Diplomarbeit, 2005
95 Seiten, Note: 1,3
1 EINLEITUNG
1.1 BEGRIFFLICHE ABGRENZUNG
1.2 AUFBAU DER ARBEIT
2 AKZEPTANZMODELLE IM FOKUS
2.1 GEGENWÄRTIGER KENNTNISSTAND: ETABLIERTE AKZEPTANZMODELLE AUS DER AKZEPTANZFORSCHUNG
2.1.1 Input-Modelle
2.1.2 Input-/Output-Modelle
2.1.3 Rückkopplungsmodelle
2.1.4 Phasenmodelle
2.1.4.1 Das dynamische Phasenmodell von Kollmann
2.1.4.2 Der Akzeptanzbildungsprozess im Modell
2.2 KRITISCHE BEWERTUNG DER BISHERIGEN AKZEPTANZMODELLE
2.3 DAS SOZIOTECHNISCHE SYSTEM ALS GANZHEITLICHER MODELLANSATZ
3 AKZEPTANZFÖRDERUNG DURCH CHANGE MANAGEMENT
3.1 DAS ANWENDUNGSSPEKTRUM DES CHANGE MANAGEMENTS
3.2 INTERVENTIONSINSTRUMENTE DES CHANGE MANAGEMENTS
3.2.1 Diagnoseinstrumente
3.2.2 Kommunikationsinstrumente
3.2.3 Qualifikationsinstrumente
3.2.4 Motivationsinstrumente
3.2.5 Organisationsinstrumente
3.3 KONFLIKTMANAGEMENT IN VERÄNDERUNGSPROZESSEN
3.3.1 Der Widerstand als Persönlichkeitsmerkmal
3.3.2 Ausprägungen von Widerständen
3.3.3 Ursachenanalyse
3.3.4 Der Umgang mit Widerständen
3.4 ORGANISATIONSENTWICKLUNG
3.4.1 Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin
3.4.2 Leitsätze in Veränderungsprozessen
3.4.2.1 Zielorientiertes Management
3.4.2.2 Keine Maßnahme ohne Diagnose
3.4.2.3 Ganzheitliches Denken und Handeln
3.4.2.4 Beteiligung der Betroffenen
3.4.2.5 Hilfe zur Selbsthilfe
3.4.2.6 Prozessorientierte Steuerung
3.4.2.7 Sorgfältige Auswahl der Schlüsselpersonen
3.4.2.8 Lebendige Kommunikation
3.4.3 Unterstützung im Wandel
3.4.3.1 Change Agents
3.4.3.2 Das Promotorenmodell
3.4.4 Einführungsstrategie
3.4.4.1 Bombenwurf versus Mitarbeiterpartizipation
3.4.4.2 Partizipative Systementwicklung
4 DIE NEUE TECHNOLOGIE – ANGEPASST AN MENSCH UND AUFGABE
4.1 VORGEHENSMODELL BENUTZERORIENTIERTER SYSTEMGESTALTUNG
4.1.1 Die Analyse des Nutzungskontexts
4.1.2 Die Interpretation der Benutzeranforderungen
4.1.3 Prototyping als kontinuierliche Gestaltungsentwicklung
4.1.4 Abgleich der Evaluationsergebnisse mit der Anforderungsspezifikation
4.2 GESTALTUNGSPRINZIPIEN BENUTZERFREUNDLICHER SOFTWARE
4.2.1 Aufgabenangemessenheit
4.2.2 Selbstbeschreibungsfähigkeit
4.2.3 Steuerbarkeit
4.2.4 Erwartungskonformität
4.2.5 Fehlertoleranz
4.2.6 Individualisierbarkeit
4.2.7 Lernförderlichkeit
4.3 QUALITATIVE INFORMATION ALS GRUNDLAGE AKZEPTIERTER INFORMATIONSMEDIEN
4.3.1 Informationsrelevanz
4.3.2 Informationsrechtzeitigkeit
4.3.3 Informationsaktualität
4.3.4 Informationsreliabilität
4.3.5 Informationspräzision
5 PRAXISTEIL: DAS MITARBEITERPORTAL DER ABC-HOLDING
5.1 UNTERNEHMENSPROFIL
5.2 MOTIVATION UND PROBLEMSTELLUNG
5.3 CHANGE MANAGEMENT IN DER ABC-HOLDING
5.3.1 Mögliche Widerstände in der ABC-HOLDING
5.3.2 Partizipative Systementwicklung
5.3.3 Kommunikationsaspekte
5.3.4 Das Promotorenmodell
5.4 DIE ENTWICKLUNG DES MITARBEITERPORTALS
5.4.1 Entwicklungsumgebung
5.4.2 Vorgehensschritte bei der Portalentwicklung
5.4.3 Softwareergonomische Adaptionen im Mitarbeiterportal
5.4.4 Maßnahmen qualitativer Informationsgenerierung
5.5 ABGRENZUNG DER EIGENEN LEISTUNG
5.6 ERFAHRUNGSBERICHT
6 FAZIT
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Faktoren zu identifizieren, von denen die Benutzerakzeptanz bei informationstechnischen Veränderungen abhängt, und geeignete Maßnahmen zur Förderung dieser Akzeptanz zu definieren. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragung theoretischer Konzepte des soziotechnischen Systems und des Change Managements auf das praktische Beispiel der Einführung eines Mitarbeiterportals in einem mittelständischen Unternehmen.
3.4.1 Das 3-Phasen-Modell von Kurt Lewin
Nach Kurt Lewin treffen in einer Organisation zwei entgegengesetzte Kraftströme aufeinander: die „akzelerierenden Kräfte“, die nach dem Wandel streben und die „retardierenden Kräfte“, die dem Wandel entgegenwirken. Zu den akzelerierenden Kräfte kann die Einführung neuer Technologien auf Grund „externe[r] Anlässe“ (beispielsweise Konkurrenzdruck) oder die Verbesserung der Arbeitsbedingungen wegen „interne[r]“ Gegebenheiten (Wunsch der Mitarbeiter/Betriebsrat) gesehen werden. Retardierende Kräfte hingegen hemmen den Wandel auf Grund individueller oder organisatorischer Widerstände.
Um Veränderungsprozesse im Unternehmen stabil in die Realität umzusetzen, ist generell dreistufig vorzugehen: 1.Stufe: „Unfreezing“: Aufschmelzen, Bisheriges überdenken, Wandlungsbereitschaft erzeugen (motivieren). 2.Stufe: „Change”: Durchführung der Veränderung, Entwicklung neuer Arbeitstechniken. 3.Stufe: „Refreezing“: Einfrieren, neue Arbeitsweisen festigen und in das Tagesgeschäft eingliedern.
Die erste Stufe des Modells (Unfreezing) befasst sich damit, dem Mitarbeiter den Grund der Veränderung nahe zu bringen. Erst wenn der Mitarbeiter versteht, weshalb gewohnte Arbeitstechniken durch neue ersetzt werden sollen, kann mit einer Unterstützung der Veränderungsmaßnahme gerechnet werden. Dieses Verständnis der Mitarbeiter kann allerdings nur durch plausible Beweggründe erreicht werden, die einen weiteren Einsatz der bestehenden Methoden und Arbeitsweisen hinfällig machen.
1 EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Problematik ein, dass technologische Innovationen im Unternehmen oft an mangelnder Mitarbeiterakzeptanz scheitern, und stellt das Ziel der Arbeit vor.
2 AKZEPTANZMODELLE IM FOKUS: Dieses Kapitel analysiert verschiedene theoretische Akzeptanzmodelle, bewertet diese kritisch und führt den soziotechnischen Systemansatz als ganzheitlichen Ansatz ein.
3 AKZEPTANZFÖRDERUNG DURCH CHANGE MANAGEMENT: Hier wird Change Management als notwendige Managementdisziplin beleuchtet, wobei spezifische Instrumente sowie der Umgang mit Widerständen und Organisationsentwicklung behandelt werden.
4 DIE NEUE TECHNOLOGIE – ANGEPASST AN MENSCH UND AUFGABE: Das Kapitel untersucht, wie technologische Aspekte und Softwareergonomie die Akzeptanz beeinflussen, inklusive des Vorgehensmodells für benutzerorientierte Systemgestaltung.
5 PRAXISTEIL: DAS MITARBEITERPORTAL DER ABC-HOLDING: Die theoretischen Erkenntnisse werden hier auf ein praktisches Projekt übertragen, inklusive der Dokumentation der Entwicklung und der angewandten Maßnahmen zur Akzeptanzförderung.
6 FAZIT: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, Akzeptanzfaktoren als kritischen Wettbewerbsfaktor frühzeitig in die Planung zu integrieren.
Akzeptanzförderung, Benutzerakzeptanz, Change Management, soziotechnischer Systemansatz, Mitarbeiterpartizipation, Softwareergonomie, Informationsqualität, Widerstandsmanagement, Projektmanagement, Personalmanagement, Organisationsentwicklung, Systemgestaltung, Mitarbeiterportal, Unternehmenskultur, Veränderungsprozesse.
Die Arbeit untersucht, warum IT-Projekte in Unternehmen oft scheitern, und konzentriert sich auf die Akzeptanz der Mitarbeiter als entscheidenden Erfolgsfaktor bei technologischen Veränderungsprozessen.
Im Mittelpunkt stehen die Akzeptanzforschung, der soziotechnische Systemansatz, Change Management als begleitende Managementdisziplin sowie softwareergonomische Prinzipien.
Ziel ist es, Methoden und Maßnahmen zu identifizieren, mit denen das Management die Akzeptanz der Mitarbeiter bei IT-Einführungen aktiv fördern kann, um den Erfolg der technologischen Neuerung zu sichern.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturrecherche zu Akzeptanzmodellen und Change Management und wendet diese theoretischen Erkenntnisse auf ein praktisches Fallbeispiel (ein Mitarbeiterportal) an.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Akzeptanz, die Instrumente des Change Managements zur Widerstandsbewältigung und die praxisorientierte Gestaltung nutzerfreundlicher Technologie.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Akzeptanzförderung, Mitarbeiterpartizipation, Change Management, soziotechnischer Systemansatz und Softwareergonomie.
Der Praxisteil analysiert die Einführung eines neuen Mitarbeiterportals bei der "ABC-HOLDING", einem mittelständischen Unternehmen mit über 250 Mitarbeitern.
Das Modell wird genutzt, um die verschiedenen Rollen (Macht-, Fach- und Prozesspromotor) im Projektteam klar zu definieren, damit sowohl die hierarchische Durchsetzung als auch die fachliche und prozessuale Unterstützung der Nutzer gewährleistet ist.
Die Partizipation hilft, Widerstände durch "das fremdbestimmte Durchbrechen von Gewohnheiten" zu minimieren, da die Mitarbeiter von Beginn an in den Gestaltungsprozess eingebunden werden und somit ein besseres Verständnis für die Neuerung entwickeln.
Das Dokument thematisiert das Dilemma zwischen schneller Informationsaktualität und der Notwendigkeit einer Qualitätskontrolle, um Informationsüberlastung und subjektive Verfälschungen der Inhalte durch die Mitarbeiter zu vermeiden.
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