Diplomarbeit, 2003
94 Seiten, Note: 1.7
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Gang der Untersuchung
1.3 Schematische Übersicht
2 Shareholder Value-Orientierung als Maxime eines betrieblichen Immobilienmanagements
2.1 Shareholder Value-Maximierung als Unternehmensstrategie
2.2 Konsequenzen für das betriebliche Immobilienmanagement
2.2.1 Systematisierung von Unternehmensimmobilien
2.2.2 Unterstützungsfunktion der Konzernstrategie
2.2.3 Einführung eines Corporate Real Estate Managements
2.3 Handlungsalternativen eines wertorientierten CREM
3 Ansatz zur Bestimmung immobilienspezifischer Hurdle Rates
3.1 Bezugsrahmen des Ansatzes
3.2 Risikoadjustierte Kapitalkosten als Hurdle Rate
3.3 Ermittlung risikoadjustierter Kapitalkosten
3.3.1 Finanzierungsstruktur zu Marktwerten
3.3.2 Renditeforderungen der Fremdkapitalgeber
3.3.3 Renditeforderungen der Eigenkapitalgeber
3.4 Bewertung des Ansatzes
4 Herleitung immobilienspezifischer Beta-Faktoren
4.1 Vorgehensweise
4.2 Beta-Faktoren europäischer Immobilien AGs
4.3 Beta-Faktoren europäischer Immobilienindizes
4.4 Unverschuldete Beta-Faktoren
5 Fallbeispiel einer Shareholder Value-Analyse
5.1 Ausgangssituation und Vorgehensweise
5.2 Bestimmung der Hurdle Rate
5.3 Halten oder Sale-and-Lease-Back
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen methodischen Ansatz zur Bestimmung adäquater Hurdle Rates für den Immobilienbereich von Unternehmen zu entwickeln, um eine am Shareholder Value orientierte Steuerung des betrieblichen Immobilienbestands zu ermöglichen.
3.2 Risikoadjustierte Kapitalkosten als Hurdle Rate
Der Ermittlung von Hurdle Rates beruht auf der Überlegung, dass die den Unternehmen zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel begrenzt sind, und es für den nachhaltigen Unternehmenserfolg daher entscheidend ist, dass Unternehmen ihr knappes Budget einer Verwendung zukommen lassen, welche den Renditeerwartungen der Kapitalgeber entspricht. Die Frage nach der optimalen Budgetierung der knappen Kapitalressourcen beschäftigt dabei seit vielen Jahren Theorie und Praxis gleichermaßen. In diesem Zusammenhang hat sich der Begriff „Corporate Finance“ etabliert, der ein Themen- bzw. Aufgabengebiet beschreibt, welches sich mit Lösungsansätzen zur optimalen Kapitalallokation beschäftigt.
Es herrscht in der Corporate Finance weitestgehend Einigkeit darüber, dass vor jeder Budgetentscheidung geprüft werden muss, ob das Projekt eine angemessene Verzinsung erwarten lässt, oder ob das Kapital einer besseren Alternative zugeführt werden könnte (sog. „Opportunitätsprinzip“). Die rationale Entscheidungsfindung solle dabei alleine aus Risiko/Rendite-Gesichtspunkten erfolgen und mögliche Imponderabilien vernachlässigen. Demzufolge ist jenes Projekt vorzuziehen, welches für ein gegebenes Risiko, die höchste Renditeerwartung bietet. Oder anders ausgedrückt: Bei gegebenen Renditeerwartungen ist jenes Projekt vorzuziehen, welches das geringste Risiko beinhaltet. In der Folge müssen größerer Risiken durch höhere Renditeerwartungen in Form von sog. Risikoprämien kompensiert werden.
1 Einleitung: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit einer wertorientierten Immobiliensteuerung und definiert das Ziel der Arbeit, einen Ansatz zur Berechnung von Hurdle Rates zu liefern.
2 Shareholder Value-Orientierung als Maxime eines betrieblichen Immobilienmanagements: Es wird die konzeptionelle Einbettung des Immobilienmanagements in den Shareholder Value-Ansatz erläutert und die strategische Bedeutung von Unternehmensimmobilien hervorgehoben.
3 Ansatz zur Bestimmung immobilienspezifischer Hurdle Rates: Dieses Kapitel stellt einen Mechanismus zur Bestimmung von Kapitalkosten vor, inklusive der Ermittlung von Fremd- und Eigenkapitalkosten für den Immobilienbereich.
4 Herleitung immobilienspezifischer Beta-Faktoren: Hier werden die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung präsentiert, um immobilienspezifische Beta-Faktoren zur Risikoquantifizierung abzuleiten.
5 Fallbeispiel einer Shareholder Value-Analyse: In einem Praxisbeispiel wird der zuvor entwickelte Ansatz genutzt, um die Handlungsoptionen "Halten" und "Sale-and-Lease-Back" zu bewerten.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die methodischen Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf künftige Forschungsaufgaben.
Shareholder Value, Corporate Real Estate Management, CREM, Hurdle Rate, Kapitalkosten, WACC, Beta-Faktor, Risikoprämie, Unternehmensimmobilien, Investitionsrechnung, Kapitalallokation, Immobilienleasing, Marktwert, Performance-Measurement, Asset Pricing.
Die Arbeit befasst sich mit der wertorientierten Steuerung von Unternehmensimmobilien im Rahmen des Shareholder Value-Konzepts.
Zentrale Themen sind die Integration des Immobilienbestands in das Unternehmensmanagement, die Bestimmung spezifischer Kapitalkosten sowie die strategische Entscheidungsfindung bei Immobilieninvestitionen.
Ziel ist die Entwicklung und Präsentation eines methodischen Ansatzes zur Berechnung adäquater Hurdle Rates, um immobilienspezifische Wertsteigerungspotenziale messbar zu machen.
Es werden Erkenntnisse der Kapitalmarkttheorie (insb. CAPM), Investitionsrechnungsverfahren sowie empirische Datenanalysen zu Beta-Faktoren verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Shareholder Value-Ansatzes im CREM, den mathematischen Mechanismus zur Hurdle-Rate-Bestimmung, die empirische Herleitung von Beta-Faktoren sowie eine praktische Anwendung in einem Fallbeispiel.
Sie zeichnet sich durch die Verbindung von theoretischer Finanzmarkttheorie mit der praktischen Anwendung auf immobilienwirtschaftliche Fragestellungen in Nicht-Immobilienkonzernen aus.
Die Bestimmung erfolgt über den WACC-Ansatz, wobei Fremd- und Eigenkapitalkosten mittels marktbasierter Daten, wie Beta-Faktoren und Zinsaufschlägen, gewichtet werden.
Der Autor zeigt anhand des Fallbeispiels, dass eine solche Transaktion nur dann sinnvoll ist, wenn der erzielte Verkaufserlös in effizientere Projekte reinvestiert werden kann, die den geschaffenen Shareholder Value steigern.
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