Diplomarbeit, 2006
140 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1 Aktualität des Themas
1.2 Forschungsfrage und methodisches Vorgehen
1.3 Gliederung der Arbeit
2. Organisationswissenschaftliche Aspekte zur Sozialorganisation
2.1 Begriffsabgrenzung zur Organisation
2.2 Organisationstheorien
2.3 Altenpflegeeinrichtung als soziales System
2.4 Charakteristika von Nonprofit-Organisationen
2.5 Lebenswelt versus Arbeitswelt in Sozialorganisationen
2.6 Zusammenfassung
3. Sozialwissenschaftliche Aspekte von Mitarbeiterbefragungen
3.1 Begriffsabgrenzung zur Mitarbeiterbefragung
3.2 Formen von Mitarbeiterbefragungen
3.3 Inhalte von Mitarbeiterbefragungen
3.4 Gütekriterien von Mitarbeiterbefragungen
3.5 Zusammenfassung
4. Methodologische Aspekte der Evaluationsforschung
4.1 Begriffsabgrenzung zur Evaluationsforschung
4.2 Formen von Evaluationen
4.2.1 Summative und formative Evaluation
4.2.2 Ergebnisevaluation
4.2.3 Prozessevalution
4.2.4 Wirkungsanalyse
4.2.5 Programmevaluation
4.3 Wirkung des Evaluationsprozesses
4.4 Zusammenfassung
5. Zum Forschungsprojekt: Wirkung von Mitarbeiterbefragungen
5.1 Ziel und Fragestellung
5.2 Forschungsraum und -gruppe
5.2.1 Forschungsraum und -gruppe von Erhebung A
5.2.2 Forschungsraum und –gruppe von Erhebung B
5.3 Erhebungsinstrumente
5.3.1 Erhebungsinstrumente von Erhebung A
5.3.2 Erhebungsinstrument von Erhebung B
5.4 Methodik
5.4.1 Methodik von Erhebung A
5.4.2 Methodik von Erhebung B
5.5 Rücklaufquote, Datenerfassung und –verarbeitung
5.5.1 Rücklaufquote, Datenerfassung und –verarbeitung von Erhebung A
5.5.2 Datenerfassung und –verarbeitung von Erhebung B
5.6 Zu erwartende Ergebnisse und Probleme der Erhebungen A und B
5.7 Ablauf der Erhebungen A und B
5.8 Kritische Würdigung des Ablaufs der Erhebungen A und B
6. Ergebnisse und Schlussfolgerungen
6.1 Darstellen der Einzelergebnisse
6.2 Zusammenfassen der Ergebnisse
6.2.1 Zusammenfassen der Ergebnisse von Erhebung A
6.2.2 Zusammenfassen der Ergebnisse von Erhebung B
6.3 Schlussfolgerungen
6.4 Beantworten der Forschungsfrage
7. Interpretation ausgewählter Ergebnisse
7.1 Interpretationsansatz
7.2 Mitarbeiterbeiterbefragungen durch externe Forschungsinstitute
7.3 Zielsetzungen und Interventionen bei Mitarbeiterbefragungen
7.4 Wirkung von Mitarbeiterbefragungen
7.5 Zusammenfassung
8. Systemorientiertes Management
8.1 Begriffsabgrenzung von System und Management
8.2 Aspekte des systemtheoretischen Ansatzes
8.3 Verständnis von Führung und Management
8.4 Systemorientiertes Management
8.5 Systemische Mitarbeiterbefragungen im Qualitätsmanagement
8.6 Zusammenfassung
9. Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen, insbesondere in Altenpflegeeinrichtungen. Das primäre Ziel besteht darin, durch eine Evaluationsstudie zu klären, unter welchen Bedingungen solche Befragungen tatsächlich zu Verbesserungen in der Organisation führen, da eine einmalige Durchführung allein oft nicht ausreicht, um nachhaltige Veränderungen zu bewirken.
2.5 Lebenswelt versus Arbeitswelt in Sozialorganisationen
Anders als Krankenhäuser, die man nach Heilung der Krankheit wieder verlässt, sind Altenpflegeeinrichtungen Orte, an denen man bleibt, meist bis zum Lebensende. Eine Altenpflegeeinrichtung ist eine Lebenswelt, soziologisch eine vorgegebene alltägliche Wirklichkeit, in der der Mensch lebt, erlebt und handelt, die auch die Natur, die Sozial- und Kulturwelt, umfasst. Die Lebenswelt wird intersubjektiv geteilt und ist somit sozial (vgl. Düx 1997, S.4). Durch die Spezifika der Altenpflegeeinrichtungen ergibt sich, dass bei solchen Einrichtungen ein deutliches Abgrenzen zur sozialen Lebenswelt stattfindet. Altenpflegeeinrichtungen stellen somit Sonderwelten dar, die zeitlich, räumlich und inhaltlich abgrenzbar sind. Da sie nur einen Ausschnitt aus dem gesamten Alltagsgeschehen darstellen, können sie nicht mit der intersubjektiv geteilten Sozialwelt gleichgesetzt werden. „Die Lebenswelt des Alten- und/oder Pflegeheimes als konkrete Sonderwelt markiert nun ihrerseits den gesamten intersubjektiven Erfahrungsraum [n.] von Individuen, der sich aus Personen und Dingen, Erlebnissen, Ereignissen und Entwicklungen sowie formellen und informellen Strukturelementen konstituiert, denen die Individuen im Vollzug ihres alltäglichen Daseins entgegentreten oder mit denen sie (unfreiwillig) konfrontiert werden“ (Düx 1997, S.5).
Altenpflegeeinrichtungen sind oftmals unfreiwillig gewählte Lebenswelten, da der Grund für den Eintritt in eine Pflegeeinrichtung meist in einem plötzlichen Verschlechtern des Gesundheitszustandes einer Person liegt. Dadurch kommt es zu einem Bruch in der bisherigen Lebensführung und einem Verlagern des individuellen Lebensmittelpunktes aus der eigenen Wohnung in das Zimmer des Altenpflegeheims (vgl. Düx 1997, S.19 f.). Darunder leidet die Identität der Person in unterschiedlichem Ausmaß. Dieses Leiden kann sich zu einem Gefühl „relativer Deprivation“ (Düx 1997, S.22) verdichten.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert den Strukturwandel im Gesundheitswesen und die zunehmende Bedeutung von Mitarbeiterbefragungen zur Messung von Unternehmenskultur und Arbeitszufriedenheit.
2. Organisationswissenschaftliche Aspekte zur Sozialorganisation: Theoretische Einordnung von Sozialorganisationen, insbesondere Altenpflegeeinrichtungen, als soziale Systeme und Nonprofit-Organisationen.
3. Sozialwissenschaftliche Aspekte von Mitarbeiterbefragungen: Definition, Formen, Inhalte und Gütekriterien von Mitarbeiterbefragungen als personalpolitisches Instrument.
4. Methodologische Aspekte der Evaluationsforschung: Erläuterung der theoretischen Grundlagen der Evaluation, deren verschiedene Formen (summativ/formativ) und deren Wirkung auf Organisationen.
5. Zum Forschungsprojekt: Wirkung von Mitarbeiterbefragungen: Detaillierte Beschreibung der eigenen Evaluationsstudie (Erhebung A und B) in einem sozialen Dienstleistungsunternehmen.
6. Ergebnisse und Schlussfolgerungen: Darstellung und Analyse der gewonnenen Daten aus den beiden Erhebungen sowie die Beantwortung der Forschungsfrage.
7. Interpretation ausgewählter Ergebnisse: Diskussion der Durchführung, Zielsetzungen und Wirkungen von Mitarbeiterbefragungen durch externe Institute.
8. Systemorientiertes Management: Vorstellung eines systemtheoretischen Ansatzes für Führungskräfte zur effektiven Nutzung von Mitarbeiterbefragungen.
9. Ausblick: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Aufzeigen von Potenzialen für zukünftige Forschung im Bereich der Sozialorganisationen.
Mitarbeiterbefragung, Sozialorganisation, Evaluation, Altenpflege, Arbeitszufriedenheit, Qualitätsmanagement, Systemtheorie, Organisationsentwicklung, Führung, Evaluationsforschung, Betriebsklima, Nonprofit-Organisation, Veränderungsmanagement, Survey-Feedback-Methode, Triangulation.
Die Diplomarbeit untersucht die Wirksamkeit und den Einfluss von Mitarbeiterbefragungen in Sozialorganisationen unter besonderer Berücksichtigung des systemorientierten Managements.
Die Arbeit verknüpft organisationswissenschaftliche Aspekte von Sozialorganisationen mit sozialwissenschaftlichen Methoden der Mitarbeiterbefragung und der Evaluationsforschung.
Ziel ist es zu ermitteln, ob und unter welchen Bedingungen Mitarbeiterbefragungen tatsächlich positive Veränderungen in einer Sozialorganisation bewirken und ob sie als Instrument der Unternehmensführung dienen können.
Der Autor führt eine Evaluationsstudie durch, bestehend aus einer schriftlichen Mitarbeiterbefragung (Erhebung A) und ergänzenden mündlichen Experteninterviews mit Führungspersonen ein Jahr später (Erhebung B).
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung, die detaillierte Beschreibung des Forschungsdesigns, die Darstellung der empirischen Ergebnisse sowie eine systemtheoretische Interpretation.
Wichtige Begriffe sind Mitarbeiterbefragung, Evaluation, Sozialorganisation, Arbeitszufriedenheit, Qualitätsmanagement und systemorientiertes Management.
Die Mitarbeiter empfinden externe Institute tendenziell als neutraler, was die Validität der Ergebnisse und die Akzeptanz der Befragung erhöht, solange die Anonymität gewahrt bleibt.
Mitarbeiterbefragungen führen ohne ein anschließendes, umfassendes Veränderungsmanagement und einen echten Dialog zwischen Führung und Mitarbeitern kaum zu nennenswerten Verbesserungen.
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