Diplomarbeit, 2004
108 Seiten, Note: 1
1 Motivation und Grundlagen
1.1 Motivation
1.2 Das Protein
1.2.1 Aufbau von Proteinen
1.2.2 Faltung von Proteinen
1.2.3 Die α-Helix
1.2.4 Das β-Faltblatt
1.2.5 Das Rückgrat eines Proteins
1.2.6 Das Ramachandran-Diagramm
1.3 Die Tetrapeptidfunktionen der ACGT ProGenomics AG
1.4 Grundlagen der Grafikprogrammierung
1.4.1 OpenGL
1.4.1 Theoretische Grundlagen von OpenGL
1.4.2 DirectX
1.4.3 Das Tao-Framework
2 Herangehensweise
3 Programmierung
3.1 Das .NET-Framework
3.2 Softwareentwicklung
3.2.1 Phasen
3.2.2 Begriffe
4 Programmierung der grafischen Oberfläche
4.1 Erstellen der Sekundärstrukturelemente in OpenGL
4.2 Geometrische und topologische Eigenschaften der Sekundärstrukturelemente
5 Berechnen der Sequenz
5.1 Parameter für die Berechnung
5.2 Erstellen der Sequenz
5.3 Auswertung der Ergebnisse
6 Zusammenfassung und Ausblick
6.1 Zusammenfassung und offene Aufgaben
6.2 Ausblick
Diese Arbeit zielt auf die Entwicklung eines innovativen Softwarewerkzeugs ab, das es Benutzern ermöglicht, Proteinstrukturen basierend auf eigenen Vorgaben für das sogenannte de novo Protein Design zu erstellen. Die Kernforschungsfrage konzentriert sich darauf, wie mithilfe einer auf OpenGL basierenden grafischen Oberfläche und der Integration spezifischer biologischer Tetrapeptid-Funktionen komplexe Proteindesigns effizient modelliert und energetisch optimiert werden können.
1.2.6 Das Ramachandran-Diagramm
Das Ramachandran-Diagramm (benannt nach dem Erstbeschreiber G. N. Ramachandran [D. Voet, J. G. Voet, Biochemie, 3]) zeigt die sterisch erlaubten φ- und ψ-Winkel zwischen den Atomen eines Dipeptids. Sterisch² unmöglich sind solche Konformationen, in denen der interatomare Abstand zwischen zwei nicht-bindenden Atomen geringer ist als der entsprechende van-der-Waals-Abstand³ (Abbildung 6). Diese Information ist in einer Konformationskarte oder dem Ramachandran-Diagramm gespeichert (Abbildung 7). Abbildung 7 zeigt, dass ein Großteil der Fläche des Diagramms, d. h. die meisten Kombinationen von φ und ψ für eine Polypeptidkette unzulässig sind. Die speziellen Regionen des Ramachandran-Diagramms, die erlaubte Konformationen definieren, sind von den zur Berechnung gewählten van-der-Waals-Radien abhängig. Mit jeder realistischen Kombination von Werten lassen sich auf der Konformationskarte nur drei allgemeine Regionen finden, die für eine Polypeptidkette erlaubt sind [D.Voet, J.G.Voet, 3].
Die meisten Punkte, die in „verbotene“ Regionen von Abbildung 7 fallen, liegen zwischen zwei vollständig zugänglichen Flächen. Diese verbotenen Konformationen werden allerdings zugänglich, wenn Verdrehungen von wenigen Grad um die Peptidbindung erlaubt sind.
1 Motivation und Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die biologische Bedeutung von Proteinen sowie die Herausforderungen bei ihrer Strukturvorhersage und führt in die Grundlagen der Grafikprogrammierung mit OpenGL ein.
2 Herangehensweise: Hier wird der methodische Ansatz beschrieben, eine grafische Oberfläche für das Proteindesign zu entwickeln und die Auswahl der Grafikbibliothek sowie der Programmierumgebung begründet.
3 Programmierung: Das Kapitel behandelt die technische Umsetzung unter Verwendung des .NET-Frameworks, objektorientierter Konzepte sowie die grundlegenden Phasen der Softwareentwicklung.
4 Programmierung der grafischen Oberfläche: Dieser Teil beschreibt die Implementierung der Sekundärstrukturelemente in OpenGL und die Verwaltung dieser Objekte in Darstellungslisten für eine optimale Performance.
5 Berechnen der Sequenz: Hier werden die algorithmische Generierung von Proteinsequenzen basierend auf Tetrapeptid-Parametern sowie deren Auswertung und energetische Optimierung dargelegt.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die erreichten Ziele zusammen und diskutiert potenzielle Erweiterungen, wie die Optimierung der Speicherverwaltung und die Verhinderung von Objektüberlagerungen.
Protein Design, de novo Protein Design, OpenGL, .NET-Framework, Proteinsequenz, Sekundärstruktur, α-Helix, β-Faltblatt, Tetrapeptid, Ramachandran-Diagramm, GROMOS96, Software-Engineering, Strukturbestimmung, Bioinformatik, Visualisierung.
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer speziellen grafischen Software zur Erstellung und Berechnung von neuen Proteinstrukturen für das sogenannte de novo Protein Design.
Die zentralen Felder sind die Bioinformatik (Struktur von Proteinen, Aminosäuresequenzen), die Computergraphik (OpenGL, Transformationen, Schattierung) und das Software-Engineering (objektorientierte Implementierung in .NET).
Das primäre Ziel ist ein neuartiges Werkzeug, mit dem Anwender Proteinstrukturen basierend auf eigenen Vorgaben für Sekundärstrukturelemente entwerfen und dazu passende Sequenzen berechnen lassen können.
Es werden rechnergestützte Methoden wie der Needleman-Wunsch-Algorithmus für Alignments, die statistische Auswertung von PDB-Daten zur Konformationsanalyse sowie Kraftfeldalgorithmen (GROMOS96) zur energetischen Optimierung eingesetzt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Programmierung der grafischen Oberfläche unter Nutzung von OpenGL sowie die mathematische und algorithmische Berechnung kompatibler Aminosäuresequenzen für die entworfenen Strukturen.
Wichtige Begriffe sind de novo Protein Design, OpenGL, Proteinstruktur, Sekundärstruktur, Tetrapeptide und .NET-Framework.
Die Qualität wird durch statistische Filterung von PDB-Daten (z. B. Auflösung, Redundanz) und die Verwendung von Wahrscheinlichkeitsdichtefunktionen der Tetrapeptid-Diederwinkel sichergestellt.
OpenGL dient als plattformunabhängige Schnittstelle zur 3D-Darstellung der Proteinstrukturen, wobei die Performance durch den Einsatz von Display Lists optimiert wird.
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