Masterarbeit, 2006
27 Seiten, Note: 1,3
1 Zu Beginn
2 Grundsätzliches zum (Personal-) Controlling
3 Kennzahlensysteme
3.1 Kennzahlen
3.2 Aufbau von Kennzahlensystemen
3.3 Gestaltung eines Kennzahlensystems
3.3.1 Gestaltungsregeln
3.3.2 Gestaltungsfehler
3.4 Verwendung eines Kennzahlensystems
3.4.1 Risiken
3.4.2 Chancen
4 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Sinn und Unsinn des Einsatzes von Kennzahlensystemen im Personalcontrolling, um deren Nutzen für die Unternehmenssteuerung kritisch zu bewerten und die Erfolgsfaktoren für deren Implementierung und Anwendung zu identifizieren.
3.3.2 Gestaltungsfehler
Werden diese Grundregeln bei der Gestaltung eines Kennzahlensystems nicht berücksichtigt, ergeben sich daraus regelmäßig Schwierigkeiten in der späteren Nutzung. Die gewonnenen Informationen können ihre Aussagekraft einbüßen und möglicherweise nur ein verzerrtes Abbild der Wirklichkeit liefern und damit gegebenenfalls Grundlage für Fehlentscheidungen werden. Die beiden Funktionen der Wirklichkeitsabbildung und Steuerungsimpulssetzung werden damit bereits in der Konzeption des Kennzahlensystems ausgehebelt. Einige Fehler sollen hier, wie sie in der Praxis beobachtet worden sind, exemplarisch erwähnt werden.
So wird ein Kennzahlensystem, dessen Konzeption den Grundsatz der Relevanz nicht enthält, seinen Anwendern wenig Freude und viel Ärger bereiten. Werden Kennzahlen ausschließlich deshalb ausgewählt, weil sie einfach zu erheben sind und bereits zur Verfügung stehen, verstößt dies gegen das Kriterium der Relevanz. Eine reine Sammlung zufällig verfügbarer Kennzahlen erfüllt auch den Anspruch an ein zielbezogenes und in sich stimmiges System nicht. Dies führt dazu, dass sich aus einem solchen System keine Entscheidungsunterstützung mehr ergibt, denn es ist unklar, wie die Kennzahlen zu interpretieren sind. Dieses Phänomen lässt sich häufig beobachten, wenn bereits bei der Erstellung des Kennzahlensystems kein Ziel verfolgt wird, sondern wenn das Ziel vorrangig in der Erstellung des Kennzahlensystems als solchem besteht. In der Folge entstehen häufig sogenannte „Kennzahlenfriedhöfe“, wenn versucht wird, die Funktionsfähigkeit des Kennzahlensystems dadurch zu retten, dass man weitere Kennzahlen hinzufügt.
1 Zu Beginn: Einführung in die Relevanz von Informationen für Entscheidungsprozesse im Unternehmen und die Rolle des Personalcontrollings bei der Bereitstellung steuerungsrelevanter Daten.
2 Grundsätzliches zum (Personal-) Controlling: Erörterung der unterschiedlichen Perspektiven und Definitionen des Controllings sowie dessen Bedeutung als Steuerungsinstrument im Personalmanagement.
3 Kennzahlensysteme: Darstellung der theoretischen Grundlagen von Kennzahlen, deren systematischer Aufbau sowie die Herausforderungen bei der Gestaltung und Verwendung im Personalbereich.
4 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Kennzahlensysteme als Instrument, das Vor- wie auch Nachteile bietet und dessen Erfolg maßgeblich von der Akzeptanz und Einbindung der Anwender abhängt.
Personalcontrolling, Kennzahlensysteme, Unternehmenssteuerung, Kennzahlen, Performance Management, Zielvereinbarungen, Managementinstrumente, Humankapital, Wertschöpfung, Kennzahlenfixierung, Prozesskennzahlen, Entscheidungsfindung, Transparenz, Motivationswirkung, Balanced Scorecard
Die Arbeit analysiert kritisch den Nutzen und die Risiken beim Einsatz von Kennzahlensystemen innerhalb des Personalcontrollings.
Zentral sind die Gestaltungsgrundsätze für Kennzahlensysteme, die Unterscheidung zwischen logischen und sachbezogenen Systemen sowie die Auswirkungen auf das Verhalten der Anwender.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Kennzahlensysteme effektiv gestaltet werden können, um eine echte Unterstützung für die Entscheidungsfindung zu bieten und „Kennzahlenfriedhöfe“ zu vermeiden.
Es wird eine systematische Analyse und Literaturarbeit durchgeführt, die durch den Rückgriff auf anerkannte betriebswirtschaftliche Konzepte und kritische Reflexion untermauert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Controllings, die differenzierte Betrachtung des Aufbaus von Kennzahlensystemen sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Gestaltungsregeln, Risiken und Chancen.
Die Arbeit fokussiert sich stark auf Begriffe wie Kennzahlenfixierung, Zielbindung, Transparenz und die pragmatische Steuerung des Personalmanagements.
Der Tunnelblick bezeichnet das Risiko, dass sich Anwender einseitig nur noch auf die im Kennzahlensystem erfassten Werte konzentrieren und andere, möglicherweise kritische Entwicklungen im Unternehmen ignorieren.
Die Akzeptanz ist kritisch, da ein Kennzahlensystem nur dann erfolgreich steuernd wirken kann, wenn die Anwender die Kennzahlen verstehen, das Know-how zur Erhebung einbringen und die Ziele als sinnvoll erachten.
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