Examensarbeit, 2006
44 Seiten, Note: 2,0
0. Vorbemerkung
1. Theoretische Grundlagen
1.1. Sozial kompetentes Verhalten – ein Modell
1.1.1. Interpretation des Modells
1.1.2. Kommunikative Kompetenz als Teilaspekt sozialer Fertigkeiten
1.1.3. Frei sein von sozialer Angst
1.2. Das Selbstkonzept
1.3. Das Selbstvertrauen
1.4. Zusammenschau von sozial kompetentem Verhalten, Selbstkonzept und Selbstvertrauen
1.5. Eigene Arbeitsdefinition
2. Warum ist diese Theorie für die Praxis wichtig?
2.1. Lehrplanbezug
2.1.1. BLO – Lehrplan
2.1.2. Lehrplan der Schule zur individuellen Förderung
2.2. Das Selbstkonzept von Schülern/innen einer 9. Klasse an der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen
2.3. Bedeutung des Vorhabens für die Schüler/innen
3. Förderausgangslage
3.1. Schüler/innenbeobachtungen
3.1.1. im Fach Deutsch
3.1.2. in ihrem Auftreten
3.1.3. im Morgenkreis
3.1.4. mit einem Beobachtungsbogen
3.2. Familiäres Umfeld
3.3. Fragebogen zu Gesprächssituationen (siehe Anhang S.32ff. )
3.4. Interview zum Selbstkonzept (siehe Anhang S.35 )
3.5. Fazit aus den Beobachtungen, Befragungen und Interviews
4. Förderziele
4.1. Gestaltung eines selbstkonzeptförderlichen Unterrichts
4.2. Anbahnung eines positiven Selbstkonzepts
4.3. Steigerung des Selbstvertrauens in Gesprächssituationen
4.4. Entwicklung von Selbstsicherheit
4.5. Anbahnung von kommunikativen Grundfähigkeiten
4.6. Umsetzungsmöglichkeiten
5. Durchführung der Förderung
5.1. Organisatorische Begebenheiten
5.2. Didaktisch-methodische Überlegungen
6. Durchführung der Förderung
6.1. Verwirklichung eines selbstkonzeptförderlichen Unterrichts
6.2. Basisbaustein: Einführung der Identifikationsfiguren (siehe Anhang S.41)
6.3. Fördereinheiten, die ein positives Selbstkonzept anbahnen
6.4. Fördereinheiten zur Stärkung des Selbstvertrauens
6.5. Fördereinheiten zur Entwicklung von Selbstsicherheit
6.6. Fördereinheiten zur Anbahnung von kommunikativen Grundfähigkeiten
6.6.1. Vorübungen zum Sprechen
6.6.2. Übungssituationen für die kommunikativen Grundfähigkeiten
7. Auswertung der Förderung
7.1. Ergebnisse der Förderarbeit (siehe 6.6.2)
7.2. Vision
Die Arbeit zielt darauf ab, bei einer Schülergruppe der 9. Klasse einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen das Selbstvertrauen und die kommunikativen Kompetenzen zu stärken, um so ihre Chancen beim Übergang in die Berufswelt (BVJ) zu verbessern.
1.1. Sozial kompetentes Verhalten – ein Modell
In der Abbildung auf S.2 zeigt sich, dass sozial kompetentes Verhalten von zwei Voraussetzungen abhängig ist:
1 ) Frei sein von sozialer Angst;
2 ) Verfügen über soziale Fertigkeiten;
Diese beiden Voraussetzungen haben folgende Elemente als Grundlage:
zu 1) Wenn Schüler/innen von sozialer Angst frei sind, haben sie ein gesundes Selbstkonzept entwickelt, zeigen Selbstvertrauen und Selbstsicherheit in ihrem Auftreten.
zu 2) Wenn Schüler/innen über soziale Fertigkeiten verfügen besitzen sie eine empathische, kommunikative und interpersonelle Kompetenz und können sich selbst behaupten.
0. Vorbemerkung: Die Autorin begründet ihre Themenwahl mit den in der Praxis beobachteten kommunikativen Defiziten der Schüler einer 9. Abschlussklasse und der Notwendigkeit einer berufsvorbereitenden Förderung.
1. Theoretische Grundlagen: Hier wird das Modell des sozial kompetenten Verhaltens nach Petermann vorgestellt und die Bedeutung des Selbstkonzepts sowie des Selbstvertrauens für die kommunikative Handlungsfähigkeit beleuchtet.
2. Warum ist diese Theorie für die Praxis wichtig?: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Ansätze mit den Anforderungen des BLO-Lehrplans und der besonderen Lebenssituation von Schülern an einer Förderschule.
3. Förderausgangslage: Die Autorin analysiert den Leistungsstand und das Auftreten der drei ausgewählten Schüler anhand von Beobachtungsbögen, Interviews und der familiären Situation.
4. Förderziele: Basierend auf der Ausgangslage werden konkrete Ziele formuliert, die von der Gestaltung eines förderlichen Unterrichts bis hin zur Anbahnung kommunikativer Grundfähigkeiten reichen.
5. Durchführung der Förderung: Die organisatorischen Rahmenbedingungen und didaktisch-methodischen Überlegungen, wie die Nutzung von Identifikationsfiguren und ein angstfreier Schonraum, werden dargelegt.
6. Durchführung der Förderung: Detaillierte Beschreibung der Fördereinheiten, unterteilt in die Bereiche Selbstkonzept, Selbstvertrauen, Selbstsicherheit und kommunikative Grundfähigkeiten inklusive Reflexion der einzelnen Schritte.
7. Auswertung der Förderung: Ein Fazit zur Wirksamkeit der Maßnahmen wird gezogen, ergänzt durch eine Vision, wie weit reichende Selbstvertrauensförderung langfristig das Schülerhandeln beeinflussen kann.
Lernbehindertenpädagogik, Selbstvertrauen, Selbstkonzept, Kommunikation, Berufsvorbereitung, soziales Verhalten, Sprechangst, Förderung, Schulförderung, Identifikationsfiguren, Selbstsicherheit, Lehrplan, Schülerbeobachtung, Training, Schlüsselqualifikationen.
Die Arbeit behandelt die Förderung von Selbstvertrauen und kommunikativen Fertigkeiten bei einer Gruppe von Schülern einer 9. Klasse an einer Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, um deren Startchancen im Berufsleben zu erhöhen.
Im Zentrum stehen die Konzepte von Selbstkonzept, sozial kompetentem Verhalten, die Angstbewältigung sowie der Erwerb berufsbezogener Schlüsselqualifikationen durch gezieltes Kommunikationstraining.
Ziel ist es, den Schülern durch die Stärkung ihres Selbstbildes und ihrer Selbstsicherheit zu ermöglichen, in sozialen und beruflichen Situationen aktiv Gespräche zu suchen und zu führen.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Beobachtungsbögen, informellen Interviews zum Selbstkonzept, der Analyse von Lehrplanvorgaben sowie einer handlungsorientierten Förderpraxis in Kleingruppen und im Klassenverband.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Darstellung der Förderausgangslage der Schüler sowie die systematische Durchführung und Reflexion zahlreicher praktischer Fördereinheiten.
Wichtige Begriffe sind Selbstvertrauen, Selbstkonzept, Lernförderung, kommunikative Kompetenz, Berufsvorbereitung, Angstbewältigung und soziales Lernen.
Sie dienen der Emotionalisierung der Förderung; die Schüler können sich mit Charakteren wie "Jana" oder "Olli" identifizieren, ihr eigenes Verhalten spiegeln und Vorbildfunktionen für den angestrebten Kompetenzerwerb nutzen.
Durch die Schaffung eines geschützten "Schonraums" in der Kleingruppe, Atemübungen, die Verwendung positiver Affirmationen ("Mutmacher") und das Üben in realitätsnahen Rollenspielen wurde die Hemmschwelle schrittweise abgebaut.
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