Diplomarbeit, 2005
103 Seiten, Note: 2,0
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit
1.1 Einleitung
1.2 Aufbau der Arbeit
1.3 Ziel der Arbeit
2 Grundlegende Begrifflichkeiten
2.1 Begriff der Marktforschung und Abgrenzung zur Marketingforschung
2.2 Internationale Marktforschung
2.2.1 Begriff und Aufgaben der internationalen Marktforschung
2.2.2 Möglichkeiten der Informationsbeschaffung in der internationalen Marktforschung
2.3 Der Kulturbegriff in der Marktforschung
3 Interkulturelle Marktforschung
3.1 Begriff der interkulturellen Marktforschung
3.2 Aufgaben und Funktionen der interkulturellen Marktforschung
3.3 Grundsätzliche Orientierungsmöglichkeiten in der interkulturellen Marktforschung: Emic vs. Etic
3.4 Informationsgewinnung im interkulturellen Kontext
3.5 Methodische Anforderungen an die interkulturelle Marktforschung
3.5.1 Äquivalenz der Untersuchungssachverhalte
3.5.1.1 Funktionale Äquivalenz
3.5.1.2 Konzeptuelle Äquivalenz
3.5.1.3 Kategoriale Äquivalenz
3.5.2 Äquivalenz der Untersuchungsmethoden
3.5.2.1 Erhebungsmethodische Äquivalenz
3.5.2.2 Befragungstaktische Äquivalenz
3.5.2.3 Übersetzungs-Äquivalenz
3.5.2.4 Messmethodische Äquivalenz
3.5.3 Äquivalenz der Untersuchungseinheiten
3.5.3.1 Definitionsäquivalenz
3.5.3.2 Auswahläquivalenz
3.5.4 Äquivalenz der Untersuchungssituation
3.5.4.1 Interaktions-Äquivalenz
3.5.4.2 Zeitliche Äquivalenz
3.5.5 Äquivalenz der Untersuchungsdatenaufbereitung
4. Praktische Implikationen der interkulturellen Marktforschung
4.1 Methoden der interkulturellen Marktforschung
4.2 Auswahl möglicher Lösungsansätze bei der Umsetzung interkultureller Marktforschungsstudien
4.2.1 Problematik der sozialen Erwünschtheit sowie der Antwortverzerrungen
4.2.2 Mögliche Lösungsansätze
5. Fazit
Die Arbeit untersucht den Einfluss kultureller Komponenten innerhalb des Marktforschungsprozesses. Ziel ist es, aufzuzeigen, dass eine kulturelle Anpassung traditioneller Methoden für den Erfolg auf internationalen Märkten unumgänglich ist, und praktikable Lösungsansätze für interkulturelle Studien zu präsentieren.
3.5.1.1 Funktionale Äquivalenz
Die Sicherstellung von funktionaler Äquivalenz bedeutet, dass die zu untersuchenden Konzepte, Objekte und Verhaltensweisen in unterschiedlichen Kulturen dieselbe Funktion erfüllen müssen. Als anschauliches Beispiel wird in der Literatur oft der Vergleich des Produktes Fahrrad angeführt, dessen Gebrauch sogar innerhalb Europas vom Transportmittel, wie z.B. in den Niederlanden, bis hin zum Freizeitgut, wie z.B. in Deutschland oder Frankreich, variiert. Werden statt Produkten Verhaltensweisen untersucht, gilt es ebenfalls zu beachten, dass diese die gleichen Funktionen erfüllen. Während Erwachsenenweiterbildung in den USA als Freizeitaktivität betrachtet wird, erfüllt diese in Japan die Funktion der Karriereförderung.
1 Problemstellung und Aufbau der Arbeit: Einführung in die wachsende Bedeutung interkultureller Marktforschung durch Globalisierung und Definition der Zielsetzung der Arbeit.
2 Grundlegende Begrifflichkeiten: Definition von Marktforschung, Abgrenzung zur Marketingforschung und Einordnung internationaler Aspekte sowie Operationalisierung des Kulturbegriffs.
3 Interkulturelle Marktforschung: Zentrale Analyse der methodischen Anforderungen, insbesondere der verschiedenen Äquivalenzbereiche und Strategien zur Datenvalidität.
4. Praktische Implikationen der interkulturellen Marktforschung: Anwendung theoretischer Konzepte in der Praxis, Fokus auf Triangulation, Personalauswahl und Umgang mit Antwortverzerrungen.
5. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Notwendigkeit kultureller Anpassung und Plädoyer für den Leitsatz: „So global wie kulturell möglich, so lokal wie kulturell nötig.“
Interkulturelle Marktforschung, Äquivalenz, Kulturdimensionen, Marktforschungsprozess, Primärforschung, Sekundärforschung, Antwortverzerrung, soziale Erwünschtheit, Triangulation, Emic, Etic, Internationalisierung, Kulturbegriff, Methodenvalidität, Cultural Affinitätszonen.
Die Arbeit befasst sich mit den Herausforderungen und Methoden der interkulturellen Marktforschung für global tätige Unternehmen.
Im Mittelpunkt stehen die Operationalisierung des Kulturbegriffs, die Sicherstellung methodischer Äquivalenz und die Bewältigung praktischer Probleme wie Antwortverzerrungen.
Das Ziel ist der Nachweis, dass eine kulturelle Anpassung traditioneller Marktforschungsmethoden für eine erfolgreiche Marktbearbeitung unerlässlich ist.
Es handelt sich um eine theoretisch-konzeptionelle Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung des derived-etic-Ansatzes basiert.
Der Hauptteil analysiert detailliert die fünf Äquivalenzanforderungen (Sachverhalte, Methoden, Einheiten, Situation, Datenaufbereitung) sowie praktische Lösungsansätze.
Schlüsselbegriffe sind u.a. Interkulturelle Marktforschung, Äquivalenz, Antwortverzerrung, Triangulation und kulturelle Affinitätszonen.
Es beschreibt das Phänomen, dass ein zu einseitiges Streben nach methodischer Vergleichbarkeit (Äquivalenz) die Chance verringern kann, spezifische interkulturelle Unterschiede zu identifizieren.
Der Interviewer beeinflusst durch seine Person und das soziale Umfeld das Antwortverhalten; lokales Personal kann kulturelle Barrieren besser überwinden, birgt aber das Risiko enthnozentrischer Verzerrungen.
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