Diplomarbeit, 2003
85 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung
2.1 Das System der Altersvorsorge
2.2 Gesetzliche und arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen der betrieblichen Altersversorgung
2.3 Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung
2.3.1 Direktversicherung
2.3.2 Pensionskasse
2.3.3 Unterstützungskasse
2.3.4 Betriebliche Direktzusage (Pensionsrückstellungen)
2.3.5 Pensionsfonds
2.4 Zusageformen der betrieblichen Altersversorgung
2.5 Motive der betrieblichen Altersversorgung
2.6 Beurteilung der betrieblichen Altersversorgung
3 Unternehmensbewertung und Pensionsrückstellungen
3.1 Grundlagen
3.2 Die steuerrechtliche Ermittlung von Pensionsrückstellungen
3.3 Analyse der finanziellen Wirkung von Pensionsrückstellungen
3.3.1 Die finanzielle Wirkung einer einzelnen Pensionszusage
3.3.1.1 Eine Welt ohne Steuern
3.3.1.2 Eine Welt mit einfacher Gewinnbesteuerung
3.3.2 Pensionsrückstellungen im Gesamtunternehmenskontext
3.3.3 Beurteilung der finanziellen Wirkung von Pensionsrückstellungen
3.4 Die Risikostruktur von Pensionsrückstellungen
3.4.1 Betriebsinterne Risiken
3.4.2 Betriebsfremde Risiken
3.4.3 Beurteilung der Risikostruktur von Pensionsrückstellungen
3.5 Die Kapitalkosten von Pensionsrückstellungen
3.5.1 Kapitalzuordnung der Pensionsrückstellungen
3.5.2 Fremdkapitalorientierter Ansatz
3.5.3 Eigenkapitalorientierter Ansatz
3.6 Die Einbeziehung der Pensionsrückstellungen in das Shareholder-Value-Konzept
3.6.1 Auswirkungen der Pensionsrückstellungen auf die Free Cash Flows
3.6.2 Adjusted-Present-Value-Ansatz
3.6.3 Weighted-Average-Cost-of-Capital-Ansatz
3.7 Fazit zur Unternehmensbewertung mit Pensionsrückstellungen
4 Unternehmensbewertung und Pensionsfonds
4.1 Grundlagen
4.2 Betriebsmittelbare Pensionsfonds
4.2.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.2.2 Auswirkung auf den Unternehmenswert
4.3 Betriebsunmittelbare Pensionsfonds
4.3.1 Rechtliche Rahmenbedingungen
4.3.2 Auswirkung auf den Unternehmenswert
4.4 Fazit zur Unternehmensbewertung mit Pensionsfonds
5 Vorteilhaftigkeitsvergleich zwischen betrieblicher Direktzusage und Pensionsfonds
6 Die Ausgliederung von betrieblichen Direktzusagen auf einen Pensionsfonds
7 Fazit
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss verschiedener Durchführungswege der betrieblichen Altersversorgung – namentlich betriebliche Direktzusagen mittels Pensionsrückstellungen und Pensionsfonds – auf den Unternehmenswert und die wertorientierte Unternehmensführung. Dabei steht die Analyse der finanziellen Wirkungen, der steuerlichen Implikationen sowie der Risikostruktur dieser Instrumente im Vordergrund.
3.3 Analyse der finanziellen Wirkung von Pensionsrückstellungen
Eine betriebliche Direktzusage ist finanzwirtschaftlich betrachtet mit einem Kreditgeschäft zu vergleichen. Der Arbeitnehmer erhält einen Finanzkontrakt mit dem Anspruch auf zukünftige Pensionszahlungen. Diese Konstruktion entspricht einem langfristigen Darlehen, welches der Arbeitnehmer dem Unternehmen bis zur Fälligkeit des Kontraktes gewährt. Der Darlehensbetrag entspricht den bilanziell ausgewiesenen Pensionsrückstellungen. Unter der Annahme, dass die Aufwendungen für die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen als Bestandteil der Selbstkosten in den Absatzpreisen der Produkte in das Unternehmen zurückfließen, entsteht – analog den Abschreibungen – bis zur Inanspruchnahme der Rückstellungen ein Innenfinanzierungseffekt.
Häufig werden Pensionsrückstellungen auch mit einem „zinslosen Steuerkredit“ in Verbindung gebracht. Allerdings kann von einem zinslosen Steuerkredit in keiner Weise ausgegangen werden, da der Steuerkredit den Rechnungszins kostet, welcher im derzeitigen Steuerrecht 6% beträgt. Der Bestand an Pensionsrückstellungen (Teilwert) ist somit jährlich mit 6% zu verzinsen. Diese Verzinsung stellt einen Aufwand in der GuV dar, welchem ein entsprechender Ertrag gleicher Höhe gegenüberstehen muss, damit es durch die Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen nicht zu erhöhten oder verminderten Steuerzahlungen kommt. Auch die Argumentation, dass es sich hierbei um einen steuerlich abzugsfähigen Aufwand handelt, ist nicht stichhaltig, da auch ein abzugsfähiger Aufwand durch einen Ertrag in gleicher Höhe gedeckt sein muss. Bei der Bildung von Pensionsrückstellungen handelt es sich tatsächlich um eine zinslose Stundung der Ertragssteuern um mehrere Jahrzehnte.
1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Herausforderungen der betrieblichen Altersversorgung vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und demografischer Entwicklungen.
2 Grundlagen der betrieblichen Altersversorgung: Es werden das deutsche Drei-Säulen-Modell, gesetzliche Rahmenbedingungen und verschiedene Durchführungswege inklusive der Zusageformen erläutert.
3 Unternehmensbewertung und Pensionsrückstellungen: Dieses Kernkapitel analysiert detailliert die steuerliche Ermittlung, die finanzielle Wirkung, die Risikostruktur und die Kapitalkosten von Pensionsrückstellungen im Kontext der Unternehmensbewertung.
4 Unternehmensbewertung und Pensionsfonds: Hier werden Pensionsfonds als alternative externe Deckungsform betrachtet sowie deren rechtliche Rahmenbedingungen und Auswirkungen auf den Unternehmenswert untersucht.
5 Vorteilhaftigkeitsvergleich zwischen betrieblicher Direktzusage und Pensionsfonds: Es erfolgt eine kritische Gegenüberstellung beider Instrumente anhand definierter Kriterien wie Risiko, Transparenz und Finanzierungseffekte.
6 Die Ausgliederung von betrieblichen Direktzusagen auf einen Pensionsfonds: Das Kapitel behandelt die Problematiken und Möglichkeiten bei der steuerneutralen Umstellung des Durchführungsweges.
7 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung der Instrumente und Empfehlungen für eine wertorientierte Altersversorgungsstrategie.
Betriebliche Altersversorgung, Pensionsrückstellungen, Pensionsfonds, Unternehmensbewertung, Innenfinanzierung, Kapitalkosten, Shareholder Value, Steuerkredit, Direktzusage, betriebliche Altersvorsorge, Risikostruktur, Versorgungszusage, Leistungszusage, Beitragszusage, Finanzierungseffekt.
Die Diplomarbeit untersucht die betriebliche Altersversorgung in Deutschland und deren Einfluss auf den Unternehmenswert, mit speziellem Fokus auf Pensionsrückstellungen und Pensionsfonds.
Die Arbeit behandelt die Finanzierungseffekte, steuerliche Behandlung, Risikomanagement und Bewertungsmethoden für verschiedene Durchführungswege der Altersversorgung.
Das primäre Ziel ist es, den Einfluss von Pensionsrückstellungen und Pensionsfonds auf die wertorientierte Unternehmensführung zu analysieren und zu bewerten, welche Form der Altersversorgung für Unternehmen vorteilhafter ist.
Die Arbeit nutzt theoretische finanzwirtschaftliche Analysen, Modellberechnungen (z.B. mittels Discounted-Cash-Flow-Verfahren) und diskutiert empirische sowie steuerrechtliche Zusammenhänge.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Pensionsrückstellungen (Finanzierung, Risiko, Kapitalkosten) und Pensionsfonds, gefolgt von einem direkten Vergleich und der Untersuchung der Ausgliederungsmöglichkeit.
Kernbegriffe sind betriebliche Altersversorgung, Pensionsrückstellungen, Pensionsfonds, Unternehmenswert und Finanzierungseffekte.
Das Modell verdeutlicht den zeitlichen Verlauf der Innenfinanzierung: In der Aufbauphase entsteht ein hoher Finanzierungseffekt, im Beharrungszustand gleicht sich dieser aus und in der Abbauphase werden Mittel entzogen.
Da der gesetzliche Rechnungszins (6%) häufig über dem Zinsniveau für alternative, marktgängige Finanzierungen liegt, wirken Pensionsrückstellungen im Mittel als teurere Finanzierungsform, sofern keine sehr schlechte Bonität des Unternehmens vorliegt.
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