Masterarbeit, 2020
108 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Einordnung des Themas
2.2 Vorstellung des Untersuchungsfeldes
2.3 Begriffsbestimmung
2.3.1 Psychosoziale Ressourcen
2.3.2 Prospektive versus retrospektive Betrachtungsweise
2.3.3 Karriere und Karriereübergang
2.4 Theorien zum Karriereende
2.4.1 Thanatologische Ansätze
2.4.2 Gerontologische Ansätze
2.4.3 Transitionsmodelle
2.4.4 Entwicklungspsychologische Ansätze
2.5 Transitionsprobleme im Kontext des Profifußballs
2.6 Aktueller Forschungsstand
2.6.1 Die systematische Literaturrecherche
2.6.2 Zusammenfassung der Recherche-Ergebnisse
2.6.2.1 Studien mit aktiven Fußballprofis
2.6.2.2 Studien mit aktiven und Ex-Fußballprofis
2.6.2.3 Studien mit Ex-Fußballprofis
2.6.2.4 Tabellarische Übersicht relevanter Literatur
3. Methodik
3.1 Datenerhebungsmethode: Das teilnarrative Interview
3.1.1 Das leitfadengestützte Interview
3.1.2 Der Aufbau des Interviewleitfadens
3.2 Stichprobe und Durchführung
3.3 Die Software f4analyse
3.4 Reflexion der Untersuchungskonzeption und Interviewdurchführung
3.5 Die Analyse des Datenmaterials nach Kuckartz
3.5.1 Textarbeit, Markieren wichtiger Textstellen und Schreiben von Memos
3.5.2 Entwickeln von thematischen Hauptkategorien
3.5.3 Codieren des gesamten bisherigen Materials mit den Hauptkategorien
3.5.4 Induktives Bestimmen von Subkategorien am Material
3.5.4 Codieren mit den ausdifferenzierten Kategorien
4. Darstellung der Forschungsergebnisse
4.1 Analyse der emotionalen Ebene
4.2 Analyse der motivationalen Ebene
4.3 Analyse der kognitiven Ebene
4.4 Analyse der sozialen Ebene
4.5 Analyse von Problemen und Bewältigungsstrategien
4.6 Analyse des Systems Profifußball
4.7 Analyse von Einstellungen zum Karriereende
5. Diskussion
5.1 Diskussion der emotionalen Ebene
5.2 Diskussion der motivationalen Ebene
5.3 Diskussion der kognitiven Ebene
5.4 Diskussion der sozialen Ebene
6. Fazit
7. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht die psychosozialen Übergangsprobleme von aktiven Profifußballspielern bei ihrem künftigen Karriereübergang und -ende. Ziel ist es, mithilfe qualitativer Interviews ein besseres Verständnis für die prospektiven Einstellungen und Wahrnehmungen der Athleten zu gewinnen, um Handlungsempfehlungen für eine bessere Vorbereitung auf die Nachkarriere abzuleiten.
1. Einleitung
„I am a very positive person, but you don’t get taught how to deal with the end of your career. Never“ (Bevan, 2019).
Diese Aussage stammt vom britischen Ex-Profifußballspieler Micah Richards, der kurz nach seinem unfreiwilligen Karriereende ein viel beachtetes Interview gab. Das Zitat soll den Leser einleitend dafür sensibilisieren, dass das Karriereende aus Athletensicht unter Umständen als problematisch wahrgenommen werden kann.
Bei der Betrachtung von Karrieren im Profifußball gibt es einen Punkt, den jede Athletin und jeder Athlet, unabhängig von Alter, Erfolgheitsgrad oder sonstigen Determinanten früher oder später erreichen wird. Es ist ein Ereignis, das unausweichlich ist und aus gesamtsportlicher Sicht bereits vielfach in wissenschaftlichen Abhandlungen thematisiert wurde - das Karriereende, beziehungsweise der Übergang in den Lebensabschnitt nach der aktiven Sportkarriere.
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der Karrierebeendigung und -transition im Profifußball sowie Darlegung der Forschungsrelevanz.
2. Theoretische Grundlagen: Erläuterung relevanter Begriffe, Theorien zum Karriereende (thanatologische, gerontologische, Transitionsmodelle) sowie Darstellung des aktuellen Forschungsstandes.
3. Methodik: Beschreibung des qualitativen Forschungsansatzes, der teilnarrativen Interviews, der Stichprobe und des Analyseverfahrens nach Kuckartz.
4. Darstellung der Forschungsergebnisse: Aufarbeitung der Interviewdaten entlang der identifizierten Hauptkategorien, wie emotionale, motivationale, kognitive und soziale Ebene.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse im Kontext bestehender theoretischer Ansätze und der Literaturrecherche.
6. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Ableitung von Handlungsempfehlungen für ein Mentorenprogramm und institutionelle Unterstützungsangebote.
7. Zusammenfassung: Kurze Zusammenfassung der zentralen Forschungsziele, Methoden und Ergebnisse.
Profifußball, Karriereende, Karriereübergang, Transition, psychosoziale Ressourcen, Sportpsychologie, Karriereplanung, Athletenidentität, qualitative Forschung, Nachkarriere, Leistungsfußball, Bewältigungsstrategien, Fußballspieler, Mentorenprogramm, Sozialstruktur.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychosozialen Herausforderungen und Übergangsproblemen, denen Profifußballspieler beim Ende ihrer aktiven Laufbahn gegenüberstehen.
Im Zentrum stehen die psychosozialen Ebenen (emotional, motivational, kognitiv, sozial) im Kontext der Karrierebeendigung, die Bedeutung der Planung und die Rolle des sozialen Umfelds.
Das Ziel ist es, die prospektiven Einstellungen und Wahrnehmungen aktiver Profifußballer zu erfassen, um auf dieser Basis Lösungsansätze für eine gelingende Karriere-Transition zu entwickeln.
Der Autor verwendet ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus acht teilnarrativen, leitfadengestützten Interviews mit aktiven Profifußballern, die mittels inhaltlich strukturierter Analyse nach Kuckartz ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die methodische Vorgehensweise, die detaillierte Ergebnisdarstellung und eine umfassende Diskussion, die die Empirie mit dem theoretischen Wissen verknüpft.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Profifußball, Transition, Karriereübergang, psychosoziale Ressourcen und Sportpsychologie aus.
Viele Spieler identifizieren sich stark über den Sport, vernachlässigen dadurch andere Lebensbereiche und erhalten oft wenig professionelle Unterstützung, was den Übergang in einen zivilen Beruf erschwert.
Eine sehr starke Fußballeridentität kann einerseits motivierend wirken, andererseits aber bei Verletzungen oder Karriereende zu einer tiefen Identitätskrise führen, da Alternativen fehlen.
Der Autor empfiehlt unter anderem Mentorenprogramme, in denen Ex-Profis ihre Erfahrungen weitergeben, sowie eine stärkere institutionelle Verankerung von Beratungs- und Unterstützungsangeboten in den Vereinen.
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