Diplomarbeit, 2006
41 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Managementmoden
2.1 Definition und Grundkonzept
2.2 Arten und Merkmale
2.3 Lebenszyklus von Managementmoden
2.4 Ursachen und Funktionen
3. Neo-Institutionalismus
3.1 Überblick
3.2 Makroinstitutionalistische Ansätze
3.3 Mikroinstitutionalistischer Ansatz
3.4 Weiterentwicklungen der neo-institutionalistischen Meilensteine
4. Managementmoden aus neo-institutionalistischer Perspektive
4.1 Effizienz, Rationalität und Legitimität
4.2 Verbreitung durch institutionellen Isomorphismus
4.3 Lebenszyklus und Institutionalisierungsprozess
4.4 Kritische Zusammenfassung
5. Strukturationstheoretische Erweiterung der Perspektive
5.1 Interessen und Macht in der Strukturationstheorie
5.2 Auswirkungen von Interessen und Macht auf Managementmoden
6. Fazit
Die Arbeit untersucht die Entstehung und den Verlauf von Managementmoden und prüft kritisch, inwieweit der Neo-Institutionalismus als Erklärungsgrundlage dienen kann und an welchen Stellen ergänzende theoretische Perspektiven, insbesondere die Strukturationstheorie, erforderlich sind.
2.1 Definition und Grundkonzept
Zunächst ist zu klären, was unter dem Begriff „Managementmode“ zu verstehen ist. Thema von Managementmoden sind Managementkonzepte oder – in der deutschsprachigen Literatur – Führungsmodelle. Führungsmodelle stellen „… Soll-Konzepte in Gestalt konditionaler normativer Denkmodelle dar, die etwas darüber aussagen, wie Führung in Unternehmungen vollzogen werden sollte“.
Der Begriff „Management“ ist üblicherweise weit gesteckt und beinhaltet die Bereiche Planung, Organisation, Führung und Kontrolle. In all diesen Bereichen kann es nun zu Entwicklungen kommen, die man als Mode bezeichnen kann. Eine genauere Differenzierung der Begriffe Managementkonzepte, Managementtechniken oder Führungsmodelle ist im Rahmen dieser Arbeit nicht notwendig. Im Mittelpunkt steht die Modeentwicklung, die in all diesen Bereichen beobachtet werden kann, sowie ihre Ursachen und Hintergründe.
Üblicherweise bringt man Mode mit Ästhetik in Verbindung. Nach der Definition von Abrahamson unterscheidet sich davon Managementmode in den Punkten Rationalität, Fortschrittlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Managementmoden werden von technischen und ökonomischen Einflüssen geformt und müssen rational und fortschrittlich erscheinen. Darauf aufbauend definiert Abrahamson eine Managementmode als „… relatively transitory collective belief, disseminated by management fashion setters, that a management technique leads rational management progress”. Zu dem Begriff „management fashion setter“ wird noch im weiteren Verlauf der Arbeit Stellung genommen.
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Phänomen der Managementmoden als kurzlebige Konzepte und formuliert das Ziel, deren Entstehung mithilfe des Neo-Institutionalismus und ergänzender Theorien zu analysieren.
2. Managementmoden: Dieses Kapitel definiert Managementmoden, beschreibt ihre Merkmale, ihren Lebenszyklus und diskutiert die Ursachen sowie Funktionen, die zu ihrer Entstehung führen.
3. Neo-Institutionalismus: Es werden die Grundlagen des Neo-Institutionalismus vorgestellt, wobei zwischen makro- und mikroinstitutionalistischen Ansätzen unterschieden wird, um die theoretische Basis zu legen.
4. Managementmoden aus neo-institutionalistischer Perspektive: Die vorangegangenen Theorien werden auf Managementmoden angewendet, wobei der Fokus auf Effizienz, Rationalität, Legitimität, Isomorphismus sowie Prozessen der Institutionalisierung liegt.
5. Strukturationstheoretische Erweiterung der Perspektive: Zur Schließung von Lücken im Neo-Institutionalismus bezüglich Macht und Interessen wird die Strukturationstheorie herangezogen und auf Managementmoden übertragen.
6. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und stellt fest, dass die erweiterte neo-institutionalistische Perspektive wichtige Erklärungen für die Entstehung und den Wandel von Managementmoden liefert.
Managementmoden, Neo-Institutionalismus, Strukturationstheorie, Legitimität, Rationalität, Institutioneller Isomorphismus, Managementkonzepte, Lebenszyklus, Macht, Interessen, Effizienz, Rationalitätsmythen, Fashion Setters, Fashion Users, Organisationaler Wandel
Die Arbeit analysiert die Entstehung, Verbreitung und den Verlauf von Managementmoden aus der Perspektive des Neo-Institutionalismus und ergänzt diese um strukturationstheoretische Ansätze.
Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Managementmoden, dem Verständnis des Neo-Institutionalismus (Makro- und Mikroansätze), der Rolle von Legitimität sowie der Bedeutung von Macht und Interessen in Organisationen.
Das Ziel ist es, zu erklären, warum einige Konzepte zu Moden werden und andere nicht, indem die Erklärungsgrundlage des Neo-Institutionalismus kritisch geprüft und erweitert wird.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer Literaturanalyse und der Anwendung soziologischer Organisationstheorien basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Neo-Institutionalismus, die Anwendung dieser Theorien auf Managementmoden und die anschließende strukturationstheoretische Erweiterung zur Einbeziehung mikropolitischer Aspekte.
Die zentralen Begriffe umfassen Managementmoden, Neo-Institutionalismus, Legitimität, Rationalität, institutionellen Isomorphismus und die Strukturationstheorie.
Laut Neo-Institutionalismus übernehmen Organisationen Moden nicht unbedingt wegen ihrer technischen Effizienz, sondern um Legitimität zu erlangen und nach außen hin rational und modern zu wirken.
Die Strukturationstheorie integriert die Aspekte von Macht, Interessen und politischem Handeln, die der klassische Neo-Institutionalismus weitgehend vernachlässigt, und ermöglicht ein besseres Verständnis der Akteure hinter den Moden.
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