Bachelorarbeit, 2016
57 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung
2. Das Mediensystem in Deutschland
2.1 Begrifflichkeiten
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk
3.1 Historischer Abriss
3.2 Rundfunkurteile
3.3 Das Fernsehangebot von ARD und ZDF
4. Digitalisierung
4.1 Der digitale Wandel
4.2 Konvergenz
4.3 Fernsehen und Digitalisierung
4.4 Interaktivität
4.5 Smartphone als Multifunktionsgerät
4.6 Social Media
4.7 Digitales Programmangebot von ARD und ZDF
5. Die Jugend
5.1 Jugendkultur
5.2 Mediennutzung
5.3 Medienkompetenz
5.4 Identitätsbildung und soziale Beziehungen
5.5 Informationsbeschaffung
5.6 Unterhaltung und Erlebnisorientierung
5.6 Bewegtbildnutzung im Internet am Beispiel von YouTube
6. Chancen für die öffentlich-rechtlichen Anbieter
6.1 Wunsch nach einem jugendorientierten Kanal
6.2 Das junge Angebot von ARD und ZDF
6.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
6.2.2 Beitrag zur Auftragserfüllung
6.2.3 Konzept
6.2.4 Inhaltliche Schwerpunkte
6.2.5 Geplante Entwicklung
7. Resümee
Die Arbeit untersucht die Herausforderungen und Chancen für ARD und ZDF, im digitalen Zeitalter eine junge Zielgruppe zu erreichen, die sich zunehmend von klassischen linearen Fernsehangeboten abwendet. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, inwieweit die Planung eines rein internetbasierten Jugendangebots unter Berücksichtigung des öffentlich-rechtlichen Funktionsauftrags und des geänderten Mediennutzungsverhaltens der Jugend erfolgreich gelingen kann.
4.2 Konvergenz
Ein Leitbegriff der Digitalisierung ist Konvergenz. Dieser bezeichnet in diesem Zusammenhang die fortlaufende Annährung der Bereiche Telekommunikation, Rundfunk und Internet (Vgl. Kaufmanns et al. 2008: 7). Die strukturelle Verschmelzung ehemals getrennter Branchen findet, vereinfacht gesagt, auf der technischen und inhaltlichen Ebene statt (Vgl. 2006 Wagner & Theunert). Zum einen konvergieren die Produktionsarten und verschiedene Funktionen und Anwendungen wachsen zusammen. Diesen Vorgang nennt man „corporate driven process“ (Jenkins 2006: 16) und es entstehen multifunktionale Nutzungsplattformen und Endgeräte. Dabei werden alte Medien nicht gänzlich verdrängt, sondern finden durch die Integration in multifunktionalen Endgeräten und Plattformen erneut Verwendung (Vgl. Hipeli 2012: 20).
Zum Anderen zeigt sich die Konvergenz auch in der Art des Mediengebrauchs auf der Rezipientenseite. Der „consumer driven process“ bedeutet, dass die Anforderungen der Nutzer stetig steigen, sodass die Plattformen und Endgeräte den zunehmenden Ansprüchen der Rezipienten entsprechen müssen (Vgl. Kolo 2010: 289). Beide Konvergenzen bedingen sich gegenseitig und führen zum einen zu einer voranschreitenden Vereinheitlichung und Komplexitätserweiterung der Medien und zum anderem zu einer Entwicklung neuer Nutzungsstile und Medienrepertoires (Vgl. Steinmaurer 2012: 89). Es findet eine Fragmentierung der Nutzungsarten statt und es entstehen eine Vielzahl von unterschiedlichen Zielgruppen mit individuellen Bedürfnissen (Vgl. Sjurts 2008: 5). Dies führt zu einem gesteigerten Wettbewerb unterschiedlicher Anbieter, unabhängig von der technischen Plattform, auf der die Angebote zu finden sind.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Akzeptanzprobleme der Öffentlich-Rechtlichen bei jungen Zuschauern und die Notwendigkeit eines digitalen Jugendangebots.
2. Das Mediensystem in Deutschland: Dieses Kapitel definiert theoretisch den Begriff des Mediensystems und beleuchtet die rechtlichen Grundlagen für den Rundfunk.
3. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk: Hier werden die historische Entwicklung, die relevanten Rundfunkurteile und das bestehende Fernsehangebot der Anstalten analysiert.
4. Digitalisierung: Es werden der digitale Wandel, Medientechnologien und deren Einfluss auf das klassische Sendeprinzip sowie neue digitale Angebote erläutert.
5. Die Jugend: Dieses Kapitel analysiert umfassend die heutige Jugendkultur und deren spezifisches, internetbasiertes Mediennutzungsverhalten.
6. Chancen für die öffentlich-rechtlichen Anbieter: Das Kapitel befasst sich mit der Konzeption, den rechtlichen Voraussetzungen und inhaltlichen Zielen des neuen jungen Angebots von ARD und ZDF.
7. Resümee: Hier werden die Ergebnisse zusammengefasst und die Erfolgschancen des geplanten digitalen Jugendangebots kritisch bewertet.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Digitalisierung, Jugend, Mediennutzung, Konvergenz, Internet, Jugendangebot, Mediensystem, Funktionsauftrag, Social Media, Jugendkultur, Telemedien, Programmangebot, Medienkompetenz, Digitale Medien.
Die Arbeit analysiert die Strategien und Chancen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten (ARD und ZDF), eine jüngere Zielgruppe zu gewinnen, die das Internet als primäres Medium nutzt.
Wesentliche Schwerpunkte sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Rundfunks, der digitale Wandel, die Analyse des Mediennutzungsverhaltens der Jugend und das konkrete Konzept für ein neues, rein internetbasiertes Jugendangebot.
Die Arbeit untersucht, ob und wie ARD und ZDF ein junges Angebot auf dem deutschen Markt etablieren können, das sowohl den gesetzlichen Vorgaben als auch den Bedürfnissen der Jugend in einer digitalen Medienwelt entspricht.
Die Arbeit stützt sich primär auf eine ausführliche Literaturanalyse sowie die Untersuchung aktueller Rundfunkurteile und Konzepte für das geplante Jugendangebot.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung des Mediensystems, die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf das Fernsehen sowie eine tiefgehende Analyse der Jugendkultur und Mediennutzung als Grundlage für das neue Angebot.
Kernbegriffe sind unter anderem öffentlich-rechtlicher Rundfunk, Digitalisierung, Jugendkultur, Medienkonvergenz und der Funktionsauftrag der Rundfunkanstalten.
Der Funktionsauftrag erfordert eine Vollversorgung mit Qualitätsprogrammen, was eine Herausforderung für rein internetbasierte Formate darstellt, da diese rechtlich bisher eher als ergänzend zu den klassischen Kanälen eingestuft wurden.
Soziale Medien sind für das neue Jugendangebot essenziell, da sich die Zielgruppe dort aufhält; das Konzept sieht daher eine plattformübergreifende Distribution vor, um dort präsent zu sein, wo die Jugendlichen ihre Medienzeit verbringen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

