Diplomarbeit, 2006
106 Seiten, Note: 1,0
1 VORBEMERKUNGEN
1.1 Begriffsbestimmung: Bildung und Humankapitaltheorie
1.2 Revidierte ISCED-97 und OECD-Indikatoren
1.3 Der Ausgabenbegriff im Rahmen internationaler Vergleichsstudien
1.4 Methodisches Vorgehen
2. DIE NATIONALEN SCHUL- UND HOCHSCHULSYSTEME DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND UND ENGLANDS/WALES’
2.1 Das Bildungswesen in der Bundesrepublik Deutschland
2.1.1 Rechtliche Grundlagen
2.1.2 Allgemein bildende Schulen
2.1.3 Der Tertiäre Bereich
2.1.4 Aktuelle Diskussionen und Entwicklungsperspektiven
2.2 Das Bildungswesen in England und Wales
2.2.1 Rechtliche Grundlagen
2.2.2 Allgemein bildende Schulen
2.2.3 Der Tertiäre Bereich
2.2.4 Aktuelle Diskussionen und Entwicklungsperspektiven
3. BILDUNGSFINANZIERUNG UND AUSGABEN IM VERGLEICH
3.1 Bildungsfinanzierung in Deutschland
3.2 Bildungsfinanzierung in England/Wales
3.3 Vergleich der Bildungsausgaben anhand ausgewählter OECD-Indikatoren
3.3.1 Bildungsausgaben im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt
3.3.2 Ausgaben für Bildungsleistungen je Schüler/Student
3.3.3 Anteile der öffentlichen und privaten Ausgaben für Bildungseinrichtungen
3.3.4 Die öffentlichen Gesamtausgaben für Bildung
4. RESÜMEE UND PERSPEKTIVEN FÜR DAS DEUTSCHE BILDUNGSWESEN
4.1 Die wichtigsten Ergebnisse des Vergleichs
4.2 Bildungspolitische Reformansätze
5 SCHLUSSBEMERKUNG
Die Arbeit vergleicht die Schul- und Hochschulsysteme der Bundesrepublik Deutschland sowie Englands/Wales unter dem spezifischen Fokus der Bildungsfinanzierung. Ziel ist es, durch die komparative Analyse die Effizienz der Mittelverwendung zu beleuchten und Handlungsoptionen für eine zukunftsfähige Gestaltung des deutschen Bildungssystems abzuleiten.
1.1 Begriffsbestimmung: Bildung und Humankapitaltheorie
In der bildungspolitischen Diskussion werden die für diese Arbeit relevanten Begrifflichkeiten oftmals vermischt oder gänzlich falsch gebraucht, was wohl vor allem durch die Interdisziplinarität sowie die Vielzahl gesellschaftlicher Gruppen und Akteure begründet ist, welche durch diese Thematik tangiert werden. Im Rahmen der Abgrenzung des Forschungsgegenstandes ist es daher unerlässlich, elementare Kategorien wie Bildung, Humankapital, Ausgaben und Kosten klar zu definieren.
„Unser neuzeitliches Bildungsverständnis ist Erbe der antiken Welt, entstanden durch Überformung im Christentum, Säkularisierung in der Renaissance und Auseinandersetzung seit der Aufklärung.“ Allein über die Geschichte des Bildungsbegriffs und seine diversen Interpretationen im Laufe der europäischen Geschichte ließe sich eine umfangreiche Forschungsarbeit anfertigen. An dieser Stelle sei jedoch lediglich auf die ökonomisch eingefärbte Definition der „Organisation for Economic Co-operation and Development“ (OECD) verwiesen, welche sich an den wissenschaftstheoretischen Grundlagen der Humankapitaltheorie orientiert.
Die OECD hat sich zum Ziel gesetzt, die Regierungen ihrer Mitgliedsländer in Fragen der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen und zu beraten. Bereits Ende der 1950er Jahre wurden in einigen Industriebranchen Wachstumsprobleme registriert, die auf einen Mangel an technisch und naturwissenschaftlich versierten Arbeitskräften zurückgeführt wurden.
1 VORBEMERKUNGEN: Einführung in die Thematik der Bildungsfinanzierung unter Einbeziehung der Humankapitaltheorie und methodische Erläuterungen.
2. DIE NATIONALEN SCHUL- UND HOCHSCHULSYSTEME DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND UND ENGLANDS/WALES’: Detaillierte Darstellung der Schul- und Hochschulstrukturen sowie der aktuellen Reformdiskussionen beider untersuchter Länder.
3. BILDUNGSFINANZIERUNG UND AUSGABEN IM VERGLEICH: Empirischer Vergleich der Bildungsausgaben auf Basis ausgewählter OECD-Indikatoren unter Berücksichtigung von Finanzierungsmodellen.
4. RESÜMEE UND PERSPEKTIVEN FÜR DAS DEUTSCHE BILDUNGSWESEN: Synthese der Ergebnisse und Diskussion bildungspolitischer Reformmöglichkeiten für Deutschland.
5 SCHLUSSBEMERKUNG: Zusammenfassendes Fazit zur Notwendigkeit einer effizienteren Ressourcenallokation im deutschen Bildungssystem.
Bildungsfinanzierung, Humankapitaltheorie, OECD-Indikatoren, Bildungssystem, Schulsystem, Hochschulsystem, Bildungsökonomie, Bildungsreform, Mittelverwendung, Schulautonomie, öffentliche Ausgaben, private Bildungsausgaben, Effizienzsteigerung, Deutschland, England und Wales.
Die Arbeit untersucht einen Vergleich der Bildungsfinanzierung und der Schul- sowie Hochschulsysteme zwischen Deutschland und England/Wales.
Im Zentrum stehen die Struktur der Bildungsfinanzierung, die Rolle von öffentlichen und privaten Investitionen sowie Ansätze zur Effizienzsteigerung in Bildungseinrichtungen.
Das Ziel ist es, basierend auf einem internationalen Vergleich, Schwachstellen im deutschen Bildungssystem zu identifizieren und Reformansätze für eine effizientere Mittelverwendung zu diskutieren.
Die Arbeit nutzt die Methode der international vergleichenden Erziehungswissenschaft sowie eine quantitative Sekundäranalyse anhand von OECD-Daten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Beschreibung der nationalen Systeme (Kapitel 2) und eine detaillierte finanzstatistische Vergleichsanalyse der Bildungsausgaben (Kapitel 3).
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Bildungsökonomie, OECD-Indikatoren, Schulautonomie und Bildungsfinanzierung geprägt.
Deutschland setzt stark auf eine zentralere administrative Steuerung, während England/Wales durch Marktmechanismen, eine höhere Autonomie der Einzelschulen und einen höheren privaten Anteil an der Finanzierung des tertiären Sektors geprägt ist.
Das britische System wird aufgrund seiner vergleichbaren sozioökonomischen Rahmenbedingungen, aber unterschiedlicher Ansätze in der Bildungsfinanzierung und Steuerung als Referenz für Reformoptionen herangezogen.
Sie dient als theoretische Grundlage, um Bildung als lohnende Investition und Agens für wirtschaftliches Wachstum zu verstehen und ökonomische Argumente in der Bildungsfinanzierung einzuordnen.
Es wird geschlussfolgert, dass in Deutschland nicht unbedingt zu wenig, aber an den falschen Stellen investiert wird, weshalb eine Umlenkung der Mittel und eine Stärkung der Eigenverantwortung der Schulen notwendig sind.
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