Masterarbeit, 2006
189 Seiten, Note: 1,9
1. EINFÜHRUNG
1.1. RAHMENBEDINGUNGEN – TOURISMUS HEUTE
1.1.1. REISEVERANSTALTER-INDUSTRIE
1.2. METHODEN
2. (ENTWICKLUNGS-)PARTNERSCHAFTEN IM TOURISMUS
2.1. PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS IM TOURISMUS – ÜBERBLICK
2.1.1. DEFINITION, STAKEHOLDER UND DEREN AUFGABEN
2.1.2. POTENTIELLE GEWINNE VON PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS
2.1.3. TYPEN UND BEISPIELE VON PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS IM TOURISMUS
2.2. PPP AUS SICHT DER DEUTSCHEN ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
2.2.1. HINTERGRUND, DEFINITION UND ERWARTUNGEN
2.2.2. BETEILIGTE INSTITUTIONEN AUF DEUTSCHER SEITE
2.2.3. BISHERIGE PPP-AKTIVITÄTEN DER DEUTSCHEN EZ IM TOURISMUS
2.3. PRIVATE SECTOR-COMMUNITY PARTNERSHIPS
2.3.1. BEGRIFFSKLÄRUNGEN
2.3.2. PARTNERSCHAFTSMODELLE
2.4. SCHLÜSSELFAKTOREN FÜR ERFOLGREICHE PARTNERSCHAFTEN
2.4.1. ALLGEMEINE ERFOLGSFAKTOREN FÜR PUBLIC PRIVATE PARTNERSHIPS
2.4.2. SCHLÜSSELFAKTOREN FÜR PARTNERSCHAFTEN MIT LOKALEN GEMEINDEN
2.4.2.1. Faktoren auf Gemeinde-Ebene
2.4.2.2. Faktoren auf Seiten des Privatsektors
2.4.2.3. Formale Eigentümerschaft des partnerschaftlichen Unternehmens
2.4.2.4. Aushandlung der Partnerschaft
2.4.2.5. Schlüsselkomponenten der gegenseitigen Übereinkunft
2.5. KRITISCHE ASPEKTE ZWISCHEN PRIVATEM UND ÖFFENTLICHEM PARTNER
2.5.1. MÖGLICHE KONFLIKTFELDER
2.5.2. ASPEKTE BEI DER ETABLIERUNG VON ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFTEN
3. FALLBEISPIELE
3.1. POSADA AMAZONAS – PERU
3.1.1. VORSTELLUNG DER LODGE
3.1.2. PARTNERSCHAFTSMODELL
3.1.3. PROJEKTPHASEN
3.1.4. ÖKONOMISCHE, SOZIALE UND KULTURELLE AUSWIRKUNGEN
3.1.5. GELERNTE LEKTIONEN UND SCHLUSSFOLGERUNGEN
3.2. KAPAWI ECOLODGE & RESERVE – ECUADOR
3.2.1. VORSTELLUNG DER LODGE
3.2.2. PARTNERSCHAFTSMODELL
3.2.3. HINTERGRUND UND ENTSTEHUNGSGESCHICHTE
3.2.4. BISHERIGER ERFOLG DES PROJEKTES
3.2.5. GELERNTE LEKTIONEN
3.3. CHALALAN ECOLODGE – BOLIVIEN
3.3.1. VORSTELLUNG DER LODGE
3.3.2. PARTNERSCHAFT UND PROJEKTGESCHICHTE
3.3.3. BISHERIGER ERFOLG DES PROJEKTES
3.4. VERGLEICHENDE BETRACHTUNG DER DREI VORGENANNTEN FALLBEISPIELE - ERGEBNISSE DES „TRUEQUE AMAZONICO“
3.4.1. VORBEREITUNG DER GEMEINDEN AUF DEN JEWEILIGEN TRANSFER DER LODGE
3.4.2. GELERNTE LEKTIONEN AUS DEM „TRUEQUE AMAZONICO“ IM ÜBERBLICK
3.5. AMAZON HEADWATERS – ECUADOR
3.5.1. VORSTELLUNG DES PRODUKTES
3.5.2. PARTNERSCHAFTSMODELL
3.5.3. HINTERGRUND
3.5.4. ÖKONOMISCHE, SOZIALE UND KULTURELLE AUSWIRKUNGEN
3.5.5. AUFGETRETENE PROBLEME
3.6. DAMARALAND CAMP – NAMIBIA
3.6.1. VORSTELLUNG DER LODGE
3.6.2. PARTNERSCHAFTSMODELL
3.6.3. HINTERGRUND UND PARTNERSCHAFTSPROZESS
3.6.4. BISHERIGER ERFOLG DES PROJEKTES
3.6.5. WESENTLICHE ERFOLGSFAKTOREN
3.7. THE AKHA EXPERIENCE – LAOS
3.7.1. VORSTELLUNG DES PRODUKTES
3.7.2. PROJEKTGESCHICHTE UND PARTNERSCHAFTSMODELL
3.7.3. BISHERIGER ERFOLG DES PROJEKTES
3.8. ZUSAMMENFASSENDE BETRACHTUNGEN ZU DEN FALLBEISPIELEN
4. ERGEBNISSE DER INTERVIEWS
4.1. REISEVERANSTALTER
4.1.1. ALLGEMEINER FRAGETEIL
4.1.2. BISHERIGE ERFAHRUNGEN
4.1.3. DISKUSSION
4.2. ORGANISATIONEN DER ENTWICKLUNGSZUSAMMENARBEIT
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND EMPFEHLUNGEN
6. DISKUSSION
7. LITERATUR
8. ANHANG
Die Masterarbeit untersucht die Potentiale und Erfolgsfaktoren für Public Private Partnerships (PPP) zwischen Reiseveranstaltern und lokalen Gemeinden in Entwicklungsländern, um eine nachhaltige Tourismusentwicklung und Armutsminderung zu fördern. Die Arbeit analysiert dabei, wie eine Zusammenarbeit, die über die bloße Aufnahme in Tourprogramme hinausgeht, Win-Win-Situationen für alle Akteure schaffen kann.
1.1. RAHMENBEDINGUNGEN – TOURISMUS HEUTE
Vor mittlerweile 14 Jahren wurde 1992 auf dem Umweltgipfel in Rio de Janeiro mit der Unterzeichnung der Agenda 21 und der Rio-Deklaration durch 182 Länder der Grundstein für eine globale nachhaltige Entwicklung gelegt. Die Agenda 21 bot einen Plan für nachhaltige Entwicklung und die Rio-Deklaration artikulierte Hauptprinzipien für eine nachhaltige Entwicklung im 21.Jahrhundert. Beide Dokumente forderten Organisationen, Regierungen und Industrien auf, größtmögliche Anstrengungen in Richtung Nachhaltigkeit - definiert durch die Brundtland Kommission 1987 als „development that meets the needs of the present without compromising the ability of future generations to meet their own needs” - zu unternehmen (zitiert nach WTTC et al., 2002, S.11).
Auch die Tourismusindustrie wurde auf dem Rio-Gipfel als ein Bereich mit großem Beitragspotential für eine nachhaltige Entwicklung identifiziert (De Lacy et al., 2002). Seit diesem Weltgipfel ist auch – zumindest ansatzweise – der Tourismus wieder in das Blickfeld der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gerückt, die ihn bis dato fast völlig ignoriert hatte (DED, 2006).
1. EINFÜHRUNG: Die Arbeit leitet in die Thematik der Tourismuspartnerschaften ein, definiert das Ziel der Untersuchung und stellt den methodischen Rahmen vor.
2. (ENTWICKLUNGS-)PARTNERSCHAFTEN IM TOURISMUS: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der PPP, beleuchtet die Rolle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und analysiert Modelle sowie Erfolgsfaktoren für die Kooperation zwischen Privatsektor und lokalen Gemeinden.
3. FALLBEISPIELE: Anhand von sechs Projekten in Südamerika, Afrika und Asien werden verschiedene Partnerschaftsansätze dargestellt und die in der Theorie identifizierten Faktoren praktisch illustriert.
4. ERGEBNISSE DER INTERVIEWS: Die Auswertung von Experteninterviews mit Reiseveranstaltern und EZ-Organisationen liefert Einblicke in deren Haltung zu PPP-Modellen und zeigt aktuelle Erfahrungen auf.
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND EMPFEHLUNGEN: Auf Basis der vorangegangenen Kapitel werden zentrale Erkenntnisse zusammengefasst und als Erfolgsfaktoren für touristische Partnerschaften aufbereitet.
6. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden kritisch reflektiert und der potenzielle Beitrag von PPPs zur Armutsminderung sowie zur nachhaltigen Tourismusentwicklung bewertet.
Public Private Partnership, PPP, nachhaltiger Tourismus, Entwicklungszusammenarbeit, Reiseveranstalter, lokale Gemeinden, Armutsminderung, Erfolgsfaktoren, Capacity Building, Ökotourismus, Pro-Poor Tourism, CSR, Gemeindebeteiligung, Projektmanagement, Tourismuspartnerschaften.
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Voraussetzungen für erfolgreiche Public Private Partnerships (PPP) zwischen Reiseveranstaltern, Entwicklungsorganisationen und lokalen Gemeinden.
Zentrale Themen sind die Gestaltung erfolgreicher Partnerschaften, die Identifizierung von Erfolgsfaktoren für Projekte auf Gemeindeebene sowie die Rolle der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
Ziel ist es, Potentiale für Tourismus-PPPs aufzuzeigen und durch Fallbeispiele und Experteninterviews konkrete Erfolgsprinzipien für Akteure in der Entwicklungszusammenarbeit und Reiseveranstalter zu erarbeiten.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus umfassender Literaturanalyse und der Auswertung von sechs Fallbeispielen sowie Interviews mit sieben Reiseveranstaltern und zwei deutschen Entwicklungsorganisationen (DED und GTZ).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit PPP-Modellen, eine detaillierte Fallstudien-Analyse und die Auswertung der Interviewergebnisse hinsichtlich Haltung und Erfahrungen der Beteiligten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie PPP, nachhaltiger Tourismus, Gemeindeentwicklung, Pro-Poor Tourism und Erfolgsfaktoren charakterisiert.
Sie gilt als Vorzeigemodell für eine erfolgreiche Partnerschaft zwischen einem privaten Tour Operator und einer indigenen Gemeinde, die wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung verbindet.
Ein erfolgreicher Transfer einer Tourismus-Einrichtung in die Eigenverantwortung der Gemeinde benötigt eine lange Vorbereitungszeit, intensives Capacity Building und professionelle Begleitung durch externe Vermittler.
Sie wird als strategischer Partner betrachtet, der durch PPP-Fazilitäten und Training die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft und lokalen Gemeinden fördern kann.
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