Diplomarbeit, 2001
82 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG
2. BESTANDSAUFNAHME DER AKTUELLEN FINANZIERUNGSSITUATION SOZIALER ARBEIT
2.1. FINANZIERUNG ÜBER ÖFFENTLICHE MITTEL
2.2. FINANZIERUNG DURCH NICHTÖFFENTLICHE MITTEL
3. FINANZIERUNG SOZIALER ARBEIT IM VERGLEICH ZU NON-PROFIT-ORGANISATIONEN ANDERER BEREICHE
3.1. KULTUR
3.2. ÖKOLOGIE
4. AUSBAU ALTERNATIVER MÖGLICHKEITEN DER FINANZIERUNG KLEINER UND MITTLERER SOZIALER VEREINE UND PROJEKTE
4.1. SOZIAL-SPONSORING
4.1.1. Definition
4.1.2. Das Sponsoring-Konzept
4.1.3. Sozial-Sponsoring anhand praktischer Beispiele
4.2. PROFESSIONELLE ERSCHLIEßUNG UND PFLEGE VON SPENDERINNEN
4.2.1. Definition und Geschichte
4.2.2. Instrumente zur Akquisition und Pflege von SpenderInnen
4.2.3. Spendenbeispiele in der Praxis
4.3. EVENT-MARKETING IM DIENSTE SOZIALER ARBEIT
5. MÖGLICHKEITEN UND POTENTIALE ZUR ERSCHLIEßUNG NEUER FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN
5.1. KONZEPTIONELLE VERÄNDERUNGEN DER SOZIALEN ARBEIT
5.2. SOZIALMARKETING
5.2.1. Produktgestaltung – das soziale Leistungsangebot
5.2.2. Preisgestaltung
5.2.3. Distributionspolitik – Vertriebskanäle sozialer Arbeit
5.2.4. Kommunikationspolitik – die soziale Kommunikation
5.3. DIE MEDIEN ALS KOMMUNIKATIONSINSTRUMENT FÜR SOZIALE ARBEIT
6. AUSWIRKUNGEN ALTERNATIVER FINANZIERUNGSWEGE AUF DIE SOZIALE ARBEIT
7. NUTZUNG NEUER FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN AN BEISPIELEN SOZIALER VEREINE UND PROJEKTE DER STADT POTSDAM
7.1. BREITBAND E.V.
7.2. CHILL OUT E.V.
7.3. RÜCKENWIND E.V.
8. AGENTUREN ALS MITTLER ZWISCHEN SOZIALER ARBEIT UND NEUEN FINANZIERUNGSQUELLEN
8.1. NEUES HANDELN KÖLN
8.2. GESELLSCHAFT FÜR SOZIALMARKETING
9. CULTURE & SOCIAL CONCEPT – DER ENTWURF EINER EXISTENZGRÜNDUNG
10. SCHLUßBEMERKUNG
11. LITERATUR
Die vorliegende Arbeit untersucht Strategien zur Erschließung alternativer Finanzierungsquellen für soziale Einrichtungen, um deren Handlungsfähigkeit angesichts knapper öffentlicher Mittel zu sichern. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Übertragbarkeit von Methoden wie Sponsoring und Sozialmarketing auf kleine und mittlere soziale Projekte der freien Wohlfahrtspflege.
4.1. Sozial-Sponsoring
Bis vor einigen Jahren galt Sozial-Sponsoring als „Geschäft mit dem Elend“. Es wurde der Vorwurf erhoben, die Wirtschaft wolle mit dem Leid anderer Menschen ihre Geschäfte ankurbeln. Anhand dieser immer wieder anzutreffenden Aussagen wird deutlich, wie hoch die Sensibilität im Bereich des Sozial-Sponsoring ist.
Firmen, welche soziale Organisationen oder Projekte als Sponsor unterstützen, müssen ihre Werbemaßnahmen und ihr Engagement sehr genau planen. Glaubwürdigkeit, Authentizität und konstantes Handeln sind wichtige Kriterien, um den nicht gewollten Aufbau des erwähnten Negativimages zu vermeiden.
Das weite Tätigkeitsfeld des Sozial-Sponsorings kann sich bei entsprechender Planung und Umsetzung sehr positiv auf das Ansehen des Sponsors auswirken. Umfragen machen deutlich, „daß 87 Prozent der Deutschen über 14 Jahre Öko- und Sozialsponsoring befürworten. 75 Prozent haben von Unternehmen, die dies tun, ein besonders sympathisches Bild. Das Image des „guten“ Unternehmens ist oft mehr wert als jede Werbung“.
Sozial-Sponsoring als sehr sensible Kooperation zwischen Wirtschaft und Sozialarbeit kann neue Finanzierungsquellen erschließen. Vor den hohen Erwartungen eines Geldregens sei an dieser Stelle ausdrücklich gewarnt. Bei den bestehenden politischen und sozialen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland – auch wenn im Umbruch – „... kann niemand die sozialen Verpflichtungen des Staates und der Kommunen ablösen. Beim Sponsoring handelt es sich nicht und niemals um die Finanzierung von Rechtsverpflichtungen und Regelaufgaben, sondern immer nur um die zeitlich begrenzte und von den vertragschließenden Parteien genau definierte ermöglichende Finanzierung einzelner Vorhaben, Projekte, Kampagnen und Angebote, deren Durchführung im beiderseitigen Nutzen der vertragsabschließenden Parteien liegt. So gesehen ist Sponsoring das genaue Gegenteil von Nächstenliebe: Es ist Eigennutz im beiderseitigen, ausformulierten Interesse der beiden vertragschließenden Parteien.“
1. EINLEITUNG: Die Arbeit beleuchtet die prekäre Finanzlage sozialer Träger und stellt das Ziel vor, alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie Sponsoring und Spendenmarketing zu untersuchen.
2. BESTANDSAUFNAHME DER AKTUELLEN FINANZIERUNGSSITUATION SOZIALER ARBEIT: Es erfolgt eine Analyse des gegliederten Systems sozialer Sicherung und eine Differenzierung zwischen öffentlichen Zuwendungen und privatwirtschaftlichen Finanzierungsformen.
3. FINANZIERUNG SOZIALER ARBEIT IM VERGLEICH ZU NON-PROFIT-ORGANISATIONEN ANDERER BEREICHE: Dieses Kapitel vergleicht die Akquisitionsstrategien der Bereiche Soziales, Kultur und Ökologie, wobei insbesondere die historische Entwicklung des Sponsorings betrachtet wird.
4. AUSBAU ALTERNATIVER MÖGLICHKEITEN DER FINANZIERUNG KLEINER UND MITTLERER SOZIALER VEREINE UND PROJEKTE: Der Hauptteil widmet sich den Methoden des Sozial-Sponsorings, des professionellen Spendenmarketings und des Event-Marketings als Instrumente zur Ressourcenbeschaffung.
5. MÖGLICHKEITEN UND POTENTIALE ZUR ERSCHLIEßUNG NEUER FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN: Hier werden konzeptionelle Ansätze wie Corporate Identity, Sozialmarketing und die strategische Nutzung von Medien zur Verbesserung der Finanzierungssituation erörtert.
6. AUSWIRKUNGEN ALTERNATIVER FINANZIERUNGSWEGE AUF DIE SOZIALE ARBEIT: Das Kapitel diskutiert die notwendigen Veränderungen in der Ausbildung und im beruflichen Selbstverständnis von Sozialarbeitern, um am Markt bestehen zu können.
7. NUTZUNG NEUER FINANZIERUNGSMÖGLICHKEITEN AN BEISPIELEN SOZIALER VEREINE UND PROJEKTE DER STADT POTSDAM: Auf Basis von Interviews in drei Potsdamer Einrichtungen wird aufgezeigt, wie diese in der Praxis auf alternative Finanzierungswege reagieren.
8. AGENTUREN ALS MITTLER ZWISCHEN SOZIALER ARBEIT UND NEUEN FINANZIERUNGSQUELLEN: Es wird die Rolle spezialisierter Agenturen untersucht, die soziale Organisationen bei der professionellen Akquisition und beim Marketing beraten.
9. CULTURE & SOCIAL CONCEPT – DER ENTWURF EINER EXISTENZGRÜNDUNG: Der Verfasser stellt eine eigene Geschäftsidee vor, die darauf abzielt, Kultur- und Sozialmarketing für soziale Projekte professionell zu verknüpfen.
10. SCHLUßBEMERKUNG: Ein Fazit, das die Notwendigkeit von Sozialmarketing und professionellerem Fundraising betont, ohne die staatliche Verantwortung zu negieren.
Soziale Arbeit, Finanzierung, Sozial-Sponsoring, Spendenmarketing, Sozialmarketing, Nonprofit-Organisation, Fundraising, Corporate Identity, Event-Marketing, Mittelbeschaffung, Freie Wohlfahrtspflege, Existenzgründung, Akquisition, Öffentlichkeitsarbeit, Ressourcen.
Die Arbeit analysiert die finanzielle Situation sozialer Einrichtungen in Deutschland und untersucht, wie diese durch die Akquisition alternativer Finanzierungsquellen – insbesondere durch Sponsoring und Spendenmarketing – ihre Ausstattung verbessern können.
Die Schwerpunkte liegen auf der Professionalisierung der Sozialarbeit, der Anwendung von Marketing-Strategien auf den sozialen Sektor sowie der Einbeziehung der Wirtschaft durch Sponsoring-Kooperationen.
Das Ziel ist es, Vorurteile gegenüber Fundraising in der Sozialen Arbeit abzubauen und praxisnahe Wege aufzuzeigen, wie Einrichtungen durch eine stärkere Orientierung an Marketing-Prinzipien unabhängiger von öffentlichen Mitteln agieren können.
Neben einer umfassenden Literaturanalyse führt der Autor qualitative Informationsgespräche mit drei verschiedenen sozialen Einrichtungen in Potsdam durch, um die aktuelle Praxis und die Einstellungen der Fachkräfte vor Ort zu erfassen.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Instrumenten des Sozial-Sponsorings, der professionellen Spenderpflege, dem Event-Marketing sowie der Unterstützung durch externe Agenturen.
Der Autor fordert eine Erweiterung der universitären Ausbildung, insbesondere in den Bereichen Steuerrecht, Vereinsrecht und Betriebswirtschaft, damit Sozialarbeiter zukünftig professioneller in der Mittelakquisition agieren können.
Agenturen werden als wertvolle Vermittler zwischen Wirtschaft und Sozialarbeit gesehen, da sie über notwendige Kontakte und Fachwissen im Marketing verfügen, was kleinen sozialen Einrichtungen oft fehlt.
Es handelt sich um eine geplante präventive Maßnahme, bei der eine nachgebaute Gefängniszelle in Jugendeinrichtungen und Schulen präsentiert werden soll, um jungen Menschen die Realität des Gefängnislebens erlebbar zu machen.
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