Masterarbeit, 2019
86 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 Digitale Investition
2.1.1 Investitionsbegriff
2.1.2 Digitale Technologien
2.1.3 Unsicherheit und fehlende Aufmerksamkeit von digitalen Investitionen
2.2 Investitionserfolg
2.2.1 Digitale Produktinnovation
2.2.2 Digitale Effizienz
3 HYPOTHESENHERLEITUNG
3.1 Grundhypothesen
3.2 Moderatorhypothesen
4 EMPIRISCHE ANALYSE
4.1 Forschungsdesign und Sample
4.2 Deskriptive Statistik
4.3 Messmethodik und Operationalisierung
4.4 Messergebnisse
5 DISKUSSION
5.1 Reflexion der Ergebnisse
5.2 Implikationen für die Wissenschaft
5.3 Implikationen für die Praxis
5.4 Limitationen
6 FAZIT
Die Masterarbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Investitionen in digitale Technologien und dem unternehmerischen Erfolg, operationalisiert durch digitale Produktinnovation und digitale Effizienz. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welchen moderierenden Einfluss Maßnahmen der Formalisierung – konkret die Formalisierung von Projekten, strategische Formalisierung sowie die Etablierung eines Digital Officers – auf diese Beziehung ausüben.
2.1.3 Unsicherheit und fehlende Aufmerksamkeit von digitalen Investitionen
Viele digitale Investitionen führen nicht zu dem gewünschten Erfolg. GE beispielsweise startete 2011 eine grundlegende Transformation seines Produkt- und Serviceangebots. Vielfach wurden Produkte mit digitalen Sensoren ausgestattet, neue Software Plattformen für das Internet der Dinge wurden eingerichtet, Geschäftsmodelle wurden überarbeitet und man deklarierte sich selbst als digital industrielles Unternehmen. Auch interne Prozesse wurden digitalisiert wie die Einkaufs- und Vertriebsprozesse. Daraufhin verbesserten sich zwar einige Performance-Indikatoren, die Erwartung der Investoren wurde jedoch bei weitem nicht erfüllt und in der Folge musste das Management inmitten des Wandelprozesses das Unternehmen verlassen. Das neue Management ist seitdem primär darum bemüht Kosten einzusparen. Auch andere gescheiterten digitale Bestrebungen der letzten Jahre von Unternehmen wie Nike, Lego, P&G oder Burberry belegen diese These.
Ein Grund für das oftmalige Scheitern von digitalen Investitionen ist, dass diese nicht ausschließlich technologisch sind. Digitale Investitionen sind vielmehr mehrschichtig und diffus und erfordern deshalb grundlegende Änderungen in der gesamten Organisation bezüglich der Fähigkeiten der Mitarbeiter, der Infrastruktur sowie der Projekte. Sie erfordern zudem ein neugeordnetes Zusammenspiel von Mitarbeitern, Maschinen und Geschäftsprozessen, was stets mit Chaos einhergeht (Davenport & Westerman, 2018; Bughin, LaBerge, & Mellbye, 2017, S. 3 ff.). Digitale Investitionen sind also hochgradig unsicher. Es ist für Entscheidungsträger extrem schwierig zu wissen, welche Investitionen getätigt werden müssen, um dem Markt voraus zu sein und welche Investitionen auf jeden Fall simultan mit dem Markt abgestimmt sein sollten. Für viele CEOs scheint es attraktiver zu sein mit einer radikalen Innovation einen neuen Markt zu erobern als zunächst über den Markt zu lernen. Frühzeitig in einen Markt zu investieren macht aber nur dann Sinn, wenn wir dessen weitere Verlaufskurve abschätzen können. Digitale Investitionen jedoch sind allzu oft mit Exploration und einem tiefergehenden Verständnis der jeweiligen Technologie verbunden bevor die Verlaufskurve Gestalt annimmt (Davenport & Westerman, 2018).
1 EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der digitalen Transformation für deutsche Unternehmen, identifiziert ein Umsetzungsdefizit und leitet daraus die Forschungsfrage zum Einfluss von Formalisierung auf den Erfolg digitaler Investitionen ab.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie digitale Investitionen, digitale Technologien, Produktinnovation und Effizienz und legt durch die Einbettung in die Sensemaking-Literatur und den Attention-based View das theoretische Fundament.
3 HYPOTHESENHERLEITUNG: Basierend auf der Theorie werden Grundhypothesen zum positiven Zusammenhang von Investitionen und Erfolg sowie Moderatorhypothesen zur Wirkung von Formalisierung und Digital Officers aufgestellt.
4 EMPIRISCHE ANALYSE: Es wird das Forschungsdesign beschrieben, das auf einer Befragung von 295 Industrieunternehmen basiert, und die angewendeten statistischen Methoden sowie die Überprüfung der Gütekriterien dargelegt.
5 DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert, mit existierender Literatur abgeglichen, Implikationen für Wissenschaft und Praxis formuliert und Limitationen der Untersuchung aufgezeigt.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen, bestätigt den direkten positiven Effekt digitaler Investitionen auf Effizienz und Innovation, muss jedoch die moderierenden Effekte der Formalisierung als nicht bestätigt verwerfen.
Digitale Transformation, Digitale Investitionen, Digitale Produktinnovation, Digitale Effizienz, Formalisierung, Digital Officer, Industrie 4.0, Big Data, Cloud Computing, Sensemaking, Attention-based View, Empirische Analyse, Organisationsentwicklung, Unternehmenserfolg, Technologische Unsicherheit.
Die Arbeit untersucht den Einfluss von Formalisierung (wie z.B. Strategien oder die Rolle eines Digital Officers) auf den Erfolg von Investitionen in digitale Technologien in Industrieunternehmen.
Zentrale Themen sind die digitale Transformation, das Management digitaler Investitionen, die organisatorische Formalisierung sowie die Messung von digitaler Effizienz und Produktinnovation.
Die Forschungsfrage lautet: Welchen Einfluss hat Formalisierung auf den Zusammenhang zwischen digitalen Investitionen und digitaler Produktinnovation bzw. digitaler Effizienz?
Es handelt sich um eine quantitativ-empirische Studie, die auf einer Fragebogenerhebung unter 295 Messeausstellern des produzierenden Gewerbes basiert und mittels Regressionsanalysen sowie explorativer und konfirmatorischer Faktorenanalysen ausgewertet wurde.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Hypothesen, die Beschreibung des Forschungsdesigns und der Stichprobe, die statistische Messmethodik sowie die detaillierte Präsentation und Diskussion der Messergebnisse.
Schlüsselbegriffe sind unter anderem Digitale Transformation, Digitale Investitionen, Digitale Produktinnovation, Digitale Effizienz, Formalisierung, Digital Officer und Industrie 4.0.
Die Studie bestätigt einen höchstsignifikanten positiven Effekt von digitalen Investitionen auf sowohl die digitale Effizienz als auch die digitale Produktinnovation.
Die Hypothesen, dass Formalisierung und die Rolle des Digital Officers den Effekt moderieren, mussten verworfen werden, da die Interaktionsterme in der statistischen Analyse nicht signifikant waren.
Zu den Limitationen zählen unter anderem das Querschnittdesign (keine Kausalaussagen möglich), die Aggregation verschiedener Messebesuche, die subjektive Einschätzung der befragten Personen und die Fokussierung auf das produzierende Gewerbe.
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