Wissenschaftliche Studie, 2004
21 Seiten, Note: 2,0
EXECUTIVE SUMMARY
1 PRODUKTE AUS DEM FOOD SEKTOR
1.1 ESKIMOS BIGMILK
1.2 SCHOKOLINSEN UND GUMMIBÄRCHEN
1.3 RITTER SPORT + SMARTIES
1.4 JACOBS UND SEINE SPECIALS
1.5 MILKA UND CO IM SPEISEEIS
2 FOOD-NONFOOD-SEKTOR
2.1 PHILIPS & DOUWE EGBERTS
2.2 FERRERO & SONY
2.3 EINE JACKE VON MARS
Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen Cross-Marketing im Lebensmitteleinzelhandel (LEH), um Trends herstellerübergreifender Produktpolitik zu analysieren und praktische Erfahrungen in der Marktforschung zu sammeln.
1.2 Schokolinsen und Gummibärchen
Seit mittlerweile zwei Jahren gibt es nun die erfolgreiche Kombination von Smarties und Haribo Goldbären die Fruity Smarties. Die Idee zu diesem neuen Konzept entstand, mehr oder weniger aus der Not heraus, da Nestlè ein eignes Fruchtgummi herstellen wollte. Jedoch gelang es nie wirklich. Also suchte man sich einen Partner mit Fruchtkompetenz, und fand Haribo. Aber Haribo hatte wenig Interesse daran nur die Füllung zu liefern und nicht genannt zu werden.
Also entschied man sich ein gemeinsames Produkt auf den Markt zu bringen. Allerdings stellten sich nun viele Fragen: Wie groß muss Haribo auf der Verpackung erscheinen? Wer übernimmt die Produktion, wer das Marketing? Wie wird der gutmütige Gummibär in das bunte „Smarties-Land“ eingeführt?
Doch man wurde sich einig und die erfolgreiche Kooperation begann. Doch nun traten auch Probleme auf. Denn man stellte sich die Frage, ob die Smarties nicht an Glaubwürdigkeit verlieren würden. Viele der Endverbraucher erlebten eine wahre Enttäuschung als sie in Fruity Smarties bissen. Denn es erwatete sie nicht wie gewohnt die wohlschmeckende Schokofüllung, sondern ein Fruchtgummikern. Hier trat die oftmals befürchtete kognitive Dissonanz auf (vgl. Sabine Magerl; 2005; http://zeus.zeit.de).
Bei unseren Recherchen zum Thema Cross-Marketing stießen wir auf einige andere Begrifflichkeiten, die synonym zur Definition des Cross-Marketing genutzt werden. Die Kooperation zwischen Smarties und Haribo wird als Co-Branding beschrieben und ist somit eine Markenallianz, bei der eine Leistung systematisch durch zwei oder mehr Marken markiert wird, die für Dritte wahrnehmbar sind und auch weiterhin jeweils eigenständig auftreten (vgl. Boltz/Leven; 2005; www.markenlexikon.com).
Cross-Marketing wird hingegen als “Übergeordneter Begriff für die Nutzung aller Marketing-Mix Faktoren bzw. Instrumente in Kooperation mit einem oder mehreren Cross Partnern - oft synonym verwendet zu Co-Branding.“ (o.V. 2; 2005; www.cross s.de).
1 PRODUKTE AUS DEM FOOD SEKTOR: Dieses Kapitel präsentiert verschiedene Fallbeispiele für Kooperationen innerhalb des Lebensmittelmarktes, darunter bekannte Marken wie Milka, Langnese und Smarties.
2 FOOD-NONFOOD-SEKTOR: Dieser Abschnitt beleuchtet strategische Allianzen zwischen Produkten des Lebensmittelbereiches und Nonfood-Marken, wie beispielsweise die Zusammenarbeit von Philips und Douwe Egberts oder Ferrero und Sony.
Cross-Marketing, Co-Branding, Markenallianz, Lebensmitteleinzelhandel, Produktpolitik, Marktforschung, Synergieeffekte, Absatzförderung, Marketing-Mix, Kooperation, Markenpower, Markenstrategie, Konsumentenverhalten.
Die Arbeit behandelt das Konzept des Cross-Marketings im Lebensmitteleinzelhandel und analysiert, wie Marken durch Kooperationen ihre Marktposition stärken.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse von Herstellerkooperationen, Synergien zwischen Food- und Nonfood-Marken sowie der theoretischen Einordnung von Co-Branding.
Das Ziel ist es, Beispiele für hersteller- und markenübergreifende Produktpolitik in der Wirtschaft zu sammeln und darzulegen.
Die Autoren nutzen eine Sekundärforschung durch Literaturanalysen, Zeitungsarchive und Online-Datenbanken, ergänzt durch E-Mail-Anfragen an Unternehmen.
Der Hauptteil gliedert sich in Produkte rein aus dem Food-Sektor und solche, die den Food- mit dem Nonfood-Bereich kombinieren, jeweils anhand konkreter Fallstudien.
Wichtige Begriffe sind Cross-Marketing, Co-Branding, Markenallianz, Innovation, Synergieeffekte und Kaufverhalten.
Senseo dient als Paradebeispiel für den Erfolg einer Kooperation zwischen einer Kaffeemaschinen-Marke und einem Kaffeeproduzenten, die den Markt für Kaffeezubereitung dominiert.
Das Beispiel zeigt die Gefahr der kognitiven Dissonanz beim Verbraucher, wenn ein Produkt die Erwartungen an den Geschmack durch die geänderte Zusammensetzung enttäuscht.
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