Bachelorarbeit, 2006
57 Seiten, Note: 1,3
1 Einführung
2 Theoretische Grundlagen des Markenmanagement
2.1 Zum Mythos Marke
2.2 Abgrenzung des Markenbegriffs
2.3 Funktionen der Marke
3 Theorie der identitätsorientierten Markenführung
3.1 Wesenszüge des identitätsorientierten Markenführungsansatzes
3.2 Identität als zentrales Element im identitätsorientierten Markenmanagement
3.3 Identität und Image als Aussage- beziehungsweise Akzeptanzkonzept der Marke
3.4 Managementprozess der identitätsorientierten Markenführung
4 Identitätsorientierte Markenführung für Städte
4.1 Stadtmarketing als übergeordneter Bezugsrahmen der Markenführung für Städte
4.2 Herausforderungen an die Markenführung für Städte
4.3 Stadtidentität
4.4 Situationsanalyse und Zielbildung
4.5 Markenstrategische Optionen für Städte
4.6 Positionierung der Stadtmarke
4.7 Operative Detailentscheidungen in Bezug auf die Markenführung für Städte
4.7.1 Gestaltung der Stadtmarke
4.7.2 Integration der Stadtmarke
4.7.3 Markencontrolling
5 Zusammenfassung
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spezifika der Markenführung für Städte mittels einer fundierten Literaturanalyse. Ziel ist es, den identitätsorientierten Markenmanagementansatz als strategisches Instrument im kommunalen Wettbewerb zu erörtern, um die komplexen Herausforderungen der Profilierung von Städten zu bewältigen und eine nachhaltige Identitätsbildung zu fördern.
3.1 Wesenszüge des identitätsorientierten Markenführungsansatzes
Für Burmann/Meffert (2005a) ist die jeweils eindimensionale Orientierung bisheriger Markenführungsansätze auf die Angebots- beziehungsweise die Nachfragerseite für ein umfassendes Verständnis des Wesens der Marke und seiner Bestimmungsfaktoren nicht mehr ausreichend. Unter ganzheitlichen Gesichtspunkten muss die bislang dominierende marktorientierte Sichtweise um eine nach innen gerichtete Perspektive auf unternehmensspezifische Ressourcen und Kompetenzen ergänzt werden. Diesem Anspruch wird der identitätsorientierte Ansatz der Markenführung als innen- und außengerichteter Managementprozess mit dem Ziel der funktionsübergreifenden Vernetzung aller Entscheidungen und Maßnahmen zum Aufbau und zur Führung einer starken Marke gerecht.
Basis für die Überlegungen zum identitätsorientierten Ansatz und der damit verbundenen Integration von Markt- und Ressourcenorientierung bilden die aus der strategischen Managementforschung stammenden Ansätze des market-based view (MBV) sowie des resource-based view (RBV). Die Kernaussage des MBV ist, dass langfristiger Unternehmenserfolg zum einen von der Struktur der Märkte, zum anderen vom jeweiligen strategischen Verhalten des Unternehmens auf den Zielmärkten bestimmt wird. Kritisiert wird hierbei die Betrachtung des Unternehmens als Black Box, dessen interne Ressourcen wie beispielsweise die Qualifikation von Mitarbeitern zur Konstituierung von Wettbewerbsvorteilen keine Berücksichtigung finden. Demgegenüber stellt der ursprünglich als Gegenkonzept zur marktorientierten Sichtweise formulierte RBV nicht externe Faktoren wie zum Beispiel konjunkturelle Aspekte in den Mittelpunkt der Betrachtung, sondern fokussiert auf unternehmensspezifische Ressourcen als entscheidende Elemente für den Unternehmenserfolg.
Der grundsätzliche Charakter der identitätsorientierten Markenführung begründet sich in der Zusammenführung der beiden hier dargestellten Ansätze. Die ganzheitliche Betrachtung der wechselseitigen Beeinflussung von Marktorientierung (Outside-In-Perspektive) und den einer Organisation zur Verfügung stehenden Ressourcen (Inside-Out-Perspektive) stellt dabei den zentralen Gegenstand des identitätsorientierten Markenführungsansatzes dar.
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den steigenden kommunalen Wettbewerb und die Notwendigkeit für Städte, sich durch professionelle Markenführung zu positionieren.
2 Theoretische Grundlagen des Markenmanagement: Dieses Kapitel definiert den Markenbegriff und erläutert dessen zentrale Funktionen aus Sicht von Anbietern und Nachfragern.
3 Theorie der identitätsorientierten Markenführung: Hier wird der identitätsorientierte Markenführungsansatz vorgestellt, der Markt- und Ressourcenorientierung zu einem ganzheitlichen Managementprozess vereint.
4 Identitätsorientierte Markenführung für Städte: Der Hauptteil analysiert die spezifischen Herausforderungen im Stadtmarketing und diskutiert Ansätze zur Identitätsbildung, Positionierung und operativen Markenführung.
5 Zusammenfassung: Das letzte Kapitel fasst die zentralen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und hebt die Bedeutung langfristiger Markenstrategien im kommunalen Kontext hervor.
Markenführung, Stadtmarketing, Stadtidentität, Markenmanagement, Identitätsorientierte Markenführung, Wettbewerb, Positionierung, Dachmarke, Markencontrolling, Stadtmarke, Markenidentität, Markenimage, Ressourcenorientierung, Dienstleistungsmarke, Kommunikationspolitik.
Die Arbeit untersucht, wie Städte durch den identitätsorientierten Markenmanagementansatz im kommunalen Wettbewerb profiliert werden können.
Zu den Kernbereichen gehören das Markenverständnis, die Identitätskonzepte für Städte, strategische Optionen wie Dachmarken sowie die operative Umsetzung im Stadtmarketing.
Das Ziel ist die Herausstellung der Spezifika der Markenführung für Städte durch eine fundierte Literaturanalyse und die Darstellung eines Managementprozesses.
Die Arbeit basiert primär auf einer systematischen Literaturanalyse bestehender markentheoretischer und stadtmarketing-spezifischer Ansätze.
Der Hauptteil befasst sich mit der Anwendung des identitätsorientierten Markenmanagements auf Kommunen, inklusive Situationsanalysen, Positionierungsstrategien und Detailentscheidungen.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Stadtmarketing, Identitätsorientierte Markenführung, Markenidentität und Stadtmarke.
Das Gap-Modell hilft dabei, Diskrepanzen zwischen dem internen Selbstbild der Stadt und dem externen Fremdbild der Zielgruppen präzise zu analysieren und strategisch zu adressieren.
Die Dachmarke dient als zentraler strategischer Rahmen, um die heterogenen Leistungen einer Stadt unter einer einheitlichen Identität zu bündeln und wettbewerbsfähig zu machen.
Die Herausforderung liegt in der hohen städtischen Komplexität, bedingt durch die Heterogenität der Anspruchsgruppen und den immateriellen Dienstleistungscharakter des Angebots.
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