Examensarbeit, 2005
87 Seiten, Note: 1,0
1 Ausgangssituation und Fragestellung
2 Lernverhalten und Lerngruppe
2.1 Lernverhalten – Begriff
2.2 Lernverhalten der Schüler der Klasse 6a im Schulalltag
3 Projektwoche
3.1 Projektthema „Wildgänse am Niederrhein“ – Kurzinformation
3.2 Legitimation
3.3 Der Projektbegriff in der pädagogischen Literatur
3.4 Darstellung der Projektwoche
3.4.1 Charakterisierung**
3.4.2 Zeittafel
3.4.3 Beschreibung ausgewählter Projekteinheiten
3.4.4 Abfolge der Projekteinheiten
3.4.5 Organisationsablauf
4 Untersuchungsmethoden
4.1 Unstrukturierte Beobachtungen an der Gesamtgruppe
4.2 Strukturierte Beobachtungen an ausgewählten Schülern
4.3 Einfache Programmreflexion
4.4 Abschließende Reflexion über die Projektwoche im Vergleich zum Schulalltag
4.5 Soziometrie
5 Ergebnisse
5.1 Unstrukturierte Beobachtungen an der Gesamtgruppe
5.2 Strukturierte Beobachtungen an ausgewählten Schülern
5.3 Einfache Programmreflexion
5.4 Abschließende Reflexion über die Projektwoche im Vergleich zum Schulalltag
6 Diskussion
6.1 Variabilität im Lernverhalten
6.2 Das Lernverhalten beeinflussende Faktoren
6.3 Möglichkeiten und Grenzen im Schulalltag
7 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Arbeit untersucht, ob das Lernverhalten von Schülern einer 6. Hauptschulklasse durch die Teilnahme an einer außerschulischen Projektwoche beeinflusst werden kann. Ziel ist es zu ermitteln, welche Bereiche des Lernverhaltens veränderbar sind und welche Faktoren in einem projektorientierten Lernumfeld dazu beitragen, das Lernverhalten positiv zu steuern, um daraus Erkenntnisse für den regulären Schulalltag abzuleiten.
3.3 Der Projektbegriff in der pädagogischen Literatur
Die Ursprünge der Projektidee liegen in der Reformpädagogik Anfang des letzten Jahrhunderts. Zuerst beschrieben wurde die Projektmethode indes von dem Amerikaner John DEWEY (1916) als „Methode der bildenden Erfahrung“. Dessen Vorstellungen griff 1918 H. KILPATRICK in seinem Aufsatz „The Project Method“ auf. Die deutschen Reformpädagogen gelangten in dieser Zeit zu ähnlichen Vorschlägen. Zu nennen sind hier das Konzept des Gesamtunterrichts von Berthold OTTO (1859 bis 1933), die Planung des Unterrichts durch Schüler bei Hugo GAUDIG (1860 bis 1923) und die Projektarbeit in der Jenaplanschule von Peter PETERSON (1884 bis 1952).
Im Verlauf der Bildungsreform in der Bundesrepublik Deutschland wurde die Projektidee wieder aufgegriffen. GUDJONS (1986) nennt als typische Merkmale für den Projektunterricht: bezüglich der Themenwahl: Umwelt- und Situationsbezug, Orientierung an Problemen und Interessen der Beteiligten, gesellschaftliche Praxisrelevanz und Interdisziplinarität, bezüglich der Methode: Integration von Lernen und Handeln, Selbstorganisation und Selbstverantwortlichkeit der Lernenden, Planung durch alle Beteiligten, soziales Lernen und Herstellung eines Produkts.
1 Ausgangssituation und Fragestellung: Das Kapitel beschreibt den pädagogischen Hintergrund der Klasse, die Problematik der Leistungsverweigerung und formuliert die zentrale Forschungsfrage nach der Beeinflussbarkeit des Lernverhaltens.
2 Lernverhalten und Lerngruppe: Hier wird der theoretische Begriff des Lernverhaltens definiert und der Ist-Zustand der 6a vor der Projektwoche analysiert.
3 Projektwoche: Dieses Kapitel erläutert das Thema „Wildgänse am Niederrhein“, die pädagogische Legitimation, den Projektbegriff sowie die praktische Organisation und den Ablauf der Woche.
4 Untersuchungsmethoden: Es werden die angewandten wissenschaftlichen Verfahren wie Beobachtung, Programmreflexion und Soziometrie dargelegt.
5 Ergebnisse: Die gewonnenen Erkenntnisse aus den Beobachtungen und Reflexionen der Projekteinheiten werden hier systematisch dargestellt und ausgewertet.
6 Diskussion: Dieses Kapitel analysiert die Variabilität des Lernverhaltens, diskutiert die Einflussfaktoren der Projektwoche und reflektiert deren Möglichkeiten und Grenzen für den Schulalltag.
7 Zusammenfassung und Ausblick: Abschließende Reflexion der Ergebnisse und Überlegungen zur Institutionalisierung außerschulischer Veranstaltungen.
Lernverhalten, Projektwoche, Hauptschule, Aktionsforschung, Handlungsorientierter Unterricht, Wildgänse, Projektmethode, Methodenvielfalt, Schulpädagogik, Sozialverhalten, Lernmotivation, Lernatmosphäre, Naturbegegnung, Reflexion
Die Arbeit analysiert, inwieweit das Lernverhalten von Schülern einer 6. Hauptschulklasse durch eine fünftägige, außerschulische Projektwoche positiv verändert werden kann.
Im Mittelpunkt stehen die Projektmethode, handlungsorientiertes Lernen, das Lernverhalten der Schüler sowie die Übertragbarkeit positiver Erfahrungen aus der Projektwoche in den Schulalltag.
Die zentrale Frage lautet, ob das Lernverhalten eine konstante Größe ist oder ob es unter geeigneten Bedingungen partiell beeinflusst werden kann, und welche Faktoren dabei eine Rolle spielen.
Die Autorin nutzt Ansätze der Aktionsforschung, insbesondere unstrukturierte und strukturierte Beobachtungen während des Unterrichts, ergänzt durch einfache Programmreflexionen und soziometrische Befragungen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Lernverhaltens und Projektbegriffs, die detaillierte Darstellung und Ergebnisse der Projektwoche sowie die kritische Diskussion der Einflussfaktoren.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Lernverhalten, Projektwoche, Handlungsorientierung, Aktionsforschung und Methodenvielfalt.
Das Thema bot die Möglichkeit für eine direkte Begegnung mit der Natur, fächerübergreifendes Lernen und eine starke Identifikation durch den regionalen Bezug, was besonders handlungsorientiertes Arbeiten ermöglichte.
Das Nachterleben bot erlebnispädagogische Elemente, die es den Schülern ermöglichten, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen, Grenzerfahrungen zu machen und als Gruppe Verantwortung zu übernehmen, was die Konzentration und Begeisterungsfähigkeit steigerte.
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