Diplomarbeit, 2006
97 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Grundbegriffe
2.1 Grundbegriffe für Wissensmanagement
2.1.1 Begriffliche Bestimmung von Wissen
2.1.2 Wissensarten und Wissensdimensionen
2.1.2.1 Wissensart implizites und explizites Wissen
2.1.2.2 Sonstige Wissensarten
2.1.2.3 Wissensdimensionen nach WILLKE
2.1.3 Organisationale Wissensbasis
2.1.4 Wissensumwandlung und Wissensspirale nach NONAKA und TAKEUCHI
2.1.5 Grundbegriff Wissensmanagement
2.2 Grundbegriffe für Prozessmanagement
2.2.1 Prozesse
2.2.2 Geschäftsprozesse
2.2.3 Kernkompetenzen
2.2.4 Kernprozesse und Supportprozesse
2.2.5 Grundbegriff Prozessmanagement
3 Wissensmanagement
3.1 Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor
3.2 Triebkräfte und Treiber von Wissen und Wissensmanagement
3.2.1 Wissensmanagement senkt Kosten
3.2.2 Wissensmanagement steigert die Wettbewerbsfähigkeit
3.2.3 Wissen schafft Shareholder Value
3.3 Aufgaben des Wissensmanagements
3.3.1 Aufgaben des Wissensmanagements nach REHÄUSER und KRCMAR
3.3.2 Aufgaben des Wissensmanagements nach ROMHARDT
3.3.3 Aufgaben des Wissensmanagements nach Von KROGH und VENZIN
3.4 Bausteine des Wissensmanagements nach PROBST
3.4.1 Wissensziele
3.4.2 Wissensidentifikation
3.4.3 Wissenserwerb
3.4.4 Wissensentwicklung
3.4.5 Wissensverteilung
3.4.6 Wissensnutzung
3.4.7 Wissensbewahrung
3.4.8 Wissensbewertung
3.4.9 Übersicht der Bausteine des Wissensmanagements
4 Prozessmanagement
4.1 Ansatz PROMET von ÖSTERLE
4.1.1 Der Organisationsentwurf als Teil des Business Engineerings
4.2 Ansatz ARIS von SCHEER
4.2.1 ARIS Sichten (vom ARIS Geschäftsprozessmodell zum ARIS Haus)
4.2.2 ARIS Phasenmodell
5 Ansätze zur Synthese von Wissens- und Prozessmanagement
5.1 Gegenüberstellung von Wissen und (Geschäfts-)Prozesse
5.2 Kernkompetenz als zentrales Element von Wissens- und Prozessmanagement
5.3 Wissensnutzung bei der Planung und Umsetzung von Geschäftsprozessen
5.3.1 Systemdesign
5.3.2 Systemnutzung
5.3.3 Systemevolution
5.4 Wissensmanagement mit ARIS Modellen nach ALLWEYER
5.4.1 ARIS Vorgehensmodell ALLWEYER (Knowledge Process Reengineering)
5.4.2 Beschreibung der einzelnen Phasen
5.5 Business Knowledge Management nach BACH
5.6 Zusammenführung von Wissens- und Prozessmanagement aus eigener Sicht
6 Eigene Stellungnahme
7 Zusammenfassung
Die Diplomarbeit zielt darauf ab, die Konzepte des Wissens- und Prozessmanagements zu erläutern, Gemeinsamkeiten in der Fachliteratur zu identifizieren und auf dieser Grundlage Ansätze zur Integration beider Managementansätze zu entwickeln, um ganzheitliche Modelle oder Bezugsrahmen als Gesamtkonzept darzustellen.
2.1.1 Begriffliche Bestimmung von Wissen
Was bedeutet überhaupt der Begriff Wissen? Wissen kann je nach Situation sehr unterschiedlich verstanden werden. Im DUDEN (1963, S. 768) wird Wissen mit „erblicken, sehen“ und „erkennen“ beschrieben. Am besten lässt sich Wissen durch eine Abgrenzung der Begriffsinhalte von Zeichen, Daten, Informationen und Wissen erklären (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 3). Die Begriffshierarchie ist in Abbildung 1 dargestellt.
Die einzelnen Begriffe werden nun ausführlich erläutert:
• Zeichen
Die Zeichen stehen auf der untersten Stufe in der Hierarchie. HANSEN (vgl. 1992, S. 111) definiert Zeichen als das „kleinste bei einer Programmausführung zugreifbare Datenelement“. Grundsätzlich bestehen Zeichen aus Buchstaben, Ziffern oder Sonderzeichen. Für Menschen können Zeichen mit Schriftzeichen wiedergegeben werden. Informationssysteme können Daten mittels Impulsfolgen übertragen. Wesentlich für Zeichen ist die Eigenschaft, dass sie alleinstehend und somit zusammenhangslos sind (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 3).
• Daten
Zeichen bilden die Basis von Daten. Daten setzen sich demnach aus einzelnen oder mehreren Zeichen zusammen. Die Zeichen müssen aber in einem sinnvollen Zusammenhang zueinander stehen um überhaupt Daten bilden zu können. Die Zeichen „1“ , „ ,“, „7“ und „0“ bilden die Zahl „1,70“. Was diese Zahl bedeutet kann aber noch nicht ausgesagt werden. Es kann sich um einen Preis, um eine Längenangabe oder auch um eine Gewichtsangabe handeln (vgl. REHÄUSER und KRCMAR, 1996, S. 4). Im Unternehmenskontext können Daten auch als strukturierte Aufzeichnungen von Transaktionen beschrieben werden. Daten bei der Transaktion Einkauf können Preis, Mengenangabe, Datum und Kundennummer sein (vgl. DAVENPORT und PRUSAK, 1998, S. 27).
1 Einleitung: Stellt die Bedeutung von Wissensmanagement als neues Thema neben etablierten Prozessmanagement-Konzepten dar und definiert das Ziel der Arbeit, Ansätze zur Integration beider Felder zu finden.
2 Grundbegriffe: Definiert zentrale Begriffe des Wissensmanagements (Wissen, Wissensarten, Wissensbasis) sowie des Prozessmanagements (Prozesse, Kernkompetenzen, Prozessmanagement).
3 Wissensmanagement: Analysiert Wissen als Produktions- und Wettbewerbsfaktor, beleuchtet Treiber wie Globalisierung und Strukturwandel und erläutert Aufgaben und Bausteine nach PROBST.
4 Prozessmanagement: Beschreibt zentrale Ansätze des Prozessmanagements, konkret das PROMET-Modell von ÖSTERLE und das ARIS-Modell von SCHEER zur Modellierung betrieblicher Abläufe.
5 Ansätze zur Synthese von Wissens- und Prozessmanagement: Führt die beiden Themenfelder zusammen, zeigt Synergieeffekte bei Systemdesign und -nutzung auf und präsentiert Modellierungsansätze wie Knowledge Process Reengineering.
6 Eigene Stellungnahme: Reflektiert den Praxisbezug und die Herausforderungen bei der Umsetzung, insbesondere im Hinblick auf Wissensplattformen und die Suche nach Wissen.
7 Zusammenfassung: Resümiert die theoretischen Ansätze zur Integration und betont die Notwendigkeit, Wissen und Prozesse als kombinierte Erfolgsfaktoren zu betrachten.
Wissensmanagement, Prozessmanagement, Geschäftsprozesse, Wissensspirale, Kernkompetenzen, ARIS, PROMET, Knowledge Process Reengineering, Wissensbasis, Business Engineering, Informationstechnologie, Wissensnutzung, Wissensverteilung, Wissenserwerb, Unternehmensführung
Die Arbeit untersucht das Verhältnis von Wissens- und Prozessmanagement und entwickelt Ansätze, wie beide Managementkonzepte integriert werden können, um Unternehmen erfolgreicher zu steuern.
Im Zentrum stehen die begrifflichen Grundlagen beider Disziplinen, die Rollen von Wissen als Wettbewerbsfaktor, Prozessmodellierungsmethoden sowie Strategien zur Synthese dieser Disziplinen.
Das Hauptziel ist die Identifikation von Gemeinsamkeiten zwischen Wissens- und Prozessmanagement, um daraus Modelle für eine ganzheitliche Integration zu ableiten.
Die Arbeit nutzt eine umfassende Literaturanalyse bestehender Managementkonzepte und -modelle, um diese miteinander zu vergleichen und Synergien aufzuzeigen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Begriffe, die Analyse spezifischer Ansätze wie ARIS und PROMET sowie die Synthese durch Konzepte wie das Knowledge Process Reengineering.
Zentrale Begriffe sind Wissensmanagement, Prozessmanagement, Kernkompetenzen, Wissensbasis, Business Engineering und integrierte Informationssysteme.
Sie bildet das theoretische Fundament, indem sie aufzeigt, wie Wissen in verschiedenen Schichten innerhalb einer Organisation – von geteiltem bis hin zu latentem Wissen – existiert.
Das ARIS-Modell von SCHEER bietet ein methodenneutrales Rahmenkonzept, das durch ein Phasenmodell die Brücke zwischen strategischer Planung und technischer Implementierung schlägt.
Das Fallbeispiel der LGT Bank verdeutlicht die praktische Anwendung des Business Knowledge Management, insbesondere die Nutzung von Intranet-Lösungen zur Qualitätssteigerung in der Kundenberatung.
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