Magisterarbeit, 2001
69 Seiten, Note: 2,5
1. EINLEITUNG
1.1 ZIELSETZUNG UND AUFBAU DER ARBEIT
1.2 EPOCHE UND BIOGRAPHIE
1.2.1 DER EXPRESSIONISMUS UND DIE ROLLE DER LYRIK
1.2.2 DER EXPRESSIONISTISCHE LYRIKER GEORG HEYM (1887-1912)
2. HAUPTTEIL
2.1 DIE GROßSTADT IN DER LYRIK DES EXPRESSIONISMUS
2.2 DIE ENTWICKLUNG DER MODERNEN GROßSTADT IM ZUSAMMENHANG MIT DER INDUSTRIALISIERUNG
2.3 DIE THEMATIK ‚STADT‘ IN DER LYRIK GEORG HEYMS
2.3.1 INTERPRETATION DES GEDICHTES „BERLIN II“
2.3.2 INTERPRETATION DES GEDICHTES „VERFLUCHUNG DER STÄDTE V“
2.3.3 INTERPRETATION DES GEDICHTES „DIE VORSTADT“
2.3.4 INTERPRETATION DES GEDICHTES „DER GOTT DER STADT“
2.3.4.1 „DER GOTT DER STADT“: VON DEN HANDSCHRIFTEN BIS ZUR REINSCHRIFT
2.3.5 INTERPRETATION DES GEDICHTES „DIE DÄMONEN DER STÄDTE“
2.3.6 INTERPRETATION DES GEDICHTES „DIE STADT“
2.3.7 INTERPRETATION DES GEDICHTES „DER KRIEG“
2.4 GEORG HEYMS FARBGEBRAUCH
2.5 ZUR FORM DER GEDICHTE GEORG HEYMS
2.6 DAS BILD DER LANDSCHAFT BEI GEORG HEYM
2.7 DIE METAPHORIK DER GROßSTADTDICHTUNG
2.8 DAS MYTHISCHE IN HEYMS DICHTUNG
2.8.1 DER MENSCH UND DIE MODERNE WELT IN DER DICHTUNG HEYMS
3. SCHLUSS
3.1 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
Die vorliegende Arbeit untersucht das Erleben und die künstlerische Gestaltung der Großstadt in der expressionistischen Lyrik von Georg Heym. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie Heym die moderne urbane Welt, ihre Entfremdung und ihre drohende apokalyptische Vernichtung in eine eigenständige, oft mythisch aufgeladene Bildersprache übersetzt.
2.3.4 Interpretation des Gedichtes „Der Gott der Stadt“
In einem Brief an den Verleger Ernst Rowohlt vom 31.12.1910 zählt Heym das gerade einen Tag vorher in sein Reinschriftenheft eingetragene Gedicht „Der Gott der Stadt“ schon zu seinen besten lyrischen Leistungen. In der Tat wurde dieses Gedicht zu einem seiner bekanntesten und zählt zu seinen besten.
Die äußere Form ist unauffällig und konventionell, so wie bei fast allen seiner Gedichte. Anders sieht es dagegen mit den Motiven aus, ein detailliertes Bild eines dämonischen Gottes wird hervorgerufen.
In diesem visionären Gedicht werden die Krisen der Großstadt noch weiter enthüllt. Das Abschreckende der modernen Großstadt verdichtet sich zu der Vision eines dämonischen Wesens, in dessen Bann das moderne Leben zu stehen scheint. Der Blick des impliziten lyrischen Sprechers ist durchgehend auf die alle menschliche Dimensionen übersteigende Gestalt des Baal gerichtet. Bereits durch die Namensgebung wird das Wesen des Gottes bestimmt: Baal (hebräisch ‚Herr‘) war der Begriff für ‚Gott‘ bei den westsemitischen Völkern.
1. EINLEITUNG: Die Einleitung steckt den theoretischen Rahmen ab, definiert den Expressionismus als Epoche und führt in die Rolle von Georg Heym als zentralen Vertreter der expressionistischen Großstadtlyrik ein.
2. HAUPTTEIL: Dieser Abschnitt analysiert detailliert Heyms Verhältnis zur modernen industriellen Großstadt, seine spezifische Bildsprache, seinen Einsatz von Metaphern und Farben sowie seine mythologische Überhöhung des Stadtlebens und der damit verbundenen Untergangsszenarien.
3. SCHLUSS: Im Schlussteil werden die vorangegangenen Analysen zusammengeführt, um Heyms Beitrag zur expressionistischen Literatur als visionärer Dichter des Grauens zu bestätigen.
Georg Heym, Expressionismus, Großstadtlyrik, Stadtgedicht, Untergangsvisionen, industrielle Zivilisation, Metaphorik, Farbgebrauch, Mythos, Baal, Moderne, Entfremdung, Apokalyptik, Lyrik, Berlin.
Die Arbeit analysiert, wie Georg Heym die Großstadt als zentrales Motiv seiner Lyrik verwendet und welche künstlerischen Mittel er nutzt, um das Lebensgefühl der Moderne darzustellen.
Zentrale Themen sind die Industrialisierung, die Entmenschlichung durch die Großstadt, das Motiv des Weltendes und die Dämonisierung technischer Prozesse.
Das Ziel ist es, Heyms Beitrag zur expressionistischen Großstadtlyrik anhand ausgewählter Gedichte zu untersuchen und aufzuzeigen, wie er Realität in visionäre Untergangsmythen verwandelt.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Textanalyse angewandt, die durch die Einbeziehung biographischer Kontexte, Briefe, Tagebuchnotizen und zeitgenössischer Literaturkritik ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse spezifischer Gedichte, die Untersuchung von Heyms Farb- und Metaphergebrauch sowie die Betrachtung seiner formalen Gestaltung und landschaftlichen Darstellungen.
Die wichtigsten Begriffe sind Georg Heym, Expressionismus, Großstadtlyrik, Untergangsvisionen, Metaphorik und Dämonisierung.
Heyms frühe Naturlyrik war von traditionellen Vorbildern geprägt, wandelte sich jedoch mit dem Studium in Würzburg hin zu einem unmittelbaren Erleben und später zu einer visionären, apokalyptischen Darstellung der Natur.
Baal dient Heym als mythische Allegorie für die zerstörerischen Kräfte der modernen Großstadt und Zivilisation, denen die Menschen hilflos ausgeliefert sind.
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