Examensarbeit, 2005
89 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Interesse und Ausgangspunkt
1.2 Wege der Bearbeitung
1.3 Erklärung der gewählten Begriffe
2. Was sind psychische Schulprobleme?
Versuch einer Definition
3. Drei Beispiele für Schulprobleme mit psychischen Ursachen
3.1 Lernhemmungen
3.2 Schulunlust bzw. Schulangst
3.3 Verhaltensstörungen
4. Psychische Ursachen für Schulprobleme
4.1 Durch die Schule bzw. den Lehrer bedingte Lernstörungen
4.1.1 Der Lehrerwechsel
4.1.2 Beziehungen im Unterricht: Lehrer- Schüler Beziehung
4.2 Durch die Familiensituation und die außerschulische Erziehung bedingte Lernstörungen
4.2.1 Formen der Familiensituation: Zerrüttete, getrennte oder geschiedene Ehen
4.2.2 Die Geschwistersituation
4.2.2.1 Das Einzelkind
4.2.2.2 Kinder mit mehreren Geschwistern
4.2.2.3 Die Geschwisterreihe
4.3 Durch Entwicklungsstörungen und Verhaltensstörungen des Kindes bedingte Lernstörungen
4.3.1 Das liebesfrustrierte oder das gequälte Kind
4.3.2 Das Opfer einer vernachlässigenden und verwahrlosenden Erziehung
5. Wie diagnostiziert man schulische Lernschwierigkeiten?
5.1 Modelle der psychologisch- pädagogische Diagnostik
5.2 Das medizinische Diagnosemodell
5.3 Prozessdiagnostik
6. Was kann ein Lehrer selber tun, um die Ursache von Schulproblemen heraus zu finden?
6.1 Lerndiagnose
6.1.1 Zu 1.:Denkentwicklung
6.1.2 Zu 2.: Leistungsstand
6.1.3 Zu 3.: Lernmotivation
6.1.4 Zu 4.: Lernstrategien
6.1.5 Zu 5.: Lerntypen
6.1.6 Zu 6.:Lernbarrieren
7. Lernförderung/ pädagogische Maßnahmen
7.1 Das „richtige“ Lehrerverhalten
8. Der Beratungslehrer
8.1 Warum an Grundschulen Beratungslehrer gebraucht werden
9. Gesprächsführung
9.1 Kooperative Gesprächsführung
9.1.1 Verstehen
9.1.1.1 Aufmerksam Zuhören
9.1.1.2 Offene Fragen
9.1.1.3 Gedanken wiedergeben
9.1.1.4 Wiedergeben von Gefühlen
9.1.2 Leiten
9.1.2.1 Strukturieren
9.1.2.2 Lösungswege sammeln
9.1.2.3 Stellung nehmen
9.1.2.4 Beziehungen klären
9.2 Das Schüler –Lehrer Gespräch
9.3 Das Elterngespräch
9.4 Schulz von Thun: Die vier Seiten einer Botschaft
10. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht das Problemfeld psychisch bedingter Schulprobleme in der Grundschule und zeigt Wege für Lehrer auf, diese zu diagnostizieren und pädagogisch zu begleiten. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie Lehrkräfte durch Diagnostik, Gesprächsführung und ein förderliches Lehrerverhalten auf die verschiedenen Ursachenbereiche – von familiären Hintergründen bis hin zu schulischen Interaktionen – reagieren können.
4.1.1 Der Lehrerwechsel
Gerade in der Grundschule ist es für Kinder wichtig eine gute Beziehung zum Lehrer zu haben. Grundschüler lernen aus einer „sekundären Motivation“ (Correll, 1976, S. 13) heraus. Ihr Ziel ist es dem Lehrer zu gefallen in dem sie ihm gehorchen und aufmerksam dem Unterricht folgen. Das sachliche Interesse am Unterricht wird meistens erst an weiterführenden Schulen entwickelt.
Noch besser lernt das Kind, wenn ihm sein Lehrer sympathisch ist und er das Gefühl hat auch von seinem Lehrer gemocht und akzeptiert zu werden. Im Umgekehrten Fall hat das Kind keine Motivation sich im Unterricht anzustrengen.
Wenn ein Schüler seine bisherige Sympathie für den Lehrer verliert oder er einen neuen Lehrer bekommt, mit dem das „Zusammenleben“ nicht ganz so einfach ist wie mit dem alten Lehrer, können beim Kind Lernstörungen auftreten (vgl. Correll, 1976).
Vor allem nach einem Lehrerwechsel steigt die Zahl der Schüler mit Lernstörungen an. Sie können dann behoben werden, wenn der Lehrer die Sympathie der Schüler gewinnt.
1. Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf das Interesse der Autorin an Schulproblemen und skizziert den Aufbau sowie die Begriffsdefinitionen der Arbeit.
2. Was sind psychische Schulprobleme?: Dieses Kapitel versucht eine Definition von Schulproblemen und unterscheidet zwischen Lernstörungen und Lernhemmungen aufgrund psychischer Ursachen.
3. Drei Beispiele für Schulprobleme mit psychischen Ursachen: Es werden Lernhemmungen, Schulunlust bzw. Schulangst und Verhaltensstörungen als zentrale Störungsbilder eingeführt.
4. Psychische Ursachen für Schulprobleme: Dieser Hauptteil analysiert detailliert schulische, familiäre und entwicklungsbedingte Ursachen für Lernschwierigkeiten.
5. Wie diagnostiziert man schulische Lernschwierigkeiten?: Hier werden Diagnosemodelle wie das medizinische Modell und die Prozessdiagnostik gegenübergestellt.
6. Was kann ein Lehrer selber tun, um die Ursache von Schulproblemen heraus zu finden?: Das Kapitel bietet konkrete Anleitungen zur Lerndiagnose in den Bereichen Denkentwicklung, Leistung, Motivation, Strategien, Lerntypen und Lernbarrieren.
7. Lernförderung/ pädagogische Maßnahmen: Es werden Möglichkeiten der pädagogischen Intervention sowie die Bedeutung des korrekten Lehrerverhaltens diskutiert.
8. Der Beratungslehrer: Dieses Kapitel erläutert die Funktion und Notwendigkeit von Beratungslehrern an Grundschulen.
9. Gesprächsführung: Eine Einführung in Techniken der kooperativen Gesprächsführung und das Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun.
10. Schlusswort: Das Schlusswort fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und betont die Wichtigkeit frühzeitiger pädagogischer Intervention.
Schulprobleme, Lernstörungen, Lernhemmungen, Verhaltensstörungen, Grundschule, Lerndiagnose, Beratungslehrer, Gesprächsführung, Pädagogische Maßnahmen, Lehrerverhalten, Entwicklungspsychologie, Prozessdiagnostik, Lernmotivation, Kommunikationsmodell, Schulförderung
Die Arbeit beschäftigt sich mit den psychischen Ursachen von Lern- und Schulproblemen in der Grundschule und wie Lehrkräfte diese identifizieren und pädagogisch professionell begleiten können.
Die zentralen Themen sind Ursachenforschung (Schule/Familie), diagnostische Ansätze, Gesprächstechniken zur Beratung sowie Möglichkeiten der individuellen Lernförderung.
Das Ziel ist es, Lehrkräften ein fundiertes Verständnis für die Hintergründe von Schulschwierigkeiten zu vermitteln und konkrete Handlungsmöglichkeiten für den Schulalltag aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse etablierter psychologischer und pädagogischer Diagnosemodelle sowie auf Fallbeispielen aus der Schulpraxis.
Der Hauptteil gliedert sich in Ursachenfelder (z.B. Lehrerwechsel, Familienstruktur), diagnostische Vorgehensweisen und praktische methodische Ansätze wie Lerntests und kooperative Gesprächsführung.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Lerndiagnose, Lernstörungen, Beratungslehrer, Kommunikation und individuelle Lernförderung charakterisieren.
Der Lehrerwechsel verdeutlicht, wie stark die emotionale Bindung zwischen Lehrkraft und Kind (sekundäre Motivation) die schulische Leistung beeinflussen kann.
Im Gegensatz zum starren medizinischen Modell ermöglicht die Prozessdiagnostik eine laufende Kontrolle und Anpassung des Lernprozesses an die individuellen Gegebenheiten des Kindes.
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