Bachelorarbeit, 2017
40 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung
2 Rechnungslegung, Enforcement und der Kapitalmarkt
2.1 Kapitalmarkt und Kapitalmarkteffizienz
2.2 Funktion der Rechnungslegung und die Principal-Agent-Problematik
2.3 Fehlanreize bei der Informationsproduktion der Rechnungslegung
2.4 DPR/BaFin und SEC – Institutionelle Grundlagen und Ziele
3 Analyse des Einflusses von Enforcement auf den Kapitalmarkt
3.1 Literaturüberblick
3.2 Methodik zur Messung des Einflusses von Enforcement
3.3 Kapitalmarktreaktionen auf Restatements von Unternehmensabschlüssen
3.4 Der Einfluss von Enforcement auf Kapitalkosten und Informationsasymmetrien
4 Bewertung der Auswirkungen von Enforcement auf den Kapitalmarkt
4.1 Wirksamkeit von Enforcement – Ergebnisse und Erkenntnisgewinne
4.2 Stärken und Schwächen von Enforcement
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Rechnungslegungs-Enforcement auf den Kapitalmarkt, mit dem Ziel, die Wirksamkeit von Durchsetzungsmechanismen sowie deren Auswirkungen auf Investorenentscheidungen und Unternehmenskosten kritisch zu analysieren.
3.2 Methodik zur Messung des Einflusses von Enforcement
Bevor sich im weiteren Verlauf der Analyse damit beschäftigt wird, wie genau sich der Einfluss von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt auswirkt, stellt sich zunächst die Frage, wie genau der Einfluss von Enforcement auf den Kapitalmarkt überhaupt gemessen wird. Es gibt keine eindeutige und unumstrittene Weise, Enforcement zu messen. Dennoch gibt es Variablen, die immer wieder dazu verwendet werden, um den Einfluss von Enforcement zu messen.
Die am häufigsten genutzten Variablen zur Messung des Einflusses von Rechnungslegungsenforcement auf den Kapitalmarkt sind: Überrenditen, Veränderungen von Bid-Ask-Spreads, Zero-Return-Days, der Market-to-Book Ratio, der Analystenprognosen sowie Tobins Q. Überrenditen, Bid-Ask-Spreads sowie Zero-Return-Days werden i.d.R. dazu verwendet, um den Einfluss auf die Aktienliquidität zu messen und das Market-to-Book Ratio, Tobins Q sowie Analystenprognosen, um den Einfluss auf die Unternehmensbewertung zu messen.
Mit Hilfe von Ereignisstudien kann überprüft werden, ob und wie sich bestimmte Ereignisse auf die Unternehmensbewertung bzw. auf die Wertpapierpreise auswirken. Dabei werden tatsächlich realisierte Renditen der Aktien mit den erwarteten Renditen verglichen. Die erwartete Rendite entspricht der Verzinsung eines risikofreien Wertpapiers zuzüglich einer Aktienmarktprämie für das übernommene systematische Risiko der Aktie. Die Differenz zwischen der realisierten Rendite und der erwarteten Rendite nennt man abnormale Rendite oder auch Überrendite. Eines der am häufigsten verwendeten Modelle ist das Marktmodell, das auf Regressionsanalysen basiert. Ein weiteres populares Modell, um die erwartete Rendite zu schätzen, ist das Capital Asset Pricing Model.
1 Problemstellung: Einführung in die Thematik der Bilanzskandale und Definition der Relevanz von Enforcement zur Wiederherstellung des Vertrauens in Unternehmensabschlüsse.
2 Rechnungslegung, Enforcement und der Kapitalmarkt: Theoretische Grundlagen zu Kapitalmarkteffizienz, der Principal-Agent-Problematik sowie den Institutionen DPR, BaFin und SEC.
3 Analyse des Einflusses von Enforcement auf den Kapitalmarkt: Empirische Untersuchung der Auswirkungen von Restatements auf Aktienkurse sowie der Korrelation zwischen Offenlegung und Kapitalkosten.
4 Bewertung der Auswirkungen von Enforcement auf den Kapitalmarkt: Kritische Analyse der Wirksamkeit der Sanktionsmechanismen sowie Erörterung der Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Enforcement-Systeme.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf im Bereich der Enforcement-Harmonisierung.
Rechnungslegungsenforcement, Kapitalmarkt, Bilanzmanipulation, Principal-Agent-Problematik, Restatements, Aktienliquidität, Kapitalkosten, Informationsasymmetrien, Offenlegung, Markttransparenz, DPR, BaFin, SEC, Corporate Governance, Adverse Publizität.
Die Arbeit analysiert, wie staatliche oder privatrechtliche Kontrollmechanismen (Enforcement) die Qualität der Rechnungslegung und das Verhalten am Kapitalmarkt beeinflussen.
Zentral sind der Zusammenhang zwischen der Offenlegungsqualität von Unternehmen, den daraus resultierenden Auswirkungen auf Aktienkurse sowie die Rolle der Aufsichtsbehörden bei der Sanktionierung von Fehlverhalten.
Das Ziel besteht darin, die Wirksamkeit von Enforcement-Maßnahmen zu evaluieren und festzustellen, ob diese tatsächlich zu stabileren Märkten und geringeren Informationsasymmetrien beitragen.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die auf empirischen Studien und Ereignisstudien basiert, um kausale Zusammenhänge zwischen Enforcement-Ereignissen und Kapitalmarktreaktionen abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Problematik, eine detaillierte Analyse der Auswirkungen von Restatements auf Liquidität und Bewertung sowie eine kritische Bewertung der existierenden Aufsichtssysteme.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Enforcement, Bilanzkorrektur, Kapitalmarktreaktion, Informationsasymmetrie und Transparenz beschreiben.
Das Prinzip bezeichnet die Sanktionierung fehlerhafter Rechnungslegung durch öffentliche Bekanntmachung, was bei Investoren zu negativen Reaktionen führt und somit eine präventive Abschreckungswirkung entfaltet.
Ja, die USA setzen auf ein einstufiges System unter der SEC, während Deutschland ein zweistufiges System mit der privatrechtlichen DPR und der hoheitlichen BaFin nutzt, was zu unterschiedlichen Herausforderungen bei der Harmonisierung führt.
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