Diplomarbeit, 2006
96 Seiten, Note: 1,30
1. Einleitung
2. Intrinsische Motivation
2.1 Motive und Anreize als Grundlage motivierten Verhaltens
2.2 Systematisierungsansätze intrinsischer Motivation
2.3 Inhaltstheorien der Motivation
2.4 Ein Modell motivierten Verhaltens nach Rosenstiel
3. Erklärungsansätze für den Verdrängungseffekt
3.1 Darstellung des Verdrängungseffekts
3.2 Erklärungsansätze aus der Psychologie
3.2.1 Theorie der kognitiven Bewertung
3.2.2 Überrechtfertigung und kognitive Dissonanz
3.2.3 Psychologische Verträge
3.3 Erklärungsansätze aus der Ökonomie
3.3.1 Präferenzbeeinflussung
3.3.2 Signalisierung der Attraktivität der Aufgabe
3.3.3 Signalisierung sozialer Normen und Reziprozität
3.4 Beurteilung
3.4.1 Vergleich der theoretischen Ansätze
3.4.2 Alternative Erklärungsansätze
4. Empirische Befunde und mögliche Einflussfaktoren
4.1 Befunde aus der Psychologie
4.1.1 Laborbefunde
4.1.2 Feldbefunde
4.1.3 Metaanalysen
4.2 Befunde aus der Ökonomie
4.2.1 Laborbefunde
4.2.2 Feldbefunde
4.3 Beurteilung
4.3.1 Resultate
4.3.2 Experimentaldesign
4.4 Mögliche Einflussfaktoren
4.4.1 Interpersoneller Kontext
4.4.2 Charakter des Empfängers
4.4.3 Art und Höhe des Anreizes
4.5 Bedingungen für den Verdrängungseffekt
5. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die theoretischen Hintergründe und empirischen Belege für den sogenannten Verdrängungseffekt (Crowding-out), bei dem extrinsische Anreize die intrinsische Motivation von Individuen untergraben. Das Ziel besteht darin, durch eine interdisziplinäre Analyse psychologischer und ökonomischer Ansätze die Bedingungen zu identifizieren, unter denen Belohnungen zu einem Motivationsverlust führen, anstatt die gewünschte Leistungssteigerung zu bewirken.
3.2.1 Theorie der kognitiven Bewertung
Nach DECIS Definition drückt sich intrinsische Motivation darin aus, dass sich ein Individuum beim Ausführen einer Tätigkeit als selbstbestimmend und kompetent wahrnimmt. Fühlt es sich nun in einer dieser Eigenschaften beeinträchtigt, wird davon ausgegangen, dass intrinsische Motivation verdrängt wird. Der erste Aspekt der Theorie der kognitiven Bewertung ist das Bedürfnis nach Autonomie, mit welchem die auf DECHARMS zurückgehende Theorie der Selbstverursachung zusammenhängt, da Menschen nicht nur selbstständig Entscheidungen treffen wollen, sondern ebenfalls ein Bedürfnis haben, sich für die Konsequenzen ihrer Handlungen verantwortlich zu sehen. Letztere Theorie besagt, dass Menschen intrinsisch motiviert sind, wenn sie sie sich als persönlichen Verursacher ihrer eigenen Handlungen sehen. Menschen haben eine primäre Motivation, ihre Umwelt effektiv zu beeinflussen und zu verändern und streben nach persönlicher Verursachung. Sehen sie sich nun selbst als Verursacher bzw. Urheber ihrer Handlungen, sind sie intrinsisch motiviert, liegt jedoch der Ursprung der Verursachung außerhalb ihrer eigenen Person, empfinden sie sich als extrinsisch motiviert.
1. Einleitung: Stellt das Problemfeld dar, dass extrinsische Anreize entgegen der traditionellen ökonomischen Theorie die intrinsische Motivation untergraben können, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2. Intrinsische Motivation: Legt die theoretischen Grundlagen dar, indem es Motive und Anreize definiert sowie verschiedene Systematisierungs- und Inhaltstheorien der Motivation vorstellt.
3. Erklärungsansätze für den Verdrängungseffekt: Diskutiert umfassend die psychologischen und ökonomischen Theorien, die erklären, warum externe Eingriffe die intrinsische Motivation verdrängen können.
4. Empirische Befunde und mögliche Einflussfaktoren: Analysiert Labor- und Feldbefunde sowie Metaanalysen, um die Stärke und Determinanten des Verdrängungseffekts empirisch zu überprüfen.
5. Schlussbetrachtung: Fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen und diskutiert die betriebswirtschaftliche Relevanz der Ergebnisse.
Verdrängungseffekt, intrinsische Motivation, extrinsische Anreize, Crowding-out, Theorie der kognitiven Bewertung, Selbstbestimmung, Leistungsanreize, Motivationspsychologie, ökonomische Theorie, psychologische Verträge, Reziprozität, empirische Forschung, Metaanalyse, Arbeitsmotivation, Anreizsysteme.
Die Arbeit befasst sich mit dem Phänomen, dass finanzielle oder materielle Belohnungen, die eigentlich die Leistung steigern sollen, die bereits vorhandene Freude oder das Interesse an einer Aufgabe (intrinsische Motivation) reduzieren können.
Sie verknüpft Erkenntnisse der Psychologie und der Wirtschaftswissenschaften, um den sogenannten Verdrängungseffekt zu beleuchten, wobei besonders Anreizmodelle und motivationale Bedürfnisse im Fokus stehen.
Die Arbeit untersucht, welche Erklärungsansätze es für die Verdrängung intrinsischer Motivation gibt und welche Faktoren (wie z.B. die Art des Anreizes oder der Kontext) die Stärke dieses Effekts beeinflussen.
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die eine Vielzahl von psychologischen und ökonomischen Studien, Laborexperimenten, Feldbefunden und Metaanalysen auswertet und kritisch miteinander vergleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Erklärungsansätze (psychologisch und ökonomisch) sowie die empirische Analyse der Befunde und der Einflussfaktoren, unter denen der Effekt auftritt.
Die zentralen Begriffe sind Verdrängungseffekt, intrinsische Motivation, Crowding-out, Anreizsysteme und Selbstbestimmung.
Das Konzept verdeutlicht, dass Arbeitsbeziehungen mehr als nur einen Tausch von Lohn gegen Leistung darstellen. Verletzungen impliziter Erwartungen durch Monitoring oder Kontrolle können das Vertrauensverhältnis nachhaltig stören und somit die Motivation verdrängen.
Sliwka integriert das Konzept sozialer Normen. Sein Modell zeigt, dass starke extrinsische Anreize das Signal senden können, dass ein Nichteinhalten von Vereinbarungen gesellschaftlich akzeptiert ist, was die intrinsische Motivation zur Einhaltung solcher Normen schwächt.
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