Bachelorarbeit, 2006
32 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Theoretische Grundlagen
2. Die Filme
3. Hintergrund
3.1. Die USA von 1985 – 1990
3.2. Film Noir und Neo-Noir
4. Die Figuren in „Basic Instinct“ und „Sea of Love“:
4.1. Sea of Love: Helen und Frank
4.1.1. Die Nebenfiguren
4.2. Basic Instinct: Catherine und Nick
4.2.1. Die Nebenfiguren
5. Vergleich der Filme: Die Krise der Männlichkeit und die Reaktion(en) der Frauen
6. Resümee
Die Arbeit untersucht die Repräsentation von Geschlechterverhältnissen in den Hollywood-Filmen „Sea of Love“ (1989) und „Basic Instinct“ (1992), um zu klären, ob deren Inszenierung starker Frauen als Reaktion auf den Feminismus oder als Ausdruck eines antifeministischen „Backlash“ zu werten ist.
4.1. Sea of Love: Helen und Frank
Frank Keller ist ein desillusionierter geschiedener New Yorker Cop, der zuviel trinkt und raucht…die Verkörperung des Klischees. Wir begegnen ihm gleich nach dem Vorspann in der ersten Szene des Films, in der er in einem New-York-Yankees- Sweatshirt auf einer großen Veranstaltung in einer Turnhalle Kaffee ausschenkt – als Cop zu erkennen gibt er sich ein wenig später, als er enthüllt, dass die ganze Aktion geplant war um die geladenen Kriminellen festzunehmen. Nachdem den Zuschauern Franks polizeiliches Können gezeigt wurde, wird in den beiden darauffolgenden Szene die Kehrseite des harten Polizeialltags Thema der filmischen Figureneinführung. Frank ist wie die meisten seiner Kollegen desillusioniert, trotzdem hat er sich sein „gutes Herz“ bewahrt. Das wird deutlich, als er einen zu spät gekommen Mann mit seinem kleinen Sohn laufen lässt. In der darauffolgenden Szene sehen wir ihn in sein leeres Apartment kommen, fernsehen, trinken und kurz vor dem Schlafengehen noch einen Anruf bei seiner Exfrau machen (Abb. 1), die aber kurzerhand aufhängt.
Frank wird also keineswegs als „harter Kerl“, sondern eher als ein gescheiterter Mann mit einem gutem Herzen inszeniert – eine Figur, die schnell die Sympathien des Zuschauers gewinnt. Gleichzeitig ist er trotzig und unvernünftig (auf einer Feierlichkeit prügelt er sich mit seinem Kollegen, der ihm die Frau ausgespannt hat); er ist allerdings auch in der Lage, sich für sein Verhalten zu entschuldigen und Einsicht zu zeigen.
1. Einleitung: Vorstellung der Forschungsfrage bezüglich der Darstellung starker Frauenrollen in Hollywood-Mainstream-Filmen und deren gesellschaftlicher Einordnung.
2. Die Filme: Kurze Zusammenfassung der Handlungen von „Sea of Love“ und „Basic Instinct“ als Grundlage für die spätere Analyse.
3. Hintergrund: Analyse der sozialpolitischen Lage in den USA zwischen 1985 und 1995 sowie eine Einführung in das Genre des Film Noir und Neo-Noir.
4. Die Figuren in „Basic Instinct“ und „Sea of Love“: Detaillierte Untersuchung der Hauptfiguren und Nebenfiguren hinsichtlich ihrer apparativen, ikonographischen und narrativen Inszenierung.
5. Vergleich der Filme: Die Krise der Männlichkeit und die Reaktion(en) der Frauen: Synthese der Ergebnisse, die eine „Backlash“-Tendenz in den Filmen aufzeigt.
6. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Schlussfolgerung zur Bedeutung der Filme im Kontext gesellschaftlicher Geschlechterdebatten.
Hollywood, Genderverhältnisse, Feminismus, Backlash, Männlichkeit, Film Noir, Neo-Noir, Identitätskrise, Performativität, Geschlechterkonstruktion, Repräsentation, psychoanalytische Filmtheorie, Sea of Love, Basic Instinct, femme fatale.
Die Arbeit analysiert, wie Geschlechterrollen in den Hollywood-Filmen „Sea of Love“ und „Basic Instinct“ inszeniert werden und welche Rückschlüsse dies auf das gesellschaftliche Klima der 80er und 90er Jahre in den USA zulässt.
Zentrale Themen sind die Krise der männlichen Identität, die Darstellung von Frauen als vermeintliche „Schurken“, sowie die theoretische Aufarbeitung durch feministische Filmtheorie und die Auseinandersetzung mit dem Begriff „Backlash“.
Es soll geklärt werden, ob die aktive Rolle von Frauen in diesen Filmen als positive Reaktion auf den Feminismus zu werten ist oder ob sie ein antifeministisches Klima widerspiegelt, das Frauen als Bedrohung darstellt.
Die Untersuchung erfolgt durch eine apparative, narrative und ikonographische Analyse der Filme, gestützt auf filmtheoretische Texte von Autoren wie Laura Mulvey, Mary Ann Doane und Judith Butler.
Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung des politischen Hintergrunds, eine Analyse der Genre-Konventionen (Film Noir) und eine detaillierte Untersuchung der Figurenkonstellationen inklusive der Rolle der Nebenfiguren.
Wichtige Begriffe sind Genderverhältnisse, Backlash, Männlichkeit, Neo-Noir, Identitätskrise, Performativität und Geschlechterkonstruktion.
Da der Film trotz moderner Kulisse Frauen als „böse“ und gefährlich inszeniert, während Männer als hilflose Opfer dargestellt werden, was laut Interpretation eine konservative Gegenbewegung zur Emanzipation stützt.
Während Frank aus seiner Identitätskrise und Regression herausfindet und Verantwortung übernehmen kann, verharrt Nick in seiner masochistischen Abhängigkeit und kann diese Krise nicht überwinden.
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