Diplomarbeit, 2005
115 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau und Ziel der Arbeit
2 Grundlagen im Beschaffungsmanagement im Krankenhaus
2.1 Beschaffung i.e.S.
2.1.1 Abgrenzung relevanter Begriffe
2.1.2 Anforderungen an die Beschaffung
2.1.3 Aufgaben und Instrumente der Beschaffung
2.1.3.1 Aufgaben
2.1.3.2 ABC-Analyse
2.1.3.3 XYZ-Analyse
2.1.3.4 Beschaffungsmarktforschung
2.1.3.5 Produktbeurteilung und Auswahl
2.1.3.6 Lieferantenbeurteilung und Auswahl
2.1.3.7 Vertragsmanagement
2.1.3.8 Bestellung
2.1.3.9 Beschaffungscontrolling
2.2 Interne Logistik- Lagerung und innerbetrieblicher Transport
2.2.1 Abgrenzung relevanter Begriffe
2.2.2 Lagerwirtschaft
2.2.2.1 Funktionen der Lagerwirtschaft
2.2.2.2 Aufgaben und Instrumente und Lagerwirtschaft
2.2.3 Innerbetrieblicher Transport
2.2.3.1 Bedeutung des Warentransports
2.2.3.2 Anforderungen an den Warentransport
2.3 Innovative Beschaffungsstrategien
2.3.1 Reduzierung des Einkaufsvolumens
2.3.2 Komplexitätsreduzierung
2.3.3 Prozesskostenorientierung
2.3.4 Supply Chain Management
2.3.5 E-Procurement
2.3.6 Anwenderentlastung und Qualitätssteigerung
2.3.7 Desktop Purchasing System
2.3.8 Modulversorgung
2.3.9 Efficient Healthcare Consumer Response
2.3.10 Total Cost of Ownership
3 xxxx Krankenhaus und xxxx Krankenhaus
3.1 Krankenhäuser
3.2 Historie
3.3 Struktur der Krankenhäuser
3.4 Konstitutioneller Rahmen
3.4.1 Trägerschaft
3.4.2 Rechtsformen
3.4.3 Finanzierung der Krankenhäuser
3.4.3.1 Investitionsfinanzierung
3.4.3.2 Finanzierung laufender Betriebskosten
3.5 Vergaberechtlicher Rahmen von Beschaffungen im Krankenhaus
4 Status Quo, Optimierungspotentiale und Organisationsalternativen der Beschaffung der Krankenhäuser xxx und xxxxx Krankenhaus
4.1 Beschaffungsvolumen
4.2 Organisation der Beschaffung
4.2.1 Historie
4.2.2Mitarbeiter
4.2.3 Einkaufsgemeinschaft ProSpitalia
4.2.4 Materialwirtschaftssystem
4.2.5 Kostenanalyse
4.2.5.1 Personalkosten
4.2.5.2 Einkaufsvolumen pro Einkäufer
4.2.5.3 Bestellkosten
4.3 Analyse des Beschaffungsprozesses
4.3.1 Lagerartikel
4.3.2 Durchlaufartikel
4.3.3 Konsignationslagerartikel
4.4 Optimierungspotentiale in der Beschaffung
4.4.1 Komplexitätsbewältigung
4.4.1.1 Standardisierung
4.4.1.2 Standardisierung im Implantatbereich
4.4.1.3 Krankenhausinterne Materialkommission
4.4.1.4 Minderung der Lieferantenanzahl und Kooperation
4.4.1.5 E-Procurement
4.4.2 Lieferantenmanagement
4.4.2.1 BEAM-Konzept
4.4.2.2 Vertragsmanagement
4.4.3 Benchmarking
5 Status Quo, Optimierungspotentiale und interne Organisationsalternativen der Lagerwirtschaft und Logistik der Krankenhäuser xxx und xxxx Krankenhaus
5.1 Organisation der Lagerwirtschaft und Logistik
5.1.1 Mitarbeiter
5.1.2 Lagerstrukturen
5.1.3 Zentrallagerversorgung im xxxxxxxxxxxxx Krankenhaus
5.1.3.1 Versorgungsumfang
5.1.3.2 Kostenanalyse
5.1.3.3 Prozessanalyse
5.1.4 Zentrallagerversorgung im xxxxxxxxxxxxxxx Krankenhaus
5.1.4.1 Versorgungsumfang
5.1.4.2 Kostenanalyse
5.1.4.3 Prozessanalyse
5.1.5 Prozessanalyse der Durchlaufartikelversorgung
5.2 Optimierungspotentiale in der Lagerwirtschaft und Logistik
5.2.1 Modulversorgung im xxxxxxxxxxxxxx Krankenhaus
5.2.2 Personelle Unabhängigkeit im xxxxxxxx Krankenhaus
5.2.3 Outdoor-Logistik
5.2.4 Inventurverfahren
5.3 Logistikkonzepte der Lagerwirtschaft und Logistik
5.3.1 Bündelung der Zentrallager
5.3.1.1 Kapazitätsanalyse
5.3.1.2 Kostenanalyse
5.3.2 Lager- und Logistikzentrum
6 Innovative Logistikkonzepte im Beschaffungsmanagement
6.1 Horizontale Beschaffungskooperationen
6.1.1 Wechselseitige Beratung
6.1.2 Gemeinsame Beschaffung
6.1.3 Beschaffungskooperation durch Arbeitsteilung
6.2 Outsourcing
6.2.1 Outsourcing-Formen
6.2.2 Ausprägung der Outsourcing-Funktion
6.2.3 Chancen und Risiken
6.2.4 Partielles Outsourcing
6.3 Dienstleistungsangebot durch Beschaffungscenter
7 Mitarbeiter
7.1 Veränderte Anforderungen in der Beschaffung
7.2 Selbstverständnis und Motivation der Beschaffungsmanager
7.3 Mitarbeiter der Bedarfsstellen
8 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die detaillierte Analyse des Beschaffungsmanagements zweier spezifischer Krankenhäuser, um qualitative Optimierungsmöglichkeiten zu identifizieren und konkrete monetäre Einsparpotentiale aufzudecken. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, wie innerbetriebliche Organisationsabläufe in der Beschaffung, Logistik und Lagerhaltung effizienter gestaltet werden können, um den steigenden ökonomischen Druck im Gesundheitswesen zu bewältigen.
2.1.3.2 ABC-Analyse
Durch die extrem hohe Anzahl der zu beschaffenden Artikel kann die Beschaffungsabteilung Gefahr laufen, Ineffizienzen durch Überlastung mit Routineaufgaben aufzuzeigen. Durch Einsatz der ABC-Analyse können Schwerpunkte in der Bearbeitung des Artikelsortiments gesetzt werden und das Wesentliche kann von weniger Wesentlichen unterschieden werden. Ziel dabei ist, mit möglichst wenigen Artikeln (A-Kategorie) eine hohe Funktionserfüllung (z.B. Rationalisierung) zu erreichen und wirtschaftlich nicht wirkungsvolle Anstrengungen zu vermeiden.
Dazu werden Artikel und Warengruppen nach ihrer relativen Bedeutung klassifiziert, wobei in der Regel der Jahresbestellwert als Beurteilungskriterium genutzt wird. So ergeben sich A, B und C- Artikel, wobei die A-Artikel die Hauptumsatzträger sind. Sind die Hauptumsatzträger erfasst, sollten folgende Aktivitäten bei diesen Artikeln besonders ausgiebig durchgeführt werden:
• Intensive Marktbeobachtung und Marktanalysen
• Genaue Mengen und Qualitätsdefinitionen
• Intensivierte Preisverhandlungen
• Sorgfältige Preis- und Konditionsprüfungen
• Auswahl zuverlässiger und leistungsfähiger Lieferanten
• Abschluss von Rahmenlieferverträgen mit Hauptlieferanten
• Verwendung von geeigneten Verpackungen
• Minimierung von Beschaffungs- und Lagerdurchlaufzeiten und genaue Terminverfolgung oder
• Umstellung auf Konsignationslagerung
Für die C-Artikel sollte eine Vereinfachung der Beschaffungsaktivitäten und damit eine Entlastung der Beschaffungsabteilung herbeigeführt werden, z.B. durch:
• Vereinbarung monatlicher Sammelrechnungen mit Lieferanten,
• Möglichkeit telefonischer Bestellungen,
• Pauschale Buchungen von Zu- und Abgängen,
• Großzügige Festlegung von Sicherheitsbeständen,
• Mengenbündelung zur Verringerung der Bestellfrequenz oder
• Outsourcing der Beschaffungsaktivitäten bei bestimmten Warengruppen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet den steigenden ökonomischen Druck auf deutsche Krankenhäuser durch politische Reformen wie die Einführung von DRG-Fallpauschalen und definiert das Ziel, durch Optimierung des Beschaffungsmanagements Einsparpotentiale zu erschließen.
2 Grundlagen im Beschaffungsmanagement im Krankenhaus: Dieses Kapitel erläutert grundlegende Begriffe der Beschaffung, Logistik und Lagerwirtschaft im Krankenhauskontext und stellt methodische Instrumente wie die ABC- und XYZ-Analyse zur Prozessoptimierung vor.
3 xxxx Krankenhaus und xxxx Krankenhaus: Hier werden die organisatorischen Rahmenbedingungen der beiden untersuchten Krankenhäuser sowie deren Historie, Trägerschaft und rechtliche Finanzierungsstruktur im Detail beschrieben.
4 Status Quo, Optimierungspotentiale und Organisationsalternativen der Beschaffung der Krankenhäuser xxx und xxxx Krankenhaus: Dieses Kapitel analysiert das aktuelle Beschaffungsvolumen und die Prozessabläufe der beiden Häuser und leitet daraus spezifische Maßnahmen zur Komplexitätsbewältigung und Lieferantenoptimierung ab.
5 Status Quo, Optimierungspotentiale und interne Organisationsalternativen der Lagerwirtschaft und Logistik der Krankenhäuser xxx und xxxx Krankenhaus: Hier stehen die Lagerstrukturen und Logistikkonzepte der beiden Standorte im Fokus, wobei insbesondere die Zentralisierung und Modulversorgung als Optimierungshebel untersucht werden.
6 Innovative Logistikkonzepte im Beschaffungsmanagement: Dieses Kapitel betrachtet strategische Kooperationsmodelle wie horizontale Beschaffungskooperationen und Outsourcing als Ansätze zur weiteren Effizienzsteigerung und Restrukturierung.
7 Mitarbeiter: Dieser Abschnitt unterstreicht die zentrale Rolle der Mitarbeiter bei der erfolgreichen Umsetzung der vorgeschlagenen Optimierungsprozesse und geht auf veränderte Anforderungsprofile im modernen Beschaffungsmanagement ein.
8 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Ergebnisse, die eine verstärkte Ausrichtung auf eine prozessorientierte und qualitativ hochwertige Patientenversorgung durch moderne Beschaffungs- und Logistikstrukturen fordert.
Beschaffungsmanagement, Krankenhauslogistik, Prozessoptimierung, Lagerwirtschaft, DRG, Einkauf, Materialwirtschaft, E-Procurement, Modulversorgung, Outsourcing, Kostenreduktion, Bestandsmanagement, Supply Chain Management, Benchmarking, Vertragsmanagement.
Die Arbeit analysiert das Beschaffungsmanagement in Krankenhäusern unter dem Aspekt, durch optimierte Prozessabläufe und innovative Strategien Einsparpotentiale zu realisieren, ohne die medizinische Versorgungsqualität zu gefährden.
Zentral sind die Themen Beschaffung (Einkauf), Lagerwirtschaft, Logistik, Prozesskostenanalyse, strategisches Lieferantenmanagement sowie der Einsatz elektronischer Systeme (E-Procurement).
Das Ziel ist die Aufdeckung von Optimierungsmöglichkeiten in qualitativer Hinsicht sowie die Ermittlung von monetären Einsparpotentialen in den Beschaffungsorganisationen der untersuchten Krankenhäuser.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Prozessanalysen (IST-Analyse), betriebswirtschaftlichen Instrumenten (ABC/XYZ-Analyse, TCO-Ansatz) und Benchmarking-Vergleichen, um fundierte Handlungsempfehlungen abzuleiten.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen der Beschaffung, analysiert den Status Quo der betroffenen Kliniken, stellt innovative Strategien (wie das Modulversorgungssystem) vor und diskutiert Kooperationsmodelle sowie das Outsourcing bestimmter Bereiche.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Krankenhauslogistik, Beschaffungsmanagement, Prozessoptimierung, Kostenreduktion und Modulversorgung geprägt.
Die Modulversorgung ist entscheidend, da sie das Pflegepersonal von pflegefremden Tätigkeiten (Lagerung/Transport) entlastet und durch ein Pull-System die Materialverfügbarkeit sowie Bestandssicherheit effizient erhöht.
EDV-Lösungen, insbesondere E-Procurement und Desktop Purchasing Systeme, sind zentral, um manuelle Eingaben zu vermeiden, Medienbrüche zu eliminieren und den Beschaffungsprozess durch strukturierte Daten transparent und automatisierbar zu machen.
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