Diplomarbeit, 2006
187 Seiten, Note: 1,3
A Einleitung
B Die Ökonomie der Musikindustrie
I Der deutsche Musikmarkt
1 Entwicklung des Tonträgers
1.1 Akustische Aufnahmeära
1.2 Elektronische Aufnahmeära (Rundfunkära)
1.3 Nachkriegszeit
1.4 Digitales Zeitalter
1.5 Das Ende des klassischen Tonträgers
2 Marktstrukturen
2.1 Marktteilnehmer
2.1.1 Interpreten und Autoren
2.1.2 Musikverlage und Verwertungsgesellschaften
2.1.3 Plattenindustrie
2.1.4 Produzent und Tonstudio
2.1.5 Radio-, TV- und Filmindustrie
2.1.6 Musikdistribution und Handel
2.1.7 Konzertmarkt
2.1.8 Künstlermanagement
2.2 Rechtliche Regulatoren
2.2.1 Urheberrecht
2.2.2 Digital Rights Management
II Internationale Musikmärkte
III Fazit
C Künstleraufbau- und Vermarktungsprozess
1 Definition nach Porter
2 Strukturen der Wertschöpfungskette der Tonträgerindustrie
3 Funktion der Tonträgerindustrie – traditionelle Geschäfts- und Erlösmodelle
4 Neue Ansätze
II Prozessdesign des dynamischen Kommunikationsmanagements
1 Definition
2 Start Up
2.1 Awareness-Phase
2.1.1 Stärken-Schwächen-Analyse
2.1.2 SWOT-Analyse
2.1.3 Portfolio-Analyse
2.1.4 Analyse der Musikkonsumenten
2.1.5 Marketingforschung
2.2 ReVision
2.3 Die Rolle des A&R-Managers im Akquisitionsprozess
3 Work on
3.1 Mobilization
3.2 Planning
3.2.1 Produktionsmanagement
3.2.2 Musikmarketing
3.2.2.1 Produktpolitik
3.2.2.2 Preispolitik
3.2.2.3 Distributionspolitik
3.2.2.4 Kommunikationspolitik
3.2.2.4.1 Werbung
3.2.2.4.2 Public Relations (PR)
3.2.2.4.3 Sponsoring
3.2.2.4.4 Online
3.2.2.4.5 Direktmarketing
3.2.2.4.6 Merchandising
3.2.2.4.7 Events
3.2.3 Exkurs: Der Einfluss der Media Control Charts auf den Vermarktungsprozess
3.2.4 Finanzierungsarten
3.3 Action
3.3.1 Markenwertschöpfungskette
3.3.2 Finanzierungsplan
4 Settle Up
4.1 Contact
4.2 Solution
4.3 Closure
III Bewertung
E Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, den langfristigen Prozess des Künstleraufbaus und dessen Vermarktung auf dem deutschen Musikmarkt zu analysieren. Dabei wird untersucht, wie durch strategisches Management eine qualitativ hochwertige Markenbildung erreicht werden kann, um Musikschaffende erfolgreich zu etablieren und den Herausforderungen durch digitale Technologien zu begegnen.
1.1 Akustische Aufnahmeära
Die Entwicklung der Tonträgerindustrie könnte man auch als eine Entwicklung technischer Neuerungen beschreiben. Musikwerke gab es schon immer, doch das Trägermedium, auf dem der Inhalt vertrieben wird, hat sich im letzten Jahrhundert kontinuierlich hinsichtlich Beschaffenheit und qualitativen Aufnahmestandards verändert. Die akustische Aufnahmeära wurde von der elektronischen Aufnahmeepoche abgelöst bis hin zur Markteinführung der CD und dem gleichzeitigen Beginn des digitalen Zeitalters, das vielleicht eines Tages zum Ende des klassischen Tonträgermediums führen wird. Die Branche hat immer wieder versucht, sich gegen neue technische Tendenzen zu wehren; ohne Erfolg. „Wenn der Bürger als Konsument die technische Möglichkeit bekommt, eine unabhängigere oder auch nur bequemere Position einzunehmen, wird er nach ihr greifen und im Fall von Widerstand den Fortschritt erzwingen“.
Die Geschichte der Tonträgerindustrie beginnt mit der Epoche der akustischen Aufnahme und einer neuen Erfindung. Nachdem der am 20.5.1851 in Hannover geborene Emil Berliner mit 14 die Schule abgebrochen hatte, wandert er 1870 in die USA aus. Dort beginnt er, fasziniert durch die Literatur eines Freiburger Professors der Physik und Meteorologie namens Johannes Müller, sich mit elektronischen und akustischen Phänomenen zu befassen und entwickelt infolge das Grammophon. Nachdem Emil Berliner seine neue Erfindung am 29.9.1887 in Washington vorstellt, beginnt die Geburtsstunde der ersten Schallplatte mit der Patentanmeldung beim Kaiserlichen Patentamt zum „Verfahren und Apparat für das Registriren [sic] und Wiederhervorbringen von Tönen“.
A Einleitung: Diese Einleitung führt in die aktuelle wirtschaftliche Krisensituation der Musikindustrie ein, beleuchtet die Auswirkungen der Digitalisierung auf traditionelle Geschäftsmodelle und definiert das Ziel der Arbeit, den Künstleraufbau und Vermarktungsprozess zu erläutern.
B Die Ökonomie der Musikindustrie: Dieses Kapitel analysiert die Strukturen des deutschen Musikmarktes, von der historischen Entwicklung des Tonträgers bis hin zu den aktuellen Marktteilnehmern und rechtlichen Regulatoren.
C Künstleraufbau- und Vermarktungsprozess: Dieser Abschnitt beschreibt den deduktiven Prozess der Künstlereintablierung, unterteilt in Phasen wie Start Up, Work On und Settle Up, und integriert Konzepte wie die Wertschöpfungskette und modernes Kommunikationsmanagement.
Musikindustrie, Tonträger, Künstleraufbau, Vermarktung, Digitalisierung, MP3, Musikmarketing, Urheberrecht, GEMA, Plattenindustrie, Markenbildung, Wertschöpfungskette, Künstlermanagement, Digital Rights Management, Musikmarkt
Die Arbeit befasst sich mit dem langfristigen Künstleraufbau und der professionellen Vermarktung von Musikschaffenden auf dem deutschen Musikmarkt unter Berücksichtigung moderner digitaler Herausforderungen.
Die zentralen Themen umfassen die ökonomischen Grundlagen der Musikindustrie, die Entwicklung der Tonträger, Strukturen der Wertschöpfungskette, Marketingstrategien sowie die Bedeutung rechtlicher Regulatoren wie des Urheberrechts.
Das Ziel ist es, den Etablierungsprozess auf dem Markt zu analysieren, um eine nachhaltige Imagegenerierung und Markenbildung von Musikschaffenden zu ermöglichen.
Die Arbeit wendet eine deduktive Methode an, bei der Künstleraufbau und Vermarktung zuerst allgemein erörtert und anschließend auf Basis von Einzelerkenntnissen für den deutschen Markt dargelegt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Marktökonomie sowie die detaillierte Beschreibung des dynamischen Management- und Kommunikationsprozesses, inklusive praktischer Strategien wie der Markenwertschöpfungskette.
Musikmarketing, Tonträgerindustrie, Digitalisierung, Urheberrecht und Künstlermanagement sind die prägenden Begriffe.
DRM bildet eine essenzielle technische Grundlage, um die Interessen der Rechteinhaber vor unberechtigter Vervielfältigung und illegalem Gebrauch digitaler Inhalte zu schützen.
Der Manager fungiert als zentrale Schnittstelle zwischen Künstler und Markt, koordiniert geschäftliche Belange, unterstützt bei Vertragsverhandlungen und steuert den langfristigen Markenaufbau.
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