Diplomarbeit, 2006
92 Seiten, Note: 1,0
1. Einführung
1.1 Problem
1.2 Gang der Untersuchung
2. Off- Balance- Sheet Finanzierung
2.1 Definition
2.2 Instrumente
2.2.1 Leasing
2.2.2 Asset- Backed- Securities (ABS)
2.2.3 Spezialfonds
2.2.4 Special Purpose Entity (SPE)
2.2.4.1 Motive für die Gründung von Special Purpose Entities
3. Off- Balance- Sheet Finanzierungen anhand von Leasingverträgen
3.1 Begriff und Merkmal des Leasings
3.2 Leasingentwicklung in Deutschland
3.3 Vorteile des Leasings
3.4 Rechtsnatur des Leasings
3.5 Klassifikation von Leasingverträgen in der deutschen Rechnungslegung
3.5.1 Operating Leasing
3.5.2 Finanzierungsleasing
3.5.3 Vertragstypen von Leasingverträgen
3.5.3.1 Vollamortisationsverträge
3.5.3.2 Teilamortisationsverträge
3.6 Leasing in der internationalen Rechnungslegung
3.6.1 Finance- und Operating Lease
3.7 Die Bilanzneutralität von Leasingverträgen im Einzelabschluss
3.8 Handelsrechtliche Rechnungslegung
3.9 Die Bilanzierung von Leasingverträgen im Einzelabschluss nach HGB
3.9.1 Zurechnung von Leasingobjekten nach HGB
3.9.1.1 Grundsätze über das wirtschaftliche Eigentum
3.9.1.2 Die steuerlichen Leasingerlasse
3.9.1.2.1 Bilanzierung der Leasingverhältnisse bei Zurechnung der Leasingobjekte beim Leasingnehmer
3.9.1.2.2 Bilanzierung der Leasingverhältnisse bei Zurechnung der Leasingobjekte beim Leasinggeber
3.9.1.3 Angaben im Anhang
3.10. Internationale Rechnungslegung
3.10.1 Vermögenswerte nach IFRS
3.10.2 Leasingbilanzierung nach IFRS
3.10.2.1 Die wirtschaftliche Betrachtungsweise (substance over form)
3.10.2.2 Kriterien für die Klassifikation als Finance Lease
3.10.2.2.1 Die Abbildung von Leasingverhältnissen im Jahresabschluss des Leasingnehmers
3.10.2.2.2 Die Abbildung von Leasingverhältnissen im Jahresabschluss des Leasinggebers
3.10.2.3 Angaben im Anhang
3.11 Vergleichende Betrachtung und kritische Würdigung
4. Leasingobjektgesellschaften als Beispiele der Off- Balance- Sheet Finanzierungen
4.1 Grundsätzliches zu Leasingobjektgesellschaften
4.2 Off- Balance Sheet Effekt durch Leasingobjektgesellschaften
4.3 Die Konsolidierung von Leasingobjektgesellschaften nach HGB
4.3.1 Aufstellungspflicht eines Konzernabschlusses nach § 290 HGB
4.3.1.1 Konsolidierungsmaßnahmen
4.3.2 Anhangangaben nach HGB
4.4 Die Konsolidierung von Leasingobjektgesellschaften nach IFRS
4.4.1 Die Einbeziehung von Tochtergesellschaften nach IAS 27
4.4.2 Die Anwendung der Interpretationsnorm SIC 12
4.4.2.1 Konsolidierungsmaßnahmen
4.4.3 Anhangangaben nach IFRS
4.5 Vergleichende Betrachtung und kritische Würdigung
5. Bedeutung der Leasingobjektgesellschaften in der Praxis
5.1 Beispielhafte Gestaltung einer Leasingobjektgesellschaft
5.1.1 Würdigung nach IFRS
5.1.2 Würdigung nach HGB
5.2 Ausgewählte Geschäftsberichte unter Bezugnahme von Special Purpose Entities
5.3 Off- Balance Sheet Finanzierungen durch Mietmodelle
6. Neuere Entwicklungen zur Leasingbilanzierung nach IFRS
6.1 Financial Component Approach
6.2 Whole Asset Approach
6.3 Vergleichende Betrachtung und kritische Würdigung
7. Fazit und Ausblick
Die Arbeit analysiert die bilanziellen Auswirkungen von Off-Balance-Sheet-Finanzierungen durch Leasingverträge im Einzel- und Konzernabschluss nach HGB und IFRS. Ziel ist es, die aktuellen Regelungen und Behandlungsmöglichkeiten dieser Finanzierungsalternative vergleichend darzustellen und die Praxisrelevanz sowie mögliche künftige Entwicklungen kritisch zu würdigen.
2.2.4.1 Motive für die Gründung von Special Purpose Entities
Durch die Gründung von SPEs erhofft man sich bilanzpolitische Gestaltungsmöglichkeiten ausnutzen zu können. Bei dieser off- balance sheet Gestaltung werden Vermögensgegenstände sowie Schulden auf die SPE übertragen. Vorteile einer solchen Konstruktion sind:
• bilanzielle Vorteile durch Verbesserung der Bilanzkennzahlen insbesondere der Eigenkapitalquote und damit der Gesamtkapitalrendite
• positive Auswirkung auf die GuV durch die sofortige Gewinnrealisierung nach Übertragung der Vermögensgegenstände
• Haftungsbegrenzung durch Wahl einer entsprechenden Gesellschaftsform (z.B. GmbH & Co. KG)
Eine off- balance sheet Finanzierung für den Sponsor kann nur verwirklicht werden, wenn die an die SPE übertragenen Vermögensgegenstände und Schulden ihr auch wirtschaftlich zurechenbar sind. Nur so werden die Vermögensgegenstände in der Bilanz der SPE und nicht in der des Sponsors abgebildet. Eine weitere Vorraussetzung ist, dass die SPE nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung im Konzernabschluss des Sponsors berücksichtigt werden muss.
1. Einführung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der Unternehmensfinanzierung im Kontext von Basel II und stellt das Leasing als eine attraktive, bilanzneutrale Finanzierungsalternative vor.
2. Off- Balance- Sheet Finanzierung: Dieses Kapitel definiert bilanzneutrale Finanzierungen und stellt zentrale Instrumente wie Leasing, ABS, Spezialfonds und Special Purpose Entities (SPEs) vor.
3. Off- Balance- Sheet Finanzierungen anhand von Leasingverträgen: Hier werden die Grundlagen des Leasings, dessen Klassifizierung sowie die spezifische Bilanzierung nach HGB und IFRS detailliert erörtert.
4. Leasingobjektgesellschaften als Beispiele der Off- Balance- Sheet Finanzierungen: Das Kapitel widmet sich der Problematik der Konsolidierung von Leasingobjektgesellschaften nach HGB und IFRS und deren Rolle bei der Bilanzoptimierung.
5. Bedeutung der Leasingobjektgesellschaften in der Praxis: Anhand von Fallbeispielen und Geschäftsberichten illustriert dieser Teil die praktische Relevanz und die Gestaltungsmöglichkeiten durch Leasingobjektgesellschaften.
6. Neuere Entwicklungen zur Leasingbilanzierung nach IFRS: Es werden Reformvorschläge wie der Financial Component Approach und der Whole Asset Approach diskutiert, die auf eine Abschaffung der Off-Balance-Sheet-Bilanzierung abzielen.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die zukünftige Entwicklung der Leasingbilanzierung vor dem Hintergrund internationaler Harmonisierung und aufsichtsrechtlicher Anforderungen.
Leasing, Off-Balance-Sheet, HGB, IFRS, Konzernabschluss, Special Purpose Entity, Leasingobjektgesellschaft, Bilanzneutralität, Konsolidierung, Wirtschaftliches Eigentum, Basel II, Finanzierungsleasing, Operating Leasing, IAS 17, SIC 12
Die Arbeit untersucht, wie Unternehmen durch spezielle Leasinggestaltungen und die Nutzung von Objektgesellschaften Verbindlichkeiten aus ihrer Bilanz heraushalten können (Off-Balance-Sheet), um ihre Bilanzkennzahlen zu verbessern.
Zentrale Themen sind die Leasingbilanzierung unter HGB und IFRS, die Konsolidierung von Tochtergesellschaften (SPEs) und der Vergleich verschiedener internationaler Reformansätze für die Leasingbilanzierung.
Das Ziel ist es, die aktuellen Regelungen und bilanziellen Behandlungen von Off-Balance-Sheet-Finanzierungen durch Leasing darzustellen und aufzuzeigen, inwieweit diese nach HGB und IFRS möglich sind.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der relevanten Rechnungslegungsnormen (HGB, IFRS) sowie einen Vergleich mit steuerlichen Erlassen und aktuellen Reformdebatten.
Der Schwerpunkt liegt auf der Zurechnung von Leasingobjekten nach HGB und IFRS sowie der Frage, ob Leasingobjektgesellschaften in den Konzernabschluss einbezogen werden müssen.
Leasing, Off-Balance-Sheet-Finanzierung, IFRS, HGB, Special Purpose Entity und Konsolidierung sind die prägenden Begriffe.
Das wirtschaftliche Eigentum bestimmt, ob der Leasingnehmer das Objekt als Vermögenswert aktivieren muss. Nur wenn das Eigentum beim Leasinggeber verbleibt, kann das Geschäft bilanzneutral (Off-Balance-Sheet) behandelt werden.
Während nach IFRS (SIC 12) eine wirtschaftliche Betrachtungsweise der Chancen und Risiken ("Risk and Reward Approach") im Vordergrund steht, folgt das HGB primär dem "Control-Konzept" und der "Einheitlichen Leitung", was oft zu anderen Konsolidierungsergebnissen führt.
Ratingagenturen wie Standard & Poor's beziehen auch Leasingverpflichtungen in ihre Analysen ein, weshalb eine rein bilanzielle Neutralität den Effekt auf das Rating nicht vollständig eliminieren kann.
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