Magisterarbeit, 2006
140 Seiten, Note: 1
I. THEORETISCHER TEIL
1. Einleitung
1.1. Problemstellung/Ausgangslage
1.2. Forschungsfragen
1.3. Zielsetzung der Arbeit
1.4. Methodik und Aufbau der Arbeit
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen
2.1. Der Begriff „Wissen“
2.1.1. Halbwertszeit des Wissens
2.1.2. Arten von Wissen
2.1.3. Paradigmenwechsel
2.1.4. Bausteine des Wissens
2.1.5. Die organisationale Wissensbasis
2.1.6. Wissen als strategischer Wettbewerbsfaktor
2.1.7. Wissensorientierte Unternehmensführung
2.1.8. Das Wissensunternehmen
2.2. Der Begriff „immaterielle Vermögenswerte“
2.2.1. Wertetreiber
2.3. Der Begriff „Humankapital“
2.3.1. Historische Entwicklung des Humankapitals
2.3.2. Adressaten des Humankapitals
2.3.3. Der vierte Produktionsfaktor
2.3.4. Humankapital als Wettbewerbsfaktor und Standortentscheidung
2.3.5. Humankapital und Beschäftigung
2.3.6. Human Capital aus Sicht des Unternehmens und Strategie
2.3.7. Einfluss des Humankapitals auf den Shareholder Value
2.3.8. Humankapital und Basel II
2.3.9. Investition in Humankapital und Absicherung erwarteter Erträge
3. Wissensbilanzierung
3.1. Wissensmanagement
3.2. Wissensbilanz
3.3. Ziele von Wissensbilanzen
4. Messmethoden des Human Capital
4.1. Marktwertorientierte Ansätze
4.1.1. Markt-/Buchwert-Relation
4.1.2. Markt-/Buchwert-Differenz
4.1.3. Tobin´s q
4.2. Accounting-orientierte Ansätze
4.2.1. Accounting For The Future (AFTF)
4.2.2. Human Resource Accounting (HRA)
4.2.3. Lernzeitbasierte Wissensbilanz
4.3. Indikatorbasierte Ansätze
4.3.1. Skandia Navigator
4.3.2. Balanced Scorecard (BSC)
4.3.3. Kennzahlenbasierte Wissensbilanz
4.4. Value Added Ansätze
4.4.1. Market Value Added (MVA)
4.4.2. Human Economic Value Added (HEVA)
4.4.3. Total Value Creation (TVC)
4.5. Ertragsorientierte Ansätze
4.5.1. Calculated Intangible Value (CIV)
4.5.2. Human Capital Pricing Model (HCPM)
4.5.3. ROI of Human Capital (HCROI)
II. Exkurs: Wissensbilanz Universitäten
III. EMPIRISCHER TEIL
5. Untersuchungsmethode
5.1. Erhebungsmethode, methodischer Steckbrief
5.1.1. Qualitative Forschung
5.1.2. Probandenauswahl
5.1.3. Leitfadeninterview
5.1.4. Interview
5.1.5. Aufbereitung
6. Ergebnisse
6.1. Interviewpartner
6.1.1. Europäische Reiseversicherung AG
6.1.2. Alcatel Austria AG
6.1.3. AMS Österreich, öffentliches Unternehmen auf eigener gesetzlicher Grundlage
6.1.4. Andritz AG
6.1.5. Post AG
6.1.6. VAMED-KMB Krankenhausmanagement & BetriebsführungsgmbH
6.1.7. KA Sanatorium Hera, Unternehmen der KFA Versicherung
6.1.8. Raiffeisen Leasing GmbH
6.1.9. Österreichische Nationalbank
6.1.10. Fachhochschule des bfi Wien Gesellschaft m.b.H.
6.1.11. Borealis AG
6.1.12. ARC – Austrian Research Centers GmbH
6.1.13. Hewlett-Packard AG
6.1.14. Österreichischer Genossenschaftsverband (Schulze-Delitzsch)
6.2. Reflexion der Forschungsfragen
7. Abschließende Diskussion
7.1. Erkenntnisse aus Literatur und empirischer Forschung
7.2. Ansatzpunkte für weitere Forschung
7.3. Schlussbetrachtung
8. Anhang
8.1. Interviewleitfaden
8.2. Wissensbilanzen Beispiele
8.2.1. Beispiel: Österreichische Nationalbank – OeNB 2004
8.2.2. Beispiel: Fachhochschule des bfi Wien Gesellschaft m.b.H. 2004
8.2.3. Beispiel: Austrian Research Centers – ARC 2004
9. Quellenverzeichnis
9.1. Bücher
9.2. e-Book
9.3. Zeitschriften
9.4. Internet
9.5. Vorträge
Die Arbeit untersucht die Gründe, warum österreichische Unternehmen eine Bewertung des Humankapitals durchführen, analysiert die damit verbundenen Vor- und Nachteile sowie die wesentlichen Methoden zur Messung dieses immateriellen Vermögenswerts.
2.1.1. Halbwertszeit des Wissens
In der heutigen Zeit haben Internet und die damit verbundenen Technologien, wie zum Beispiel Suchmaschinen (Yahoo, Google) einen ungeheuren Impuls auf die Verfügbarkeit von Wissen. So spricht die Literatur von einer Verdoppelung des Wissens innerhalb weniger Jahre.
Gleichzeitig schwinden Aktualität und Relevanz von Wissen im Laufe der Jahre im Sinne einer Halbwertszeit (vgl. Abbildung 2).
1. Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Relevanz des Humankapitals, definiert die Problemstellung und die Forschungsfragen sowie die Zielsetzung der Arbeit.
2. Begriffliche und konzeptionelle Grundlagen: Hier werden zentrale Begriffe wie Wissen, immaterielle Vermögenswerte und Humankapital definiert und in den historischen sowie strategischen Kontext gesetzt.
3. Wissensbilanzierung: Dieses Kapitel erläutert das Wissensmanagement als Grundlage und beschreibt die Ziele sowie die konzeptionelle Einordnung der Wissensbilanz.
4. Messmethoden des Human Capital: Es werden verschiedene Ansätze zur quantitativen und qualitativen Bewertung des Humankapitals klassifiziert und auf ihre Anwendbarkeit geprüft.
5. Untersuchungsmethode: Der methodische Teil beschreibt das qualitative Forschungsdesign der Arbeit, einschließlich der Probandenauswahl und des Leitfaden-Interviews.
6. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die Erkenntnisse aus den Experteninterviews und reflektiert diese im Hinblick auf die Forschungsfragen.
7. Abschließende Diskussion: Die Arbeit schließt mit einer Synthese aus Theorie und Empirie sowie einem Ausblick auf zukünftige Forschungsbedarfe.
Humankapital, Wissensbilanz, Wissensmanagement, Intangible Assets, Intellectual Capital, Unternehmensführung, Bewertungsmethoden, Personalcontrolling, Wissensgesellschaft, Wettbewerbsvorteil, Strategische Personalentwicklung, Qualifikationsdefizite, immaterielle Vermögenswerte, Wissensbewertung, Basel II.
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Bewertung von Humankapital in österreichischen Unternehmen und untersucht dabei die Kluft zwischen dem theoretischen Anspruch der Wissensbewertung und der realen betrieblichen Umsetzung.
Die zentralen Themenbereiche umfassen Wissensmanagement, Methoden zur Quantifizierung immaterieller Vermögenswerte, Humankapital als strategischer Wettbewerbsfaktor sowie die Bedeutung von Wissensbilanzen im Kontext moderner Unternehmenssteuerung.
Das Ziel ist es, die Gründe für die Bewertung von Humankapital in Österreich zu identifizieren, die damit verbundenen Vor- und Nachteile aufzuzeigen und einen fundierten Überblick über gängige Messmethoden zu geben.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsparadigma. Die Datenerhebung erfolgte primär durch eine fundierte Dokumentenanalyse, ergänzt durch Experteninterviews mit Vertretern verschiedener österreichischer Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe (Wissen, Humankapital, Wissensbilanzierung), eine detaillierte Auseinandersetzung mit verschiedenen Messmethoden (z. B. Skandia Navigator, Balanced Scorecard) sowie den empirischen Teil mit der Auswertung der Interviews.
Kernbegriffe sind Humankapital, Wissensbilanz, immaterielle Vermögenswerte (Intangible Assets), Wissensmanagement und Intellectual Capital.
Basel II wird als Beispiel für den Druck auf Unternehmen angeführt, Transparenz bezüglich ihres intellektuellen Kapitals und ihrer Risikosituation zu erhöhen, um eine bessere Bonitätseinstufung zu erreichen.
Universitäten dienen im Kontext der Arbeit als Beispiel für staatliche Organisationen, die durch das Universitätsgesetz 2002 verpflichtet wurden, ihre Leistungen und Wissenspotenziale über Wissensbilanzen transparent gegenüber der Öffentlichkeit zu dokumentieren.
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