der Neigung zu risikoreichem Verhalten.
Die zentralen Felder sind die Persönlichkeitspsychologie (insbesondere das Fünf-Faktoren-Modell) sowie die Entscheidungsforschung und Risikotheorien.
Das Ziel ist es, mittels 30 Primärstudien zu klären, wie Persönlichkeitsvariablen – primär Extraversion und Gewissenhaftigkeit – das Risikoverhalten beeinflussen.
Es handelt sich um ein systematisches Literaturreview, das empirische Primärstudien aus den Jahren 1999 bis 2015 quantitativ und qualitativ zusammenfasst.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen zu Risiko- und Persönlichkeitsmodellen erarbeitet, die Methodik der Studiensuche dargelegt und die Ergebnisse der Primärstudien differenziert analysiert.
Wesentliche Begriffe sind Extraversion, Gewissenhaftigkeit, Risikoverhalten, Big Five, Kosten-Nutzen-Analysen und die Prospect Theorie.
Die Analyse zeigt, dass Extraversion in der Regel moderat positiv mit Risikoverhalten korreliert, da extravertierte Menschen oft aktiv Aufregung suchen.
Gewissenhaftigkeit zeigt meist einen moderat negativen Zusammenhang mit Risikoverhalten, da gewissenhafte Personen eher zu Impulskontrolle und besonnenem Handeln neigen.
Die Autorin weist auf die überwiegend junge, studentische Stichprobenzusammensetzung der untersuchten Studien sowie auf die Problematik der "Social Desirability" bei Selbstbericht-Fragebögen hin.
Ja, die Arbeit schlägt vor, Interventionsprogramme zur Risikominimierung stärker persönlichkeitsspezifisch auszurichten und dabei neben kognitiven auch entscheidungstheoretische Aspekte einzubeziehen.
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