Diplomarbeit, 2005
80 Seiten, Note: 1,1
Die Diplomarbeit befasst sich mit der Frage, inwieweit das Internet den Musikmarkt tatsächlich zerstört oder ob sich der Markt aufgrund der Digitalisierung lediglich neu strukturieren muss. Im Mittelpunkt steht dabei der deutsche Musikmarkt und die ethischen und juristischen Herausforderungen, die durch den Umgang mit "Musikpiraterie" in digitalen Räumen entstehen. Die Arbeit analysiert den Konflikt zwischen den Interessen der Musikindustrie und den Rechten der Nutzer im Kontext der Informationsethik.
Die Einleitung führt in die Thematik ein und skizziert die Problematik des Musiktauschens im Internet. Kapitel 2 definiert die Schlüsselbegriffe der Arbeit, wie Ethik, Informationsethik, Musik als Informationsgut, Telemediatik und Digitalisierung. Kapitel 3 präsentiert die wirtschaftliche Situation der deutschen Musikindustrie und die Auswirkungen von Musiktauschbörsen auf den Umsatz. Kapitel 4 beleuchtet ethische und juristische Bedenken gegen Musiktauschbörsen, einschließlich der Verletzung des Urheberschutzes und der Förderung einer "Gratismentalität". Kapitel 5 erörtert die Entwicklung von Musiktauschbörsen wie Napster und die Herausforderungen, die sich durch dezentrale P2P-Netzwerke und kommerzielle Internet-Musikshops ergeben. Kapitel 6 widmet sich dem Urheberrecht, insbesondere der Begriffkennzeichnung und den Auswirkungen der EU-Richtlinie 2001/29/EG. Kapitel 7 stellt das Instrument der Informationsethik, den "informationsethischen Diskurs", sowie die relevanten Interessensgruppen vor.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Musikpiraterie, Informationsethik, Urheberrecht, Musiktauschbörsen, Digitalisierung, Internet, Musikindustrie, Digital Rights Management (DRM), Wissensökologie, Nutzerrechte, ethische und juristische Bedenken, dezentrale P2P-Netzwerke, Creative Commons, User Rights Management, alternative Verkaufsmodelle.
Die Arbeit untersucht diese Frage unter dem Aspekt der Digitalisierung und kommt zu dem Schluss, dass sich der Markt eher neu strukturieren muss, anstatt zerstört zu werden.
Informationsethik reflektiert die Moral, Normen und Werte in der Infosphäre, insbesondere den Interessenkonflikt zwischen Urheberschutz und der Nutzung von Musiktauschbörsen.
Die Arbeit analysiert Umsatzverluste der deutschen Phonowirtschaft zwischen 1995 und 2004 und setzt diese in Bezug zur steigenden Nutzung von P2P-Netzwerken.
Es handelt sich um ein Konzept für den nachhaltigen Umgang mit Wissensressourcen (einschließlich Musik), das Informationsfreiheit und kulturelle Vielfalt einbezieht.
Dies sind alternative Modelle, die mehr Autonomie für Musikschaffende (Creative Commons) bzw. mehr Rechte für Endverbraucher (User Rights Management) fordern.
Die Arbeit behandelt detailliert die Urheberrechtsnovelle (1. und 2. Korb) und die Auswirkungen der EU-Richtlinie 2001/29/EG auf das deutsche Recht.
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