Diplomarbeit, 2006
191 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
1.1. Problemstellung
1.2. Abgrenzung des Themas
1.3. Gang der Untersuchung
2. KLASSISCHE ANSÄTZE ZUR ABGRENZUNG DES OPTIMALEN WÄHRUNGRAUMES BEI MIKROÖKONOMISCHEN STÖRUNGEN
2.1. Zum Begriff und Umfang des optimalen Währungsraumes
2.2. Zur Definition asymmetrischer Schocks
2.3. Das Kriterium von Mundell: Faktormobilität
2.3.1. Vorbemerkungen
2.3.2. Darstellung des Mundell´schen Kriteriums
2.3.3. Kritische Würdigung des Mundell´schen Ansatzes
2.4. Der Ansatz von McKinnon: Offenheit der Volkswirtschaft
2.4.1. Der Fall der kleinen, offenen Volkswirtschaft
2.4.2. Anpassung in der großen, geschlossenen Volkswirtschaft
2.4.3. Kritische Würdigung des McKinnon´schen Ansatzes
2.5. Der Ansatz von Kenen: Diversifikation
2.5.1. Darstellung des Konzeptes
2.5.2. Kritische Würdigung des Kenen´schen Ansatzes
2.6. Der Ansatz von Vaubel: Variabilität des realen Wechselkurses
3. MAKROÖKONOMISCHE ASPEKTE DER THEORIE OPTIMALER WÄHRUNGRÄUME
3.1. Vorbemerkungen
3.2. Kapitalmobilität
3.2.1. Darstellung des Konzeptes
3.2.2. Kritische Anmerkungen
3.3. Die Ähnlichkeit der Inflationsraten
3.3.1. Darstellung des Konzeptes
3.3.2. Kritische Anmerkungen
3.4. Koordination der Fiskal-, Steuer- und Wirtschaftspolitik
3.5. Gleichgerichtete konjunkturelle Entwicklung und Schocksymmetrie
4. KOSTEN UND NUTZEN DER EUROPÄISCHEN WÄHRUNGSUNION
4.1. Vorbemerkungen
4.2. Wesentliche Kostenaspekte der EWU
4.2.1. Kosten auf der Mikroebene
4.2.1.1. Kosten der Währungsumstellung
4.2.2. Kosten auf der Makroebene
4.2.2.1.Verlust des Wechselkurses als Anpassungsinstrument nach exogenen Schocks
4.2.2.2. Verzicht auf autonome Geldpolitik
4.2.2.3. Verzicht auf Philipps-Kurven trade-off
4.2.2.4. Verzicht auf Seignorageeinnahmen
4.2.2.5. Verringerung der finanzpolitischen Autonomie
4.2.2.6. Kosten in Zusammenhang mit dem Balassa-Samuelson-Effekt
4.3. Wesentliche Nutzenaspekte der EWU
4.3.1. Nutzen auf der Mikroebene
4.3.1.1. Reduktion von Transaktions- und Informationskosten
4.3.1.2. Positive Handels- und Wachstumseffekte durch Verringerung der Unsicherheit
4.3.2. Nutzen auf der Makroebene
4.3.2.1. Erhöhung der Glaubwürdigkeit der Geldpolitik
4.3.2.2. Verbesserung der Effizienz der Geldpolitik
4.3.2.3. Verbesserung der Kapitalallokation und der verschiedenen Funktionen des Geldes
4.3.2.4. Erhöhte Transparenz
4.3.2.5. Senkung des Bedarfes an Devisenreserven
4.4. Kosten und Nutzen im Vergleich
4.4.1. Zusammenfassung der bisherigen Erkenntnisse
4.4.2. Kosten und Nutzen aus nationaler Sicht
4.4.3. Kosten und Nutzen aus gesamteuropäischer Sicht
4.5. Endogenität oder Spezialisierung?
4.5.1. Die Endogenitätshypothese
4.5.2. Die Krugman´sche Spezialisierungshypothese
5. DIE EUROPÄISCHE WÄHRUNGSUNION IM LICHTE DER THEORIE OPTIMALER WÄHRUNGSRÄUME
5.1. Marktbasierte Absorptionsmechanismen
5.1.1. Analyse der Arbeitsmobilität
5.1.2. Kapitalmobilität in der Eurozone
5.1.2.1. Wie mobil ist das Kapital in der EU?
5.1.2.2. Einige stilisierte Fakten zum Kapitalverkehr der Eurozone
5.1.3. Faktorpreisflexibilität
5.1.3.1. Lohnflexibilität
5.1.3.2. Preisflexibilität
5.1.3.3. Flexibilität der Arbeits- und Produktmärkte
5.2. „Größe“, „Offenheit“ und Handelsverflechtung
5.3. Diversifikation in der Eurozone
5.3.1. Diversifikation der Produktionsstruktur
5.3.2. Diversifikation der Exportstruktur
5.4. Die EWU bezüglich makroökonomischer Variablen
5.4.1. Gleichheit der Inflationsraten
5.4.2. Gleichgerichtete konjunkturelle Entwicklung
5.4.2.1. Statische Analyse
5.4.2.2. Dynamische Betrachtung
5.5. Institutionelle Absorptionsmechanismen
5.5.1. Instrumente der nationalen Fiskalpolitik
5.5.2. Automatische Stabilisatoren
5.5.3. Transfers aus dem EU Budget
5.6. Die Eurozone im Licht der „neuen“ Theorie
5.6.1. Ein optimaler DM-Währungsraum?
5.6.2. Ein zweistufiger Optimierungsprozess zur Bestimmung eines optimalen Währungsraumes in der EWU
5.6.3. Korrelation von Angebots- und Nachfrageschocks
5.7. Weitere Problemfelder einer optimalen europäischen Geldpolitik
5.7.1. Inhomogenitäten in Bezug auf BIP-Verteilung und Wohlstand
5.7.2. Öffentliche Verschuldung
5.7.3. Unterschiede in den Transmissionsmechanismen
6. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
6.1. Zusammenfassung
6.2. Ist die Eurozone ein optimaler Währungsraum (oder wird sie einer?)
7. ANHANG
7.1. Entwicklungslinien der europäischen monetären Integration
7.1.1. Von der Europäschen Gemeinschaft für Kohle und Stahl bis zum Werner Plan
7.1.2. Von der Währungsschlage zum EWS
7.1.3. Die Einheitliche Europäische Akte und der Delors-Bericht
7.1.4. Der Vertrag über die Europäische Union (Vertrag von Maastricht, EU Vertrag
7.1.4.1. Vertrag über die Europäische Union (Vertrag von Maastricht)
7.1.4.2. Die Konvergenzkriterien von Maastricht in einer kritischen Betrachtung
7.1.4.3. Institutionelle Voraussetzungen eines Beitritts zur EWU und jüngste Entwicklungen in der EWU
7.2. Heterogenität Europas
7.3. Faktormobilität in der Eurozone
7.3.1. Arbeitslosenraten und durchschnittliche Abweichung EU 15/EU 25
7.3.2. Kapitalmobilität in Europa
7.3.3. Reallohnflexibilität
7.3.3.1. Elastizität des Reallohns
7.3.3.2. Organisationsgrad der Arbeitnehmer
7.4. Offenheit in Europa
7.4.1. Export- und Importquoten in der EU
7.4.2. Exportquoten im EU Vergleich
7.4.3. Summe der Export- und Importquoten
7.4.4. Handel der EU 10 mit der EU 15
7.4.5. Intra-EU-Handel der EU 15
7.5. Produktdiversifikation in Europa
7.5.1. Diversifikation der Produktionsstruktur: Anteil der Sektoren an der Wertschöpfung (2004)
7.5.2. Exportdiversifikation (2004)
7.6. Inflation im Euroraum
7.6.1. Inflationsraten 1999 – 2005
7.6.2. Streuung der Inflationsraten
7.7. Bruttoinlandsprodukt der EU 15 und der EU 25 (in KKP)
7.8. Einkommensumlaufgeschwindigkeit von M3
7.9. Empirische Bestimmung der Integrationskosten eines optimalen DM-Währungsraumes
7.10. Synchronisierung der Konjunkturzyklen
7.10.1. Korrelation der Konjunkturzyklen
7.10.2. Leads und Lags
7.10.3. Volatilität der Konjunkturzyklen
7.10.4. “Persistence”
7.10.5. Die Schockverarbeitung (impulse-response)
7.10.6. Ergebnisse und Zusammenfassung
7.11. Preisdifferenzen in der EWU
7.12. Problemfeld Öffentliche Verschuldung
7.13. Reale Wachstumsrate des BIP in der Eurozone
7.14. Strukturmittel aus dem Kohäsionsfonds
7.15. Korrelationsmatrizen der gesamtwirtschaftlichen Angebots- und Nachfrageschocks (Bayoumi/Eichengreen (1996))
Die Arbeit untersucht kritisch die Theorie optimaler Währungsräume und überträgt diese auf die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU). Das primäre Ziel besteht darin, eine ökonomische Aussage über die Optimalität des aktuellen Euroraums (EU 12) sowie der erweiterten EU 15 und EU 25 zu treffen.
1.1. Problemstellung
„If there was ever a bad idea, EMU is it.“ Rudi Dornbusch, Foreign Affairs (1996, S. 124)
Durch die Einführung des EURO zum 01.01.1999 in 11 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union verwirklichte sich in dem durch zwei Weltkriege zerrüttetem Kontinent nach über 50jährigen (politischen) Einigungsbestrebungen der Europäer das „kühne Experiment“ einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion. Obwohl zum damaligen Zeitpunkt 8 der insgesamt 11 EURO-Länder die im Vertrag von Maastricht ausgehandelten Budgetdefizitgrenze von 60% des BIP überschritten, hielten es die politischen Entscheidungsträger für angemessen, die Verwirklichung nicht zu gefährden, worin die primär politische Zielsetzung der europäischen Einheitswährung deutlich wird.
Durch den Beitritt Griechenlands zur EWU, das den EURO zum 01.01.2001 einführte, umfasst die Europäische Währungsunion heute bereits 12 Mitglieder und bildet damit einen Währungsraum, der mit über 300 Mio. Verbrauchern die Bevölkerungszahl der USA um über 10% übertrifft. In ihrer bisher größten Erweiterungsrunde traten zum 01. Mai 2004 die acht mittel- und osteuropäischen Staaten Lettland, Estland, Litauen, Polen, Ungarn, Tschechien, Slowenien und die Slowakei sowie die zwei südeuropäischen (Insel-)Staaten Zypern und Malta der Europäischen Union bei, so dass die „Eurozone“ in Zukunft bis zu 25 Mitglieder umfassen könnte. Durch den Beitritt der 10 neuen Mitgliedsländer zur EU erhöhte sich die Einwohnerzahl um rund 20% auf heute 450 Mio. Menschen.
1. EINLEITUNG: Einführung in die Problematik der europäischen Währungsunion und der Relevanz der Theorie optimaler Währungsräume.
2. KLASSISCHE ANSÄTZE ZUR ABGRENZUNG DES OPTIMALEN WÄHRUNGRAUMES BEI MIKROÖKONOMISCHEN STÖRUNGEN: Darstellung grundlegender Ansätze von Mundell, McKinnon und Kenen zur Identifikation optimaler Währungsgebiete bei Schocks.
3. MAKROÖKONOMISCHE ASPEKTE DER THEORIE OPTIMALER WÄHRUNGRÄUME: Analyse weiterer makroökonomischer Faktoren wie Kapitalmobilität, Inflationsratenkonvergenz und politischer Koordination.
4. KOSTEN UND NUTZEN DER EUROPÄISCHEN WÄHRUNGSUNION: Systematische Aufarbeitung der mikro- und makroökonomischen Vor- und Nachteile der EWU.
5. DIE EUROPÄISCHE WÄHRUNGSUNION IM LICHTE DER THEORIE OPTIMALER WÄHRUNGSRÄUME: Empirische Analyse der EWU anhand der theoretischen Kriterien zur Feststellung ihrer Optimalität.
6. ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Synthese der Ergebnisse und Beantwortung der Frage nach der Optimalität der Eurozone.
Eurozone, Währungsunion, Theorie optimaler Währungsräume, Asymmetrische Schocks, Faktormobilität, Europäische Zentralbank, Konvergenz, Preisstabilität, Wirtschaftsintegration, Geldpolitik, Fiskalpolitik, Kostennutzenanalyse, EU-Osterweiterung, Arbeitsmarktmobilität, Kapitalverkehr.
Die Arbeit beschäftigt sich kritisch mit der Theorie optimaler Währungsräume und deren Anwendung auf die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion (EWU) unter Berücksichtigung der EU-Osterweiterung.
Die zentralen Themen sind die theoretischen Grundlagen optimaler Währungsräume, die Analyse der Kosten und Nutzen der europäischen Einheitswährung sowie die empirische Untersuchung makroökonomischer Kriterien für die EWU.
Das Ziel ist die Beantwortung der Forschungsfrage, ob die aktuelle Eurozone (EU 12) oder eine erweiterte Union (EU 15/25) als "optimaler Währungsraum" im Sinne der ökonomischen Theorie angesehen werden kann.
Es erfolgt eine kritische theoretische Diskussion der klassischen und modernen Literatur zu optimalen Währungsräumen, ergänzt durch eine teils empirische Analyse von Integrationskriterien.
Der Hauptteil analysiert detailliert die EU 25 im Licht der Kriterien für optimale Währungsräume, untersucht Absorptionsmechanismen bei Störungen und bewertet die ökonomischen Auswirkungen der EWU.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Währungsunion, asymmetrische Schocks, Faktormobilität, Europäische Zentralbank, Konvergenz und ökonomische Integration beschreiben.
Er beschreibt das Phänomen, dass unterschiedliche Produktivitätswachstumsraten in handelbaren und nicht-handelbaren Sektoren zu inflationären Unterschieden führen können, was insbesondere für die MOE-Staaten auf ihrem Aufholpfad relevant ist.
Nach Robert Mundell ist ein hohes Maß an Faktormobilität notwendig, um asymmetrische Schocks ohne das Instrument der Wechselkursanpassung auszugleichen; die Analyse zeigt, dass diese Mobilität in der EU im Vergleich zu den USA eher gering ist.
Die Anbindung an eine stabile Währung und eine gemeinsame Zentralbank kann durch den Gewinn an Glaubwürdigkeit helfen, Inflationserwartungen zu senken und somit die Kosten der Desinflation für ehemals instabile Währungsgebiete zu reduzieren.
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