Diplomarbeit, 2005
91 Seiten, Note: 1,6
1 Einleitung
1.1 Einführung in die Thematik
1.2 Ziel und Struktur der Arbeit
2 Operationelle Risiken
2.1 Definition und Einordnung des Risikobegriffs in das Risikomanagement
2.1.1 Risikobegriff
2.1.2 Risikomanagement
2.2 Definition und Begriffserklärung operationeller Risiken
2.2.1 Operationelle Risiken
2.2.2 Operationelle Risiken in Kreditinstituten
2.2.3 Abgrenzung zu weiteren Risikoarten in Kreditinstituten
2.3 Identifikation operationeller Risiken
2.3.1 Aspekte der Risikoidentifikation
2.3.2 Kollektionsmethoden
2.3.3 Suchmethoden
2.3.4 Derivative Analysemethoden
2.4 Quantifizierung operationeller Risiken
3 Individuelle Datenverarbeitung
3.1 Definition individueller Datenverarbeitung
3.1.1 Entwicklung durch Dienstleister
3.1.2 Entwicklung durch Fachbereiche
3.2 Gründe zur Erstellung individueller Datenverarbeitung
3.3 Anwendungsbereiche
3.3.1 Allgemein
3.3.2 Anwendungsgebiete in Kreditinstituten
4 Risikobetrachtung individueller Datenverarbeitung in Kreditinstituten
4.1 Risiken aus individueller Datenverarbeitung in Kreditinstituten
4.1.1 Risiken unter Betrachtung von Aspekten zur Datensicherheit
4.1.2 Risiken unter Betrachtung externer Vorschriften
4.1.3 Risiken unter Betrachtung von Kostengesichtspunkten
4.2 Identifikation
4.2.1 Identifikation individueller Datenverarbeitung
4.2.2 Identifikation des Risikos aus individueller Datenverarbeitung
4.3 Messbarkeit operationeller Risiken aus individueller Datenverarbeitung
4.3.1 Messgegenstand
4.3.2 Quantitative Analyse
4.3.3 Qualitative Analyse
4.4 Management operationeller Risiken aus individueller Datenverarbeitung
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die operationellen Risiken, die aus dem Einsatz individueller Datenverarbeitung (IDV) in Kreditinstituten resultieren. Ziel ist es, ein besseres Risikobewusstsein bei Fachbereichen, EDV-Abteilungen und Führungsebenen zu schaffen und Wege zur Identifikation und Bewertung dieser spezifischen Risikoart aufzuzeigen, um das aktive Managen dieser Risiken – insbesondere vor dem Hintergrund von Basel II – zu ermöglichen.
4.1.1 Risiken unter Betrachtung von Aspekten zur Datensicherheit
Typische Probleme, die sich hinsichtlich der Nutzung von IDV ergeben, sind „fehlende Transparenz, fehlende Einheitlichkeit (Wildwuchs), fehlende Kontrollen, lückenhaftes Know-how der Endbenutzer sowie Schwierigkeiten hinsichtlich der Ordnungsmäßigkeit, Sicherheit und Nachweisbarkeit“210. Diese IDV induzierten Risiken werden wegen der kurzfristigen Vorteile in Hinblick auf Schnelligkeit, Flexibilität und Kosten meist in den Hintergrund gestellt. Unklare Verantwortlichkeiten bei Wartung und Support stellen die Gegenposition dar. Bisher ist weder ausreichend Literatur zu dieser Problematik erhältlich noch geht das BASEL COMMITTEE ON BANKING SUPERVISION in seinen neuesten Verlautbarungen direkt auf dieses Thema ein.
Im Hinblick auf Datensicherheitsaspekte, die sich mit der Sicherstellung der Verfügbarkeit, der Integrität und der Verbindlichkeit beschäftigen, ist je nach Ausprägung und Einsatz der IDV auf folgende Risiken hinzuweisen. Die Speicherung von IDV kann sowohl auf lokalen Laufwerken eines Computers erfolgen oder aber auf einer der meist in ein unternehmensweites Sicherheitskonzept integrierten Netzwerkressource. Der Vorteil einer lokalen Speicherung ist der sich hieraus automatisch ergebende beschränkte Zugriff durch ein Netzwerk. Dies hat allerdings keinen Effekt auf den physischen Zugriffsschutz. Erfolgt eine Speicherung im Local Area Network (LAN), ist zum einen die tägliche Sicherung der Daten gewährleistet, zum anderen kann unabhängig von der Funktionsfähigkeit des lokalen Arbeitsplatzes auf die Daten zugegriffen werden. Zu dem Aspekt der Verfügbarkeit der benötigten Daten gehört auch der zeitliche Faktor. Neue und komplexe OTC-Produkte werden oft in Spreadsheets verwaltet.211 Diese sind allerdings nicht für hohe Transaktionsvolumina und komplizierte Rechenalgorithmen ausgelegt.212 So kann das Pricing einer mehrfach kündbaren Multitranchenanleihe durch VBA-Operationen wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen als der gleiche Vorgang, der durch eine betriebssystemnähere Programmiersprache angestoßen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik operationeller Risiken ein, die durch zunehmende IT-Nutzung und IDV in Banken entstanden sind, und definiert das Ziel, ein Risikobewusstsein für diesen Bereich zu schaffen.
2 Operationelle Risiken: Dieses Kapitel erläutert den Risikobegriff, das Risikomanagement und die verschiedenen Kategorien operationeller Risiken sowie deren Identifikation und Quantifizierung in Kreditinstituten.
3 Individuelle Datenverarbeitung: Hier wird der Begriff der IDV definiert, ihre Abgrenzung zu professioneller Software dargelegt sowie die Gründe für ihren Einsatz und deren Anwendungsgebiete in Banken beleuchtet.
4 Risikobetrachtung individueller Datenverarbeitung in Kreditinstituten: Das Kapitel führt die Erkenntnisse zusammen und analysiert spezifische Risiken aus IDV (Datensicherheit, Vorschriften, Kosten) sowie Methoden zur deren Identifikation, Messbarkeit und Management.
5 Fazit: Das Fazit stellt fest, dass allgemeingültige Aussagen über die Höhe des IDV-Risikos schwierig sind, betont aber die Notwendigkeit, das Risiko zur Wahrung der Wettbewerbsfähigkeit bewusst zu managen.
Operationelle Risiken, Individuelle Datenverarbeitung, IDV, Kreditinstitute, Risikomanagement, Basel II, Risikoidentifikation, IT-Risiken, Spreadsheets, VBA, Risikobewertung, Datensicherheit, Prozessrisiken, Quantifizierung, Risikokalkulator.
Die Arbeit analysiert die operationellen Risiken, die in Kreditinstituten durch den Einsatz individueller Datenverarbeitung (IDV) entstehen.
Zentrale Felder sind die Definition von IDV, die Identifikation und Messung operationeller Risiken sowie deren prozessuale Einbettung in das Banken-Risikomanagement.
Ziel ist es, ein tieferes Risikobewusstsein für den Einsatz von IDV zu entwickeln und Methoden für eine systematische Identifikation und Bewertung dieser Risiken anzubieten.
Es handelt sich um eine theoretische Analyse, die bestehende Risikomanagement-Ansätze auf den spezifischen Bereich der IDV anwendet und durch Experteninterviews sowie empirische Daten aus dem Bankensektor (Basel II Kontext) untermauert wird.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen operationeller Risiken definiert, dann das Konzept der IDV erläutert und abschließend die spezifischen Risiken aus IDV in Banken hinsichtlich Datensicherheit, externer Vorgaben und Kosten analysiert.
Schlüsselbegriffe sind operationelle Risiken, individuelle Datenverarbeitung (IDV), Kreditinstitute, Risikomanagement, Basel II, IT-Risiken und Spreadsheet-basierte Lösungen.
IDV entzieht sich oft der zentralen Kontrolle, ist häufig unzureichend dokumentiert, anfällig für Manipulationsfehler und meist nur schwer in professionelle Risikomodelle zu integrieren.
Excel ist ein zentrales Werkzeug für komplexe Kalkulationen und Finanzinnovationen, birgt aber aufgrund fehlender Versionskontrollen, intransparenter Formelstrukturen und manueller Eingriffe erhebliche Risiken für die Datenintegrität.
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